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Rückschritt in Ulm

Vieles schuldig geblieben Rückschritt in Ulm

Der erhoffte Befreiungsschlag gelang nicht – erwartet durfte er nicht werden. Beim zwar bis dahin kriselnden, aber stark besetzten Top-Klub Ratiopharm Ulm unterlag die BG Göttingen mit 67:95 (49:69, 39:50, 16:29).

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Quelle: Langer / Eibner-Pressefoto

Ulm. Am 9. Spieltag der Basketball-Bundesliga blieb die BG aber auch einen Entwicklungsschritt schuldig.

Es war besonders eine enorm schwache Vorstellung der sechs Leistungsträger, die dem Tabellenvorletzten eine weitere heftige Auswärtspleite bescherte. Es ist die sechste Niederlage in Serie, bei der sogar der sonst so zuverlässige BG-Kapitän David Godbold ein Schatten seiner selbst war. Er lief in der Verteidigung oft nur hinterher, und in der Offensive fiel sogar sein Mitteldistanz-Jumper nicht. So gar nicht typisch für ihn: Mehrmals rutschte ihm nach verpatzten Aktionen das Schimpfwort „Fuck“ über die Lippen.

Einen Rückfall in längst überwunden geglaubte Zweitliga-Zeiten erlebte BG-Center Harper Kamp. Mit teilweise haarsträubenden Fouls in der gegnerischen Hälfte brachte sich der 27-Jährige früh in Foulprobleme und fand so nie seinen Rhythmus. Shane Edwards war zwar mit 16 Punkten bester BG-Scorer, doch seine Aktionen waren oft zu eigensinnig. In der Defense setzte ihn Augustine Rubit ein ums andere Mal ins Karussell und spielte ihn schwindelig.
Eine von fünf Grundregeln in Roijakkers‘ Basketball-Philosophie lautet, Karriere-Nächte des Gegners zu unterbinden. Auch das ist in der mit 6200 Zuschauern ausverkauften schmucken Ulmer Hightech-Arena nicht gelungen. Vor allem Godbold und Terrell Everett schafften es nicht, Shooting Guard Taylor Braun zu kontrollieren. Der 24-Jährige, der sonst im Schnitt auf fünf Punkte kommt, nutzte den Freiraum. Er traf vier seiner vier Dreipunktwürfe und war am Ende des Abends mit 24 Punkten Topscorer der Partie.

Selbst mit Nachwuchskräften auf dem Parkett ließ der Playoff-Halbfinalist der Vorsaison im Schlussviertel keine Ergebniskosmetik zu. Das erneut deutlich verlorene Rebound-Duell sah Roijakkers nicht als grundlegend für die Niederlage. „Wir müssen erst einmal die Fehler abstellen, die wir vorher machen, dann können wir uns um ein besseres Rebounding kümmern“, sagte Roijakkers, der von einem klaren Sieg von Ulm sprach. „Wir sind 40 Minuten dominiert worden, auch wenn wir im zweiten Viertel einen kleinen Run hatten“, resümierte Roijakkers.

Noch immer ist die Eins-gegen-eins-Verteidigung der BG auf vielen Positionen nicht ausreichend und konterkariert somit die Pläne der Teamdefense. Gegen die bisher eklatante Schwächen in der Rückwärtsbewegung – zeigenden Ulmer – der sogenannten Transition Defense – gelang den Veilchen nicht ein einziger Punkt nach einem Fastbreak. Bei all den Unzulänglichkeiten und teilweise haarsträubenden Fehlern scheint jedoch die Teamchemie zu stimmen. Als David Godbold bei einem Fastbreak gefoult wird und gut fünf Meter über den Boden rutscht, eilen alle Mitspieler ihrem Kapitän zu Hilfe und ziehen ihn zurück auf die Beine. Das war allerdings der einzige Mutmacher, den das hoffnungslos unterlegene BG-Team parat hatte.

©Langer / Eibner-Pressefoto

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