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Kleine Katastrophen lassen Leunig kalt

Der Spieltagsmanager der BG Göttingen Kleine Katastrophen lassen Leunig kalt

Die Fans des Basketball-Bundesligisten BG Göttingen erhalten ein vorweihnachtliches Geschenk. Denn zwei Heimspiele der Veilchen werden in der Lokhalle ausgetragen. Nils Leunig, der Spieltagsmanager der BG, ist mitverantwortlich dafür, dass der Umzug ins ehemalige Bahnausbesserungswerk rund läuft.

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BG-Spieltagsmanager Nils Leunig präpariert das Parkett in der Lokhalle.

Quelle: Wenzel

Göttingen. „Wir wollen den Fans in der Lokhalle die Atmosphäre von früher bieten. Es geht um das Image“, betont Leunig, der seit eineinhalb Spielzeiten für die BG tätig ist. Der 26-Jährige hat lebhafte Erinnerungen an die „Lokhölle“: Zu einer Zeit, als John Patrick noch BG-Trainer war, verfolgte er als Zuschauer in der altehrwürdigen Halle unter anderem den Euro-Challenge-Sieg.

„Der Aufbau in der Lokhalle gestaltet sich deutlich schwieriger, weil der Boden im Gegensatz zur Sparkassen-Arena uneben ist. Wir müssen deshalb viele Stellen unterfüttern“, erklärt Leunig. Korbanlagen, LED-Banden und das Holzparkett – das alles muss transportiert werden. „Zweieinhalb Ladungen mit einem 40-Tonner“, so Leunig.

Der gebürtige Göttinger packt selbst tatkräftig mit an und ist unmittelbar vor den Heimspieltagen bis zu 15 Stunden täglich gefordert. „So einen Job kann man natürlich nur mit Leidenschaft machen“, betont er. Wie sehr der Sport ihm am Herzen liegt, beweist die Tatsache, dass er neben seinem Fulltime-Job bei der BG die A-Junioren des 1. SC 05 in der Fußball-Niedersachsenliga coacht.

„Wenn wir mit der BG ein Heimspiel haben, muss die A-Jugend natürlich zurückstecken“, sagt Leunig, der es „einfach genial“ findet, im Sport tätig zu sein. Studiert hat der Mittzwanziger, der vor seinem Einsatz für die BG beim ASC 46 tätig war, BWL.

Die bislang größten Herausforderungen seiner lila-weißen Vita waren einerseits der Bruch einer Korbanlage einen Tag vor einem Heimspiel. Andererseits ein Kurzschluss, der eine halbe Minute vor Spielende die Elektronik lahmlegte. „Mich bringt so schnell nichts aus der Ruhe – aber in solchen Situationen schnellt der Puls natürlich hoch“, verdeutlicht Leunig. Wichtig sei, „nicht panisch zu werden und schnell wieder in den Modus zu kommen, in dem man klar denken kann.“

Abschalten kann Leunig während des Spiels nicht, zumal er neben der Koordination des Spieltages – etwa in puncto Aufbauarbeiten, Kampfgericht oder Reinigung – als Hallensprecher im Einsatz ist. Weiterhin ist Leunig für das Ticketing zuständig und rechnet in der Lokhalle mit vollem Haus. Für das Spiel gegen Jena etwa gebe es nur noch rund 80 Karten.

Ob die BG auch zukünftig Spiele in der Lokhalle austragen wird, ist noch nicht geklärt. Klar ist jedoch, dass es gegen Science City Jena (17. Dezember) und gegen die Walter Tigers Tübingen (20. Dezember) auch um Wiedergutmachung geht: In der vergangenen Saison verlor die BG alle fünf Spiele in der Lokhalle. Und nur mit Punkten wird das vorweihnachtliche Geschenk für die Fans natürlich so richtig perfekt .

Von Timo Holloway

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