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Kulawick verlässt die BG Göttingen

Veilchen Kulawick verlässt die BG Göttingen

Die BG Göttingen verliert eine ihrer wesentlichen Identifikationsfiguren: Robert „Kulle“ Kulawick macht Schluss. Nach 299 Partien in der Basketball-Bundesliga hängt der 30-Jährige die Schuhe an den Nagel. Hausmann wird der Euro-Challenge-Sieger 2010 und junge  Hausbesitzer aber nur in Teilzeit sein.

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Publikumsliebling Robert Kulawick verlässt die Veilchen. Er will mehr Zeit mit seiner Familie im neuen Häuschen in Berlin verbringen.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Kulawick verabschiedet sich als BG-Retter. Mit einem seiner besten Spiele in seiner Profi-Karriere hatte der Shooting Guard am letzten BBL-Spieltag fast im Alleingang für den Ligaverbleib der Veilchen gesorgt. Gegen die s.Oliver Baskets Würzburg verteidigte der gebürtige Berliner nicht nur einmal mehr auf Top-Niveau, er markierte auch 20 Punkte – „Coolawick“ versenkte sechs Drei-Punkt-Würfe.

„Das ist natürlich der perfekte Abschied. Ich habe aber sehr mit mir gerungen, die Entscheidung fiel mir enorm schwer. Am Mittwoch habe ich dann abgesagt“, erzählt Kulawick. Aufwand und Ertrag stünden in keinem Verhältnis, denn Kulle  ist mit Ehefrau Diana und der gemeinsamen Tochter Felice Sophia jüngst in das im Frühjahr gekaufte Haus nach Berlin gezogen. „Fernbeziehung und dann das Pendeln wären eine große Belastung. Die finanziellen Mittel der BG sind wirklich sehr begrenzt, sie konnte mir kaum entgegenkommen. Meine Familie hat jetzt Vorrang. Ich bin jetzt Hausmann“, sagt Kulawick schmunzelnd.

Profi-Basketball werde er vorerst nicht spielen. „Ich habe alle Anfragen abgelehnt. Vielleicht spiele ich ein wenig Pro B oder Regionalliga. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass ich vielleicht irgendwo für drei oder vier Monate als Feuerwehrmann einspringen würde“, sagt Kulle.

Headcoach Johan Roijakkers bezeichnet Kulawicks Entscheidung als den größten Verlust für die Veilchen. „Er war das Herz und die Seele unseres Teams, hat immer alles im Training und Spiel gegeben und kam zu jedem Training mit einem Lachen im Gesicht“, so Roijakkers weiter.  Es waren aber auch seine menschlichen Qualitäten abseits des Spielfeldes, die ihn bei jungen und älteren Fans zum absoluten Publikumsliebling machten. Stets offen und freundlich nahm er sich immer Zeit für seine Zuschauer.  

In Göttingen wird man Kulle so bald nicht sehen. „Ich hatte wunderschöne Jahre hier und bin zum Glück nie abgestiegen. Wir konzentrieren uns jetzt voll auf Berlin, wollen ankommen. Uns verbindet natürlich sehr viel mit Göttingen, wir haben hier viele Freunde. Deswegen wird man mich hier definitiv immer mal wieder sehen. Jetzt stehen aber natürlich erst mal Besuche bei uns in Berlin an, wir wollen ja auch gern unser Häuschen zeigen“, sagt Kulawick zum Abschied.

Göttingen war eine geile Zeit

Robert Kulawick war in der Saison 2008/2009 vom niederländischen Club Den Helder Seals in die Leinestadt gekommen und überzeugte schnell durch seine Wurf- und Abwehrstärke. 2010 erlebte er mit den Veilchen in der Lokhalle den Gewinn der Euro-Challenge und damit seinen Karrierehöhepunkt. 2011 wechselte er dann zum Ligakonkurrenten nach Braunschweig, was seiner Beliebtheit unter den BG-Fans jedoch keinen Abbruch tat.

Seine Wiederverpflichtung 2014 löste enorme Begeisterung aus, die Veilchen-Fans überschlugen sich in sozialen Netzwerken beinahe vor Freude. Als Abschiedsbild hat sich ein zu Tränen gerührter Kulawick ins Gedächtnis gebrannt, der mit Team und Fans den Last-Minute-Klassenverbleib zelebriert. Zu seinem Abschied sagt Kulawick: „Göttingen war eine geile Zeit, die mir niemand nehmen kann. Das Spiel gegen Würzburg war der perfekte Schlusspunkt.“

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