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Leon Williams spielt sich in den Fokus

BG Göttingen Leon Williams spielt sich in den Fokus

Für Leon Williams fühlt sich seit Ende September fast jedes Wochenende ein wenig wie Weihnachten an. Der talentierte Aufbauspieler wagte den Sprung aus der niederländischen Ehrendivision in die Basketball-Bundesliga.

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Quelle: r

Göttingen. Bei der BG Göttingen hat er sich einen festen Platz in der Rotation erspielt, doch das soll noch nicht der Karriere-Höhepunkt des ambitionierten 25-jährigen Niederländers sein.

„Hätte ich meinen Kumpels vor einem Jahr gesagt, passt auf, nächste Saison spiele ich gegen Bayern, Bamberg oder Alba Berlin, sie hätten mich gnadenlos ausgelacht“, sagt Williams. Doch der niederländische Nationalspieler und EM-Teilnehmer 2015 hat seinen Traum wahr gemacht und wird im System von BG-Headcoach Johan Roijakkers immer wichtiger. Besonders in der Defense. Mit seiner tiefen Verteidigungsposition und den schnellen Füßen und Händen malträtiert er die Gegner und zwingt sie zu Fehlern. Dabei ähnelt er ein wenig Top-Verteidiger Chester Frazier, der 2009/10 für die Veilchen aktiv war. „Ich habe Leons Karriere verfolgt. Er hat sich immer dem nächst höheren Level angepasst. Und das tut er auch in der Basketball-Bundesliga“, sagt Roijakkers über seinen trainingsfleißigen Landsmann.

In den Fokus hatte sich Williams 2014 bei einem Testspiel in Göttingen gespielt. Für Landstede Zwolle drehte der explosive Guard damals mächtig auf. „Ich hatte nie unter Johan Roijakkers trainiert, kannte ihn aber natürlich. Ich hoffte damals schon, dass ich ihn überzeugen und er mich später verpflichten würde“, sagt Williams. Zwei Jahre musste er sich allerdings noch gedulden. Nach Zwolle wechselte er 2015/16 zum Top-Klub Den Bosch. Auch da setzte er sich durch. Roijakkers war endgültig überzeugt und offerierte Williams einen Kontrakt.

Zum Basketball ist Williams mit sieben Jahren über Umwege gekommen. In Amersfoort aufgewachsen wollte er eigentlich Fußball spielen. „Im Klub gab es aber eine Warteliste. Also bin ich zum Basketball gegangen“, erzählt Williams. Vater Robert, ein in den Niederlanden stationierter US-Soldat, habe ihn sehr unterstützt. Ebenso Mutter Heleen. „Familie ist mir sehr wichtig, meine Eltern und meine Geschwister besuchen mich oft. So hatte ich Unterstützung bei den Spielen in Hagen, Oldenburg und auch Berlin. Mein Vater behauptet immer noch, dass er besser spielt als ich“, sagt Williams und grinst sein für ihn typisches breites Lächeln.

Ein sportliches Traum-Paar bildet Williams mit Handball-Profi-Spielerin Ana Pavkovic. „Mit Sercodak Dalfesen ist sie jetzt dreimal in Folge Niederländischer Meister geworden und sie spielt auch international“, sagt Williams. Wenn Pavkovic demnächst ihr Jurastudium in Rotterdam abgeschlossen hat, soll die „nervige Fernbeziehung“ ein Ende haben. „Es gibt gute Handball-Klubs hier in der Umgebung. Das könnte passen“, sagt Williams.

Damit unterstreicht der Niederländer, dass er seine Karriere im Ausland fortsetzen will. „Ich denke, wir können dieses Jahr überraschen“, betont Williams. Das Wort Playoffs umschifft er vorsichtig, dass dies sein Traum ist, jedoch nicht. Verwirklicht Williams sich auch noch diesen, dann fühlt sich der Mai auch für BG-Fans an wie Weihnachten.

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