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BG wappnet sich für heißes Duell in Frankenhölle

Basketball-Bundesliga BG wappnet sich für heißes Duell in Frankenhölle

Beim Hinspiel in der Lokhalle haben die Erstliga-Basketballer der  BG 74  das Starensemble der Brose Baskets Bamberg bereits mit 71:69 geschlagen. Nun will der aktuelle Spitzenreiter am Sonntag um 17 Uhr zum ersten Mal auch die Punkte aus der als Frankenhölle gefürchteten Jako-Arena entführen und sich für die 70:76-Niederlage im Achtelfinale des BBL-Pokals revanchieren.

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Wieder fit: Ben Jacobson (r.) – hier im Pokal-Achtelfinale gegen den Bamberger Filiberto Rivera – steht nach überstandener Verletzung am Sonntag wieder für die BG 74 auf dem Parkett der Jako-Arena.

Quelle: SPF

Es klingt nach Understatement oder Koketterie, wenn sich der Trainer des Bundesliga-Tabellenführers (12:6 Punkte) vor dem Spiel bei dem um zwölf Minuspunkte schlechteren Achten (18:18) vehement gegen die Favoritenrolle stemmt. Doch BG-Coach John Patrick hat gute Gründe, die Baskets mindestens als ebenbürtig zu betrachten. "Bamberg hat exzellente Spieler und mit Chris Fleming einen hervorragenden Trainer", unterstreicht er seinen großen Respekt vor dem Deutschen Meister von 2007.

 

Dass die mit einem Etat von mehr als sieben Millionen Euro hinter Alba Berlin teuerste Bundesliga-Mannschaft in dieser Saison in der mit 6800 Zuschauer fassenden und fast immer ausverkauften Jako-Arena bereits vier von neun Heimspielen verloren hat, ändert für Patrick nichts an der Gefährlichkeit und Klasse der Gastgeber: "Gegen die Bamberger zu bestehen, ist immer schwierig. Sie spielen sehr physisch. In der Abwehr stoßen und rempeln sie, und im Angriff versuchen sie, das Spiel langsam zu machen und ihre Systeme durchzuspielen", erläutert der Coach. Er habe keinen Zweifel daran, dass die Franken wieder in die Playoffs kommen und dort richtig durchstarten.

 

Die individuelle Klasse der Brose Baskets steht außer Frage. Bislang hat es Fleming allerdings nicht geschafft, die Ansammlung von Hochkarätern zu einer konstant agierenden Einheit zu formen. Spektakulärster Einkauf war vor zwei Wochen die Verpflichtung von US-Spielmacher Daniel Dickau für den nach Köln abgeschobenen Michael Hakim Jordan. Der 30-jährige Dickau, der in den vergangenen sechs Jahren rund 300 Spiele bei sieben NBA-Clubs bestritten hat, avancierte zwar auf Anhieb zum Topscorer, konnte aber in seinen bislang zwei Partien für Bamberg weder das Pokalaus in Düsseldorf (73:78) noch die Punktspielklatsche in Ulm (79:96) verhindern.

 

Baskets möbeln Teamgeist auf

 

Mit Pedrag Suput, Filiberto Rivera, Jared Newson, Eric Taylor sowie den deutschen Nationalspielern Demond Greene, Robert Garrett und Tim Ohlbrecht (zurzeit verletzt) sind die Baskets auf allen Positionen mehrfach glänzend besetzt. Für den kürzlich gefeuerten Center Alexander Johnson hat Fleming offenbar schon einen Nachfolger an der Angel, der aber nach offizieller Verlautbarung gegen die BG noch nicht zum Einsatz kommen soll. Um den Brose-Teamgeist aufzumöbeln, haben sich die Bamberger am vergangenen Donnerstag für drei Tage ins Trainingslager nach Rotenburg an der Fulda zurückgezogen. "Eine Luxusmaßnahme", merkt Patrick sarkastisch an. "Unsere Trainingscamps machen wir in der FKG-Halle."

 

Der BG-Coach ist froh, mit Ben Jacobson, der seine Wadenprellung auskuriert hat, eine weitere Alternative auf den Guard-Positionen zu haben. So muss er wohl nur auf Marco Grimaldi verzichten, der sich in der vorigen Woche im Training eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte und für zwei Tage zur Beobachtung ins Klinikum musste.

 

Während sich viele Ligakonkurrenten vor Ablauf der Wechselfrist (28. Februar) nochmals verstärken wollen oder es bereits getan haben, sieht es nicht so aus, als würde Patricks Wunsch nach Unterstützung unter den Körben für Jason Boone (einziger BG-Center nach der Trennung von Jason Miller) in Erfüllung gehen. "Unser Etat ist ausgeschöpft, wir können uns keinen weiteren Spieler leisten", winkt Starting-five-Geschäftsführer Marc Franz ab. Der Höhenflug der BG 74 in der Bundesliga sorgt jetzt auch international für Furore. So wird in der spanischen Fachpresse ausführlich über die "Basketball-Revolution" in Göttingen berichtet.

 

Basketball-Fans können sich aus mehreren Quellen über das BG-Spiel in Bamberg informieren. Im Tageblatt-Liveticker gibt es unter www.goettinger-tageblatt.de oder http://ticker.gt-extra.de. Fotos, Hintergründe und Analysen. Die Liveübertragung von BBL-TV im Internet ist auch auf Großleinwand in Monroe`s Park (Hospitalstr. 29) zu sehen, und N 3 zeigt Sonntag ab 22.45 Uhr eine Zusammenfassung.

 

Von Michael Geisendorf

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