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Kein Typ, der gerne umzieht

Basketball-Bundesliga: Ex-Nationalspieler Andrej Mangold glaubt an den Erfolg mit der BG Kein Typ, der gerne umzieht

Andrej Mangold ist in Göttingen angekommen. Das ließ er nicht nur seine fast 4000 Facebook-Freunde wissen. Im System von Headcoach Johan Roijakkers soll der 29-Jährige bei Basketball-Erstligist BG Göttingen der neue deutsche Defensiv-Terrier sein.

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Auf den Erfolg fokussiert: Andrej Mangold will mit der BG Göttingen die Liga halten.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Der Ex-Nationalspieler blickt gespannt auf den Trainingsauftakt am Sonnabend und attestiert Roijakkers starke Transfers. Als Gegenspieler ungefähr so beliebt wie die Wespe beim Erdbeer-Torte-Essen, kommt der gebürtige Burgdorfer abseits des Parketts absolut entspannt, offen und auskunftsfreudig rüber.

Mangold ist ein Typ, der Basketball lebt – inklusive eines ausgeprägten Ticks für exklusive Basketball-Sneaker. Aber auch die Zeit nach der aktiven Karriere hat der gelernte Versicherungskaufmann vor Augen. Er ist am jungen Start-up-Unternehmen „Das Kaugummi“ beteiligt, sein Fokus gilt aber „zu hundert Prozent dem Basketball“.

Mit seiner Freundin Pauline, die Inhaberin einer Model-Agentur ist, hat er sein Apartment in Göttingen bezogen. Da die gemeinsame Wohnung in Bonn wesentlich größer war, standen zuletzt Flohmarkt-Termine an, um sich von einigen Sachen zu trennen. Es stehe noch immer einiges in der neuen Wohnung herum und warte darauf, „dass wir den richtigen Platz finden“, verrät Mangold. „Ich werde nicht immer hier sein, denn meine Agentur braucht mich auch vor Ort in Düsseldorf. Das Pendeln sind wir gewöhnt. Ob nun 100 Kilometer oder jetzt 300, das macht nichts“, sagt Pauline.

Dass Göttingen für Mangold ein unerwarteter Neustart ist, verheimlicht er nicht: „Dass Bonn nach fünf Jahren wirklich guter Zusammenarbeit so eiskalt die Reißleine zieht, hat mich schon geschockt. Es hat mir noch einmal gezeigt, dass du im Profi-Basketball letztlich doch nur ein Typ bist, der irgendeine Nummer auf dem Trikot trägt“, sagt Mangold. Nach fünf Jahren Baskets-Zugehörigkeit war die ehemalige Bundeshauptstadt für Mangold eine zweite Heimat geworden.

Der vom TK Hannover stammende 29-Jährige hat seine Liebe zum orange-farbenen Leder durch seine Mutter Monika entdeckt, die selbst hochklassig spielte. Mit fünf Jahren warf Mangold seine ersten Körbe. Als junger Mann führte ihn der Weg mit Stationen in Oldenburg, München und Quakenbrück zu einigen Basketball-Projekten.

Göttingen als neue Herausforderung

Der Durchbruch in der 1. Liga gelang dem 1,90 Meter großen Combo Guard aber erst in Bonn. Headcoach Mike Koch fand für ihn einen festen Platz in seiner Rotation.2014 folgte mit 27 Jahren die Berufung in die A-Nationalmannschaft. Er schaffte den Sprung in den EM-Kader allerdings nicht. „Göttingen soll für mich eine neue Herausforderung sein. Ich kann mich sportlich neu ausprobieren“, sagt Mangold.

Die Fans dürfen sich auf einen engagierten Defensivspezialisten freuen, der mit Tempo die gegnerische Defensive attackieren kann. „Ich liebe das schnelle Spiel. Du brauchst einfach ein paar einfache Punkte, um in der BBL Spiele zu gewinnen“, betont Mangold. Er selbst sei gelernter Spielmacher, rückte in der 1. Liga aber eher auf die Position des Shooting Guards. „Ich bin variabel, dürfte also recht gut in das System von Johan Roijakkers passen. Das Team ist gut zusammengestellt. Wenn wir es schaffen, hart zu spielen, dann glaube ich an eine gute Saison“, sagt Mangold.

Und dann? „Das kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich bin aber kein Typ, der gerne umzieht.“ Göttingen könne für ihn nach neun Monaten beendet sein, aber auch erst nach fünf Jahren. Dann soll Schluss sein mit Profi-Basketball.

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