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Erschrocken über Wut der Fans

Basketball-Bundesliga Erschrocken über Wut der Fans

Die Euphorie der Veilchen-Fans nach dem überzeugenden 84:76-Heimsieg über die Brose Baskets Bamberg im ersten Spiel der Playoff-Serie in der Basketball-Bundesliga schlug unmittelbar nach der Partie bei vielen in Wut und Enttäuschung um, weil sich die Mannschaft nach ihrem Geschmack nicht in gebührender Weise für die Unterstüzung bedankt hatte, sondern umgehend in die Kabine verschwand (Tageblatt berichtete). 

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Sprung ins Leere: Der Bamberger Demond Greene (l.) kommt zu spät, um Ben Jacobsons Korbleger zu verhindern.

Quelle: CR

Die Reaktionen der Anhänger - seitenweise auf der Fan-Homepage dokumentiert - reichten vom Vorwurf der Arroganz (gegen Trainer und Management) über die Beschreibung "Fan-Overkill" bis zu Forderungen nach Protestaktionen und Streik.

Einen Tag später mühten sich der sichtlich erschrockene John Patrick und MEG-Pressesprecher Björn-Lars Blank um Schadensbegrenzung, sprachen von einem "großen Missverständnis". Es sei in der Bundesliga nicht üblich, nach einem Sieg in den Playoffs so überschwänglich zu feiern, "als wären wir schon durch", so der Coach. Das gebiete auch der Respekt vor dem Gegner, der über die Niederlage hinaus nicht zusätzlich gedemütigt werden dürfe.

Niemann: Sache ist erledigt"

Allerdings habe er nichts gegen eine Ehrenrunde, um sich bei den Fans zu bedanken. Er habe die Spieler sogar auf die Runde geschickt, doch einige Akteure hätten das wegen der Lautstärke und Hektik wohl falsch verstanden und Mitspieler zurückgeholt, die auf die Ehrenrunde gehen wollten. Er selbst habe davon nichts mitgekriegt, da er BBL-TV ein Interview habe geben müsssen. "Aber wir möchten uns nicht rausreden, sondern uns offen und ehrlich bei allen Fans für dieses unglückliche Ende entschuldigen", erklärte Patrick.

Auch Hartmut Niemann, Vorsitzender des Fanclubs Veilchen-Power, war vom Verhalten der Spieler sehr befremdet. "In einem Sport wie Basketball, wo alles haarklein festgelegt ist, kann es ja wohl nicht sein, dass alles zusammenbricht, nur weil der Coach mal sieben Minuten keine Zeit hat. Doch John hat den Fehler eingesehen und sich entschuldigt, und damit ist für mich alles klar. Die Sache sollte erledigt sein", so Niemann.

Schade sei, dass wegen eines solchen Fauxpas nicht mehr das grandiose Spiel im Vordergrund steht und dass viele Fans wohl so verärgert gewesen seien, dass nach der Partie kaum Karten für Fanbus und Partie in Bamberg am nächsten Donnerstag geodert worden seien. "Ich hoffe, dass die Fans verzeihen und das Team in Bamberg unterstützen", appelliert Niemann. Anmeldungen sind nur noch heute per E-Mail (fanclub@veilchen-power.de) möglich.

Von Michael Geisendorf

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