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El-Amin lässt BG Göttingen im Abstiegskrimi jubeln

Veilchen gelingt Big Point El-Amin lässt BG Göttingen im Abstiegskrimi jubeln

„Ich habe kurzfristig beschlossen, es zu versuchen. Es geht mir dank der intensiven Physiotherapie beim Rehazentrum Rainer Junge deutlich besser. Ich bin zwar immer noch nicht komplett schmerzfrei, aber sehr dankbar“, sagte BG-Matchwinner Khalid El-Amin und fügte an: „Ich hab mich ein wenig schuldig gefühlt, denn ich konnte dem Team zwei Wochen lang nicht helfen. Ich war sehr motiviert.“

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Khalid El-Amin führt seine Veilchen als Überraschungs-Joker zum wichtigen Sieg in Tübingen.

Quelle: Ulmer

Tübingen. Die „Wunderheilung“ wie die Tübinger nach dem Abstiegskrimi gegen die Göttinger ätzten, war der entscheidende Faktor zum 83:72 (62:53, 44:32, 25:20)-Triumph in der Ferne – der vierte Auswärtssieg der Veilchen in dieser Saison.
El-Amins Extra-Klasse bekamen die Tübinger von Beginn an zu spüren.

Mit ihrer unkonventionellen Ball-Raum-Verteidigung und der phasenweise gespielten Ganzfeld-Presse versuchten sie, die BG aus dem Rhythmus zu bringen. Doch mit seiner immensen internationalen Erfahrung fand El-Amin immer wieder die Lücken. Meist genügte ein einfacher Ball-Screen – so werden im Basketball Blocks für ballführende Spieler genannt – und der 35-Jährige hatte den nötigen Raum, um selbst zu punkten oder seine Mitspieler in Szene zu setzen.

Dennoch war es kein schönes Spiel, das die beiden gegen den Abstieg spielenden Teams den 2920 Zuschauern in der Paul-Horn-Arena boten. Aber vielleicht schmeckt der Sieg bei einem unmittelbaren Konkurrenten gerade deswegen besonders süß, weil die Veilchen als Kollektiv nicht ihren besten Tag erwischten und dennoch auswärts wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg sammeln konnten.

Das Duell lebte von seiner Spannung, nicht von spektakulären Aktionen oder basketballerischer Raffinesse. Und wenn Branislav Ratkovica oder El-Amin das Publikum mal zum Staunen brachten, so folgte kurz darauf wegen einem der mehr als 40 (!) Ballverluste heftiges und die Gefahr eines Schleudertraumas auslösendes Kopfschütteln. Ratkovica legte mit elf Korbvorlagen zum dritten Mal in dieser Spielzeit einen zweistelligen Assist-Wert hin – das ist Liga-Spitze.

Frech-forsches Auftreten des diebischen Aufsteigers

Dass die von den Veilchen über weite Strecken dominierte Partie im Schlussviertel noch einmal eng wurde, hatte die BG selbst zu verantworten. Trotz zwischenzeitlichem 16-Punkte-Vorsprung (50:34/24.) kämpften sich die Tigers mehrmals wieder heran, schafften es aber nicht, in Führung zu gehen. Beinahe gekippt wäre das Match beim 69:71 (36.). „Wir haben uns da selbst ins Knie geschossen. Doch wir sind ruhig geblieben und haben wieder die richtigen Entscheidungen getroffen“, resümierte Roijakkers. Allen voran die Führungsspieler El-Amin und David Godbold.

Das frech-forsche Auftreten des diebischen Aufsteigers bringt nun Tigers-Headcoach Igor Perovic in arge Bedrängnis. Das für seine kritischen Fans bekannte Tübinger Publikum quittierte die Heim-Pleite gegen den scheinbaren Außenseiter mit einem gellenden Pfeifkonzert und offenen Anfeindungen an den Trainer. Dabei scheint sich Geschichte zu wiederholen. Nach der 73:82-Niederlage vor sieben Jahren forderten die Fans auf einem Plakat: Christkind schenk uns einen neuen Coach. Sozusagen als Version 2.0 gibt es nun eine gleichnamige Facebook-Gruppe.

Überschwänglicher Jubel herrschte hingegen bei den knapp 20 mitgereisten BG-Fans, die angestimmt von Christian Zigenhorn die obligatorische Humba feierten. „Jetzt haben wir zwei Wochen Zeit, um uns auf Hagen vorzubereiten. Die Trainingsmöglichkeiten kommen uns sehr gelegen“, blickte Roijakkers schon auf das Duell am 14. Dezember.

Fotos vom Spiel gegen Tübingen. © Ulmer

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Kopfnoten für BG-Profis
Mark Bambey

Mark Bambey

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Liebe Leserinnen und Leser, das Sport-Ressort des Göttinger Tageblattes präsentiert Ihnen etwas Neues. Kompakt und übersichtlich beurteilen wir die Leistung der BG-Profis. Die Kopfnoten sind fortan ein fester Bestandteil der Erstliga-Berichterstattung. Sie sollen Spaß machen und zur Diskussion anregen. Ihr Feedback ist ausdrücklich erwünscht. Passt etwas nicht? Kommt David Godbold zu gut weg, oder war Dominik Bahiense de Mello doch stärker? Dann schreiben Sie uns.

Viel Spaß mit diesem neuen, erweiterten Angebot des Göttinger Tageblattes wünscht Ihnen,

Mark Bambey
Ressortleiter Sport

   
#42 El-Amin

Matchwinner. Stark nach Ball-Screens. Für ne 1 zu viele TOs.

NOTE: 2,0

   
#15 Godbold

Schlüsselspieler. Starke Defense auf verschiedenen Positionen.

NOTE : 2,5

   
#8 Morgan

Gute Verteidigung, enorm präsent. Verlegte aber einfache Korbleger.

NOTE : 2,5

   
#21 Kamp

Unnötige Fouls verhindern, dass es ein gutes Spiel für ihn war.

NOTE : 3,5

   
#7 Ruoff

Besser als die Statistik zeigt. Gute Defense, kann offensiv mehr. 

NOTE: 3,5

   
#5 Kulawick

Kam und lieferte. Selbstbewusst. Wichtiger Dreier zum 60:53.

NOTE : 2,0

   
#24 Njei

Solide Defense. Wirkte im Angriff ein wenig unentschlossen.

NOTE : 4,0

   
#54 Boykin

In der Defense verbessert. Gewohnt sichere Option im Angriff.

NOTE : 3,0

   
#20 De Mello

Nicht sein Spiel. Zwei sehr ärgerliche Ballverluste.

NOTE : 5,0

   
#9 Spohr

Fand seine Intensität nicht. Im Angriff wollte er den Erfolg erzwingen.

NOTE : 4,5

   
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