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Juroren würdigen Rocky Trice' Flugkünste nicht

BBL-Allstar-Day Juroren würdigen Rocky Trice' Flugkünste nicht

Die Hoffnung, Deutscher Dunking-Meister zu werden, hat sich für Rocky Trice nicht erfüllt. Beim Allstar-Day der Basketball-Bundesliga in Mannheim musste sich der sprunggewaltige BG-Akteur mit Rang vier begnügen. Im Allstar-Game, das der Norden 98:97 gegen den Süden gewann, kam Veilchen-Kapitän Kyle Bailey in 16 Minuten Einsatzzeit auf zwei Punkte und zwei Rebounds.

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Keine Flugangst: Rocky Trice begeisterte das  Publikum in der SAP-Arena.

Quelle: Pförtner

Ganz verbergen konnte Trice seine Enttäuschung nach dem Wettkampf in der Mannheimer SAP-Arena nicht, trottete mit hängendem Kopf kommentarlos in die Kabine. Der letzte der drei Versuche des Halbfinales - ein optimal getimter und sicher vollendeter Dunk mit voller Körperdrehung im Anflug auf den Korb - hatte den 24-jährigen, schmächtigen Amerikaner zu einem heißen Titelanwärter gemacht. Die Zuschauer waren hellauf begeistert, und die dreiköpfige Jury um den Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft, Volker Sticks, honorierte Flug und punktgenaue Landung mit der Höchstnote von dreimal zehn Zählern und Platz drei unter den acht Konkurrenten.

 

Doch das Finale der besten Sechs stand unter keinem guten Stern. Nach zwei soliden, aber nicht übermäßig spektakulären Versuchen, die die Juroren - Bundestrainer Dirk Bauermann, U-20-Nationaltrainer Henrik Rödl, Stefan Schey von BBL-Sponsor Spalding und Darius Hall (Spieler Artland Dragons) - mit acht bis neun Punkten bewerteten, hatte sich Trice für den letzten Durchgang etwas Besonderes einfallen lassen. Eine von Hobbyfußballer Kyle Bailey geschossene Vorlage wollte er im Sprung aufnehmen und durchs Netz donnern.

 

Doch Allstar-Spieler Bailey musste passen, weil Nordauswahl-Trainer Luka Pavicevic ihn zu einer Teamsitzung abberief. Trice disponierte zwangsläufig um, brauchte in der zur Verfügung stehenden Minute vier Anläufe, ehe der Versuch gelang, der ihm viermal acht Punkte und damit bei einer Gesamtnote von 70 Punkten den vierten Platz einbrachte. "Ich finde, die Juroren haben Rockys Leistung im Vergleich mit den anderen Konkurrenten nicht gerecht bewertet", kritisierte Bailey, der den Wettbewerb auf dem Bildschirm verfolgte.

 

Der neue Titelträger Keith Simmons von den Skyliners Frankfurt (im Halbfinale noch Vierter hinter Trice) verzichtete weitgehend auf Risiko und wurde für seine Sicherheits-Vorstellungen mit 79 Punkten belohnt. Zweiter wurde der Kölner Robert Turner (78) vor Stefan Groothoff vom Oldenburger TB (75), dem die Richter deutlich einen Amateur-Bonus zubilligten. Verlierer des Abends war der Bamberger Jared Newson. der Deutsche Meister von 2007 und Erster nach dem Halbfinale, versiebte seinen letzten Versuch total und wurde Letzter.

 

Bailey schont sich für Trier

 

Beim Vergleich der besten Bundesliga-Akteure aus dem Norden und Süden, von 7771 Zuschauern in der nicht einmal zu zwei Dritteln gefüllten SAP-Arena verfolgt, wurde Bailey zu Beginn des zweiten Viertels erstmals eingewechselt. Insgesamt stand er 16:47 Minuten auf dem Parkett (die fünftlängste Einsatzzeit im Nordteam), erzielte seine beiden einzigen Punkte in der 36. Minute zur 92:90-Führung und verbuchte überdies zwei Rebounds, einen Assist und einen Steal. Die Partie entschied der Norden hauchdünn mit 98:97 (83:72, 57:53, 27:28) für sich. Zum wertvollsten Spieler (MVP) der Begegnung kürten die Fans per SMS-Voting Darren Fenn von den Artland Dragons, der 13 Punkte und acht Rebounds zum 16. Erfolg des Nordens im 18. Vergleich beisteuerte.

 

Trotz seiner mageren Ausbeute war Kyle Bailey, der im Hinblick auf die Bundesliga-Partie der Veilchen am Donnerstag in Trier (20.15 Uhr) schon gestern wieder mit der BG-Mannschaft zwei Trainingseinheiten absolviert hat, mit seinem Auftritt in Mannheim zufrieden. "Drei Tage nach dem Spiel gegen Paderborn und fünf Tage vor dem Spiel in Trier bin ich nicht volle Pulle und volles Risiko gegangen, sondern habe mich ein bisschen geschont. Das Wichtigste für mich war, dass ich mich nicht verletze", erläuterte der Göttinger Kapitän. Seine vier Turnover erklärte der Spielmacher damit, "dass ich noch nie mit den Leuten zusammengespielt habe und ihre Laufwege nicht kenne. Da kommt es öfter zu Missverständnissen und Fehlpässen."

 

Toll, sich mit Besten zu messen

 

Genossen habe er das Allstar-Day-Spektakel aber in vollen Zügen. "Es war toll, die Atmosphäre und die Begeisterung der Fans zu erleben, alte Bekannte wieder zu treffen und mit den besten Spielern der Bundesliga auf dem Parkett zu stehen", schwärmte Bailey vom ersten Allstar-Game-Einsatz.

 

Allstar-Day kompakt

 

Dunking-Meisterschaft

 

1. Keith Simmons (Frankfurt Skyliners) 79 Punkte; 2. Robert Turner (Köln99ers) 78; 3. Stefan Groothoff (Oldenburger TB) 75; 4. Rocky Trice ( BG 74 ) 70.

 

BBL-Allstar-Game

 

Team Süd - Team Nord 97:98 (72:83, 53:57, 28:27). - Beste Süd: Ohlbrecht (18), Frazier (17), Bowman (17), Gibbs (11). - Nord: Paulding (14), Drevo (13), Brant Bailey (13), Fenn (13), Julius Jenkins (10), McElroy (10).

 

Dreipunkte Meisterschaft

 

1. Osvaldo Jeanty (Nördlingen) 17 Punkte; 2. Marvin Changcoco (Giants Bonn) 15; 3. Nico Andritsos (Darmstadt) 11.

 

NBBL-Allstar-Game

 

Team Süd - Team Nord 50:52 (33:31, 15:16, 8:7).

Von Michael Geisendorf

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