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„So spielt man Abstiegskampf“

Basketball-Bundesliga „So spielt man Abstiegskampf“

Die BG Göttingen hat endlich wieder einen Big Point im Nichtabstiegskampf der Basketball-Bundesliga gelandet. Beim bisherigen Viertletzten Eisbären Bremerhaven gewann das Team von Headcoach Johan Roijakkers vor 2950 Zuschauern nach einer phänomenalen Aufholjagd noch mit 90:81 (37:44).

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Terell Everet, hier bei einem Wurfversuch am Sonntag.

Quelle: Adelmann

Bremerhaven. Aus dem Veilchen-Kollektiv ragten Harper Kamp, Ian Hummer, Terrell Everett und David Godbold heraus.

Typisch Roijakkers: Mit Everett und Kapitän Godbold beförderte der BG-Headcoach jene Spieler in die Startformation, denen er beim Duell vor einer Woche noch den erst 19-jährigen BBL-Debütanten Johannes Menzel vor die Nase gesetzt hatte. Und die zuletzt gescholtenen BG-Leistungsträger lieferten – wenn auch zunächst ein wenig zeitverzögert. Denn die Veilchen fanden im ersten Viertel überhaupt nicht ins Spiel. In der Offensive kopflos und in der Verteidigung hilflos – so legten die Göttinger beim 13:29 einen kapitalen Fehlstart hin.

Doch was an diesem Tag in Bremerhaven zu sehen war, war endlich wieder eine Einheit und kein bunt zusammengewürfelter Haufen, der zufällig die gleichen veilchenfarbigen Trikots trägt. Auch wenn nicht alles passte, die Teamchemie war beeindruckend. Die Bankspieler unterstützten ihre Kameraden auf dem Parkett vorbildlich und es wurde enorm viel miteinander gesprochen. Im zweiten Viertel griff Roijakkers Wechsel zwischen Raum- und Mannverteidigung dann endlich, und die Gäste begannen endlich zu rebounden. Godbold verdiente sich ein Extralob, weil er den im Hinspiel noch alle überragenden Kyle Fogg weitestgehend aus dem Spiel nahm.

Die Veilchen kämpften couragiert und ließen sich auch von kleineren Rückschlägen nicht entmutigen. Die Eisbären hingegen wirkten zunehmend verunsichert, weil die BG mit ihren Verteidigungswechseln den Spielrhythmus der Gastgeber erheblich ins Stottern brachte. So waren die Göttinger beim 37:44 zur Pause wieder in Schlagdistanz.

Im dritten Viertel dann allerdings ein Schock. Dominik Spohr musste mit Oberschenkelproblemen passen, und auch Khalid El-Amin verzog nach seinem Dreier zum 52:57 (26.) schmerzverzerrt das Gesicht. Bisher wenig eingesetzt, konnte auch er nicht weiterspielen. Dennoch blieb die BG fokussiert, und Everett übernahm endgültig die Initiative. Mit dem 62:61 brachte der exzentrische US-Guard seine Veilchen erstmals in Front (29.).

Im Schlussviertel versuchte Bremerhaven mit einer Zonenverteidigung den BG-Rhythmus zu stören – vergeblich. Die Veilchen waren physisch und psychisch zu stark und ließen gegen die in ihre Einzelteile zerfallenden Bremerhavener neun Minuten lange keine Feldpunkte zu. Weil sich der ebenfalls wiedererstarke Ian Hummer und Godbold nun auch die wichtigen Defensiv-Rebounds erkämpften, konterte die BG das Anrennen der Eisbären. 55 Sekunden vor Spielende stimmten die gut 50 mitgereisten BG-Fans bei zehn Punkten Vorsprung siegessicher „So spielt man Abstiegskampf“ an. Wenig später wurde mit den Spielern die verdiente Sieges-Humba gefeiert.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir gewonnen haben, aber besonders über die Art und Weise. Diese Mannschaft braucht diese extreme Behandlung einfach manchmal, um zu produzieren. David und Terrell haben heute die richtige Antwort gegeben und bewiesen, wie wichtig sie für unsere Mannschaft sein können“, sagte Roijakkers, der betonte, dass er zu diesem riskanten Schachzug mehr oder minder gezwungen worden sei. Auch Hummer überzeugte seinen Coach mal wieder, der dafür eine einfache Erklärung hatte: „Ian spielte zuletzt zu nachdenklich, weil er keine Fehler machen will. Ich mag es aber an Ian, wenn er Fehler macht, denn nach einem Fehler bekommt man von ihm zwei super Aktionen als Ausgleich.“ Eines ist aber allen klar. „Der Kampf gegen den Abstieg geht weiter“, betont Roijakkers.

Bremerhaven – Göttingen 81:90 Ulm – Alba Berlin 78:68 Tübingen – Mitteldeutscher BC 75:76 Bonn – Bamberg 65:85 Oldenburg – Giessen 76:75 Crailsheim – Würzburg 70:81 München – Hagen 113:80 Braunschweig – Frankfurt 59:77 Ludwigsburg – Bayreuth 88:85

1. Baskets Bamberg28 2495:1930 52  2. Bayern München28 2545:2144 44  3. EWE Oldenburg28 2344:2182 44  4. Skyl. Frankfurt29 2264:1983 42  5. Riesen Ludwigsburg28 2305:2158 40  6. Alba Berlin28 2312:2058 36  7. Ratiopharm Ulm28 2304:2162 36  8. Baskets Würzburg28 2237:2306 30  9. Giessen 46ers28 2174:2205 28 10. Braunschweig28 2059:2118 24 11. Phoenix Hagen28 2338:2479 22 12. Medi Bayreuth28 2051:2260 20 13. Telekom Bonn28 2270:2429 20 14. Tigers Tübingen29 2285:2446 16 15. Mitteldeutscher BC28 2182:2388 14 16. BG Göttingen28 2117:2419 14 17. Bremerhaven28 2132:2318 14 18. Crailsheim Merlins28 2023:2452 10

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