Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Bamberg geht im Höllentempo die Puste aus

MEG gewinnt erstes Playoff-Spiel Bamberg geht im Höllentempo die Puste aus

Mit der wohl besten ersten Halbzeit der Saison legte Basketball-Erstligist MEG Göttingen den Grundstein für den souveränen 84:76 (55:42, 43:28, 17:12)-Sieg im ersten Playoff-Spiel gegen die Brose Baskets Bamberg. Die Veilchen-Fans in der ausverkauften Lokhalle feierten ihr Team, waren aber empört, dass die Spieler nach der Partie sofort in die Kabine verschwanden.

Voriger Artikel
Abwehr-Maschinerie läuft wieder reibungslos
Nächster Artikel
Veilchen gehen in Jako-Arena wieder leer aus

Der Veilchen-Express rollte: Laufduell zwischen Rocky Trice (am Ball) und John Goldsberry. 

Quelle: Theodoro da Silva

 Von der ersten Sekunde an liefen die MEG-Spieler auf Hochtouren und setzten den Gegner mit ihrer gefürchteten Ganzfeldpresse unter Druck. Bis zum 8:9 (4.) hielt allein Predrag Suput, mit 24 Punkten Topscorer der Partie, die Gäste im Spiel, dann überrollte der Veilchen-Express die immer kopfloser agierenden Bamberger – meist nach Steals und Fastbreaks – mit einer 21:3-Serie zum 32:12 (14.). Beinahe hilflos wirkte der zweifache Deutsche Meister gegen das Powerplay und das Irrsinnstempo der Göttinger. 

Für den negativen Höhepunkt in dieser Phase sorgte Bambergs Trainer Chris Fleming, als er nach einem Offensiv-Foul gegen seine Mannschaft wutschnaubend aufs Parkett lief und die Schiedsrichter beschimpfte, wofür er prompt ein technisches Foul kassierte. Seine Spieler schien die Aktion ihres Coaches aber wachzurütteln. Bis auf 35:22 (17.) kamen die Gäste heran, dann fingen sich die Veilchen wieder und gingen mit einem beruhigenden Vorsprung in die Pause.

Noch weiter schmolz der Göttinger Vorsprung zu Beginn des dritten Viertels, als MEG Probleme mit der Bamberger Zonendeckung hatte, selten unter den gegnerischen  Korb kam und von außen so gut wie nichts traf. Den Bann brach John Little mit dem zweiten Dreier der Veilchen (bei 15 Versuchen bis Anfang des vierten Viertels). Jetzt drehten Chris Oliver, Rocky Trice, Ben Jacobson und vor allem Clif Brown, der seinen Namensvetter und direkten Gegenspieler Elton Brown in allen Belangen ausstach,  noch mal richtig auf. Trotz vehementer Gegenwehr von Suput und Spielmacher Goldsberry, der zwölf seiner 18 Punkte in den letzten zwei Minuten erzielte, hielten die Hausherren einen beruhigenden Vorsprung und gerieten nie in Gefahr, die Partie noch zu verlieren.

„Zu sehr feiern wäre respektlos“

Nach dem Spiel gab sich Fleming kämpferisch: „Wir lassen uns nicht unterkriegen. Ich denke, trotz der schlechten ersten Halbzeit wird es eine gute Serie.“ MEG-Coach John Patrick dämpfte die Euphorie ein wenig: „Beide Teams werden die Schwächephasen analysieren. Wir müssen vor allem besser gegen Suput verteidigen. Es war das erste Playoff-Spiel. Wir haben nur einen Sieg. Es ist ein bisschen respektlos dem Gegner gegenüber, wenn man dann tobt und springt. Jede andere Mannschaft würde jetzt auch noch nicht feiern“, begründete er, warum das Ritual mit den Fans ausfiel – ebenso wie das geplante Tageblatt-Video.

Von Michael Geisendorf

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus BG Göttingen

Wer auf die Live-Atmosphäre bei den Bundesligapartien der BG Göttingen verzichten muss, hat trotzdem die Möglichkeit einen Blick in das aktuelle Spieltagsheft zu werfen. Schon vor Öffnung der Halle ist es auch online als E-Paper zu lesen. mehr

BG Göttingen empfängt Alba Berlin

Die BG Göttingen empfängt nach der dramatischen Heimpartie gegen den FC Bayern München erneut einen Hochkaräter: Zu Gast ist Alba Berlin, das bis auf den 64:66-Ausrutscher in der Heimpartie gegen die Eisbären Bremerhaven sämtliche Partien gewonnen hat.

BG Göttingen - Das Team 2016/17
Spielplan der BG

Teamlogos

Die Logos der Beko-Basketball-Teams aus der aktuellen Saison 2016/17.