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BG legt Protest gegen Niederlage ein

Basketball-Bundesliga BG legt Protest gegen Niederlage ein

Den Start in ihre zweite Bundesliga-Saison hatten sich die Basketballer der  BG 74  anders vorgestellt. Vor 2589 Zuschauern unterlagen sie dem TBB Trier in der Lokhalle mit 68:72 (53:58, 36:40, 23:19). Allerdings haben die Veilchen gegen die Wertung der Partie Protest eingelegt, da die Schiedsrichter kurz vor Schluss den Gastgebern zwei Punkte vorenthalten hätten.

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Greift an: Marco Grimaldi von BG 74

Quelle: Pförtner

Die strittige Szene ereignete sich 30 Sekunden vor Ende der Begegnung beim Stande von 66:68. Cliff Brown versucht einen Korbleger, der Ball tanzt auf dem Ring, fällt dann hinein, und ein Trierer Spieler langt mit der Hand durch das Netz und schlägt das Leder nach oben aus dem Korb. Die BG erwartet, dass die Schiedsrichter das Wegtippen als Goal Tending werten und die Punkte geben, doch die winken ab, lassen trotz heftigen Widerspruchs von der BG-Bank und den Rängen weiterspielen, und nach einem Foul von Ben Jacobson erhöht Christopher Copeland 19,8 Sekunden vor dem Ende mit zwei erfolgreichen Freiwürfen vorentscheidend auf 70:66 für die Gäste. Die Veilchen legen beim Technischen Kommissar Ingo Holsten sofort offiziellen Protest ein, über den nun entschieden werden muss.

Die umstrittene Szene war das i-Tüpfelchen auf eine bis zum Schluss hochdramatische Partie, in der Trier den besseren Start erwischte und nach Copelands Dreier (30. Sekunde) auf 7:2 davonzog. Erst jetzt wachten die Veilchen auf und begannen, angeführt von Cliff Brown (9 Punkte und 6 Rebounds in den ersten zehn Minuten) heiß zu laufen. Mit aggressiver Abwehr und Doppelung des ballführenden Gegners eroberten sie sich immer wieder Ballgewinne und setzten sich mit einer 11:0-Serie auf 17:9 (7.) ab.

Einen 22:13-Vorsprung in der 10. Minute verspielte die BG allerdings durch zwei Unaufmerksamkeiten bei eigenem Ballgewinn und geriet Anfang des zweiten Viertels immer mehr von der Rolle, so dass die Gäste gegen die ungeschickt agierende Innenverteidigung der Veilchen mit einem 16:3-Lauf das Blatt zum 25:31 wendeten. Mit einem Dreier von Charles Lee und einem erfolgreich abgeschlossenen Steal von Kyle Bailey fanden die Veilchen zurück ins Spiel, kamen auf 34:35 (18.) heran, ließen sich aber von Shtein und Shuler noch fünf Punkte einschenken. Mit 17 Punkten und neun Rebounds war Brown der überragende BGer in der ersten Hälfte, gefolgt von Charles Lee (8). Dagegen tauchte Ben Jacobson völlig ab, Center Jason Miller blieb unauffällig, und Bailey - in Abwehr und Aufbau stark (ebenso wie Marco Grimaldi) - hatte beim Abschluss die Seuche an den Fingern, traf nur zwei von neun Versuchen.

Schmerzhafte Trierer Dreier

Das änderte sich im dritten Viertel grundlegend. Cliff Brown, von Tyrone Riley an die Kette gelegt, gelangen nur noch zwei Zähler, doch dafür lief jetzt Bailey zu Höchstform auf, war von keinem Gegenspieler zu halten und markierte allein in diesem Durchgang 13 Punkte. Die reichten trotz zwischenzeitlicher 63:62-Führung allerdings nicht aus, um die Partie vollends zu drehen. Vor allem, weil die Trierer Jahmal Shuler und Copeland erfolgreich dagegenhielten und Norman Richardson, zweimal mutterseelenallein an der Dreierlinie, zwischen der 37. und 39. Minute zwei Distanzwürfe traf, die besonders weh taten.

BG 74  - TBB Trier

BG: Lee (12 Punkte/0 Rebounds/1 Assist/2 Steals), Kulawick, Bailey (22/4/2/1), Little (4/1/0/0), Jacobson (4/0/00), Grimaldi (4/3/3/2), Dill, Boone (0/4/1/1), Brown (19/12/0/1), Miller (7/4/0/0).

Trier: Shtein (11/2/1/0), Raivio (12/7/2/2), Karamatskos (0/5/3/1), Richardson (10/3/3/2), Shuler (18/6/2/1), Riley (2/4/0/2).

Teamstatistik: Punkte: Zweier BG: 23/47;49% - Trier: 20/30; 67%. Dreier BG: 3/16;19% - Trier: 5/24;21%. - Freiwürfe BG 13/16; 81% - Trier: 17/20;85%. - Rebounds, Def.: BG 20 - Trier: 25. - Off.: BG 11 - Trier: 11. - Assists BG: 7 - Trier: 15. - Turnover BG: 13 - Trier: 20. - Steals BG: 8 - Trier: 8.

++ Spieltag-Statistik ++ Spieltag-Statistik ++ Spieltag-Statistik ++ Spieltag-Statistik ++

Giants Düsseldorf - Köln 99ers 69:68 (30:52). Beste Werfer: Bailey (21), Campbell (11) für Düsseldorf - Hunt (17), Turner (13), Fereti (10) für Köln. Zuschauer: 3300.

New Yorker Phantoms Braunschweig - Eisbären Bremerhaven 69:79 (39:40). Beste Werfer: Drevo (23), Salisbery (13) für Braunschweig - Slaughter (24), Elegar (11) für Bremerhaven. Zuschauer: 3520

VPV Giants Nördlingen - EnBW Ludwigsburg 75:56 (45:30). Beste Werfer: Jeanty (23), Westley (15), Dennis (10) für Nördlingen - Watts (12), Woudstra (11) für Ludwigsburg. Zuschauer: 2000

EWE Baskets Oldenburg - LTi Giessen 46ers 91:64 (44:31). Beste Werfer: Pekovic (22), Foster (13), Gardner (12) für Oldenburg - Jeffers (14), Hartenstein (12), Lischka (11) für Gießen. Zuschauer: 2654

Walter Tigers Tübingen - Paderborn Baskets 66:72 (22:38). Beste Werfer: Katic (19), Anderson (18), Chaney (13) für Tübingen - Terwilliger (13), Esterkamp (12), Golson (12), Felton (10) für Paderborn. Zuschauer: 2500

Deutsche Bank Skyliners Frankfurt - Telekom Baskets Bonn 66:81 (31:38). - Beste Werfer: Roller (20), Gordon (14) für Frankfurt - Frazier (22), Bowman (22), Rowland (15) für Bonn. - Zuschauer: 4670

Alba Berlin - Artland Dragons Quakenbrück 95:84 (39:45). - Beste Werfer: Jenkins (25), Sesay (16), Nadjfeji (12) für Berlin - Hall (15), Whiting (14), Hess (13), Fenn (11), Prewitt (10) für Quakenbrück. - Zuschauer: 14.800 (ausverkauft)

"Shuler trifft Clutch-Shots"

John Patrick ( BG 74 ): Meinen Glückwunsch an Coach Yves Defraigne zum Sieg. Beide Teams haben heute nicht gut getroffen. Bei Trier war es allerdings Jamal Shuler der die "Clutch-Shots", die wichtigen Würfe getroffen hat. Wir sind im zweiten Viertel etwas weich geworden und haben Inside nicht gut verteidigt. In der entscheidenden Phase des vierten Viertels dachten wir eigentlich, dass Clif Brown den Ausgleich erzielt hat. Das Wegtippen des Balles schien mir Goal Tending zu sein."

Yves Defraigne (TBB Trier): Wir wussten, dass es schwer würde, in der Atmosphäre der Lokhalle zu bestehen. Wir waren heute etwas besser. Zu Beginn haben wir uns zu viele Turnover geleistet und zu viele Offensiv-Rebounds abgegeben. Das haben wir in der zweiten Halbzeit besser im Griff gehabt."

Von Michael Geisendorf

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