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Nationalspieler trumpfen gegen die BG Göttingen groß auf

Vulkan Trinchieri und drei Deutsche im Fokus Nationalspieler trumpfen gegen die BG Göttingen groß auf

Auch wenn es für die BG Göttingen beim 75:94 in Bamberg wieder eine Niederlage setzte, das Duell hielt für die Zuschauer einiges parat. Allein die Show des Andrea Trinchieri ist das Eintrittsgeld für ein Basketballspiel der Brose Baskets wert.

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Eine Bereicherung für die Basketball-Bundesliga: Andrea Trinchieri, der extrovertierte Star-Trainer der Brose Baskets.

Quelle: dpa

Göttingen. Der italienische Star-Trainer mit dem Faible für knallbunte Brillen ist ein Virtuose am Spielfeldrand. In ruhigen Phasen liebt er es sichtlich, sein Team mit weichen, weiten Armbewegungen im Stile eines Chef-Dirigenten anzuleiten.

Andererseits ist er allerdings auch mit das Explosivste, was Italien neben dem Ätna – mit 3323 Metern Europas höchstem Vulkan – zu bieten hat. Und dass der 47-Jährige nach der 52:90-Heimpleite gegen den FC Bayern unter Druck stand, daran bestand sichtlich kein Zweifel. Heftige Eruptionen erschüttern immer wieder seinen Körper, wenn die zuvor in intensiven Analysen erarbeiteten Vorgaben nicht akribisch umgesetzt wurden.

Trinchieri windet sich und schüttelt sich an der Außenlinie bis es schließlich aus ihm herausplatzt. Wild gestikulierend und erzürnt hüpfend sind die Bewegungen Vorboten für die wenig später aus ihm herausschießenden Wortsalven.

Gegen Göttingen bot Trinchieri erneut die komplette Bandbreite seines prachtvollen Spiels der Emotionen. Im Gegensatz zum Duell in der Lokhalle, als er sich so sehr echauffierte, dass er zwei technische Fouls bekam und die Halle verlassen musste, hielt er aber die Grenzen ein.

Bemerkenswerte Leistung von Karsten Tadda

Herrlich anzusehen – so wie die spektakulären Ätna-Ausbrüche bei Dunkelheit. Beides gemein haben Ätna und Trinchieri aber, dass das imposante Schauspiel am besten aus sicherer Entfernung zu genießen ist.

Ein wenig verträglicher macht aus Göttinger Sicht die Niederlage vielleicht, dass besonders die deutschen Nationalspieler im Brose-Dress so stark auftrumpften. Bemerkenswert war die Leistung von Karsten Tadda. Der 26-jährige Defensivspezialist hatte sich erstaunlich gut auf BG-Ideengeber Khalid El-Amin eingestellt und war ein zuverlässiger Blitzableiter für dessen Geistesblitze.

Trinchieri adelte Tadda als Schlüssel zum Erfolg. Unter den Körben agierten Center Daniel Theis und Power Forward Elias Harris stark. Besonders der kurzzeitig bei den LA Lakers unter Vertrag stehende Harris legte eine fast fehlerfreie Partie hin. Theis markierte 19 Punkten, sieben Rebounds, fünf Assists und drei Blocks. Solche Leistungen bei der EM-Vorrunde im eigenen Land im Sommer, und das Jubeln fällt noch leichter.

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