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BG als krasser Außenseiter nach Ulm

Basketball-Bundesliga BG als krasser Außenseiter nach Ulm

Bereits am Vorabend zu Silvester geht für die BG Göttingen das Sportjahr 2016 mit einem absoluten Kracher zu Ende. Die Veilchen sind beim ungeschlagenen Basketball-Bundesliga-Spitzenreiter Ratiopharm Ulm zu Gast. Spielbeginn in der Ratiopharm-Arena ist am Freitagabend um 18 Uhr. Ulm muss wohl auf zwei tragende Säulen verzichten.

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Für die BG gab es vergangene Saison gegen Ulm nichts zu holen. Hier kommt Mathis Mönninghoff nicht an Raymar Morgan vorbei.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. Ulms Cheftrainer Thorsten Leibenath, zu dem Roijakkers noch immer ein „sehr gutes Verhältnis“ pflegt, muss wohl auf seine deutschen Top-Akteure verzichten. National-Aufbauspieler Per Günther ist fraglich, er fiel zuletzt mit Nackenproblemen aus. Definitiv fehlen wird Innenspieler Tim Ohlbrecht, der sich am Knie verletzt hat. Leibenath betont deswegen: „Da wir wissen, wie stark Göttingen ist, brauchen wir von den Fans jegliche Art der Unterstützung - besonders bei der angespannten personellen Situation.“

Was Ulm so stark macht, ist für Roijakkers der kompakte Charakter des Teams. Der BG-Cheftrainer gerät dabei beinahe ins Schwärmen: „Thorsten Leibenath hat einen exzellenten Job gemacht. Er hat das starke Team der Vorsaison noch einmal punktuell verbessert. Es gibt keine großen Egos in der Mannschaft. Thorsten schafft es, die Stars im Gefüge zu halten, selbst wenn sie mal längere Zeit auf der Bank sitzen müssen. Er ist für mich der derzeit beste Trainer in der Basketball-Bundesliga.“

Mit viel Genugtuung verfolgt Roijakkers auch die Karriere von Raymar Morgan. Der 28-jährige Power Forward ist für ihn der dominierende Spieler in der Basketball-Bundesliga. „Ray ist ein absoluter Vorbild-Profi. Es gibt keinen Spieler in der BBL, der ihn stoppen kann. Er ist der beste Spieler der Liga und bereit für die Euroleague“, betont Roijakkers.

Der Niederländer gilt als Entdecker des Top-Athleten, er hatte Morgan 2014 in die Liga geholt. Damals kämpfte sich der US-Amerikaner nach einer Verletzung wieder zurück zu alter Form. „Jetzt ist Ray topfit. Er ist eine Maschine. Aufgrund nicht optimaler Fitnesswerte hatte Ray früher des Öfteren Foulprobleme. Das ist nun nicht mehr der Fall“, sagt Roijakkers. Mit durchschnittlich 18,3 Punkten und 6,9 Rebounds - und das in nur rund 24 Minuten Spielzeit - legt das Ex-Veilchen beeindruckende Statistikwerte hin.

Morgan selbst spricht davon, dass er den besten Basketball seines Lebens spielt. Mit Blick auf die Verletzung von Ohlbrecht unterstreicht er: „Augustine, Da’Sean und ich kennen diese Situation, wir waren auch letztes Jahr in den Playoffs nur zu dritt unter dem Korb und oft kleiner als der Gegner. Wir werden versuchen, unsere größte Stärke auszuspielen: die Beweglichkeit.“

Dabei ist Ulm sehr selten abhängig von individuellen Topleistungen. Gleich fünf Leibenath-Akteure punkten im Schnitt zweistellig: Chris Babb (13,9), Ohlbrecht (12,4), Günther (11,8), Da’Sean Butler (10,4) und Augustine Rubit (10,1). Da wundert es nicht, dass der Spitzenreiter auch in Bezug auf Offensivpower spitze ist: 91,6 Punkte erzielen die Ulmer im Schnitt und lassen es bei ihren Spektakeln mächtig krachen.

Situation bei den Veilchen

Die BG ist bereits am Donnerstagnachmittag nach Ulm gereist. Zuvor stand gegen Mittag die obligatorische abschließende Video-Einheit an, danach gab es ein kurzes Abschlusstraining. Vor Ort in Ulm werden die Veilchen am Freitagmorgen die Chance auf eine Einheit in der Ratiopharm-Arena nutzen. Noch zu früh kommt die Partie beim Spitzenreiter für Leon Williams. Der niederländische Aufbauspieler benötigt nach seiner Bauchmuskelverletzung noch ein wenig mehr Zeit.

Fraglich ist der Einsatz von BG-Kapitän Dominik Spohr. Der Power Forward war vergangenen Sonnabend umgeknickt und musste wegen Sprunggelenksproblemen in Würzburg pausieren. „Wir hatten eine gute Trainingswoche. Wir haben unsere Fehler des Würzburgsspiels analysiert. Ich bin beeindruckt, wie die Mannschaft an sich arbeitet. Uns hat am Montag zu Beginn die Intensität gefehlt. Doch wir haben nun mal junge Spieler, die sich erst auf diesem Niveau etablieren möchten. Sie werden das lernen“, betont Roijakkers. Ein besonderes Duell ist das Match in Ulm für BG-Star Alex Ruoff. Er trifft auf seinen College-Kumpel Da‘Sean Butler. Beide spielten gemeinsam für die Mountaineers der West Virginia University.

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