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Veilchen fehlt die Energie

Basketball-Bundesliga Veilchen fehlt die Energie

Vier verliert. Gegen die favorisierten Telekom Baskets Bonn hat die BG Göttingen die vierte Niederlage und zweite Heimpleite in Serie in der Basketball-Bundesliga einstecken müssen. Vor 3.104 Zuschauern in der Sparkassen-Arena unterlagen die Veilchen verdient mit 83:92 (59:70, 39:44, 22:20) einem Gegner, der schlicht eine Schublade höher einzuordnen ist.

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Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. Doch auch in diesem Match zeigte die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers Charakter, ließ sich nie richtig abschütteln und sorgte dafür, dass die Ansprüche von Fans und Verantwortlichen langsam in die Höhe geschraubt werden. So sagte kein Geringerer als Geschäftsführer Frank Meinertshagen bei der aufs Spiel folgenden Gesprächsrunde des Tageblatts: "Ich ärgere mich über diese Niederlage. Andererseits freue ich mich, dass ich mich über eine Niederlage gegen einen so starken Gegner wie Bonn ärgern kann, weil sogar etwas drin war." Auch Roijakkers war keineswegs restlos zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge. "Uns hat nach drei Spielen in sieben Tagen die Energie gefehlt. Ansonsten bin ich überzeugt, dass wir gute Chancen auf den Sieg gehabt hätten", sagte der Niederländer, dem besonders die Defensivleistung sauer aufstieß.

Wenig verwunderlich, denn die Göttinger gestatteten den Rheinländern eine Wurfquote von irrwitzigen 62 Prozent. Zu Spielbeginn hatte die BG selbst noch hochprozentig getroffen, was bis Mitte des zweiten Viertels für eine Führung sorgte. Allen voran Benas Veikalas, von Jesse Sanders glänzend in Szene gesetzt, brannte gegen seinen Ex-Klub von der Dreierlinie ein Feuerwerk ab. "Es fühlte sich gut an, gegen die alte Liebe zu spielen. Daheim 92 Punkte zu kassieren, darf uns allerdings nicht passieren", erklärte der Litauer und traf damit den Nagel auf den Kopf. Denn während Bonn in der Lage war, den Gastgebern mit bissiger Defensive zuzusetzen, konnte die BG ihr Intensitätslevel nicht halten.Ein weiterer - oft unterschätzter Faktor - zu Gunsten der Baskets: Superstars sind die härteste Währung im Basketball. Und so einer ist die ultraathletische Punktemaschine Ryan Thompson in der BBL definitiv. Besonders im dritten Viertel kam der US-Guard in die Gänge wie ein Ladendetektiv, hatte auf jede gelungene Göttinger Aktion die passende Antwort, und die Gästefans sangen "Thompson's on fire" angelehnt an die nordirische Version zu Ehren von Kult-Stürmer Will Grigg.

Beeindruckend: Die BG steckte nicht eine Sekunde zurück, auch die Zuschauer standen 40 Minuten wie eine Wand hinter ihren Lieblingen. Zudem entwickelt sich das Pick&Roll mit Point-Guard-Maestro Sanders und Effektivitätsmonster Eatherton zu einer immer schärfer geschliffenen Waffe. Sanders und Eatherton - ein so starkes Duo waren bei der BG zuletzt John Patrick und sein Rollkragenpullover. Und so zog Roijakkers auch kein gänzlich mürrisches Fazit. Denn "die Energie", so der 36-Jährige, "kehrt in den nächsten Spielen zurück".

Ruoff kaum zu finanzieren

Gibt es ein Comeback von Alex Ruoff bei der BG Göttingen? Zumindest ist der US-Amerikaner wieder auf dem Markt, nachdem die MHP Riesen Ludwigsburg den Vertrag mit dem 30-Jährigen am Freitag überraschend aufgelöst haben. "Es macht keinen Sinn, einen Spieler zu behalten, der glaubt, auf der falschen Position eingesetzt zu werden", begründete Ludwigsburgs Trainer John Patrick die Trennung bei Telekombasketball.Nun trifft es sich, dass BG-Coach Johan Roijakkers auf der Suche nach einem sechsten Ausländer nach Akteuren Ausschau hält, die, wie der Niederländer beim GT-Talk sagte, "auf mehreren Positionen einsetzbar sind". Eine Beschreibung, die exakt auf den vielseitigen Ruoff zutrifft. Zudem bezeichnete Geschäftsführer Frank Meinertshagen ihn als "sehr interessanten Spieler". Allerdings ist eine Finanzierung von Ruoff, dessen Vertragswerte über eine volle Saison im sechsstelligen Bereich liegen dürften, praktisch unmöglich. Zudem betonte Roijakkers, dass er nicht auf die Verpflichtung eines weiteren Ausländers dränge: "Ich habe die Geschäftsführung nicht ausdrücklich darum gebeten. Wir lassen uns Zeit und gehen nur auf Deals ein, die kein wirtschaftliches Risiko für uns beinhalten."

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