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Sparkasse nicht mehr Sponsor der BG Göttingen

2. Basketball-Bundesliga Pro A Sparkasse nicht mehr Sponsor der BG Göttingen

Der Wiederaufbau des Göttinger Spitzenbasketballs hat einen ernsten Rückschlag erlitten. Mitten in die nach drei Siegen zum Saisonstart euphorische Stimmung bestätigt sich nun die Tendenz, dass das BG-Management mit der Sparkasse Göttingen seinen bisher größten Sponsor verliert. 

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Sportliches Top-Event künftig ohne größten regionalen Sportsponsor: Die Sparkasse ist nicht mehr BG-Sponsor.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Nach langanhaltenden intensiven Verhandlungen konnten sich beide Seiten nicht über eine Fortführung der gemeinsamen Zusammenarbeit einigen.

„Wir sind natürlich enttäuscht, denn die Sparkasse Göttingen war bisher immer einer der größten, wenn nicht sogar der größte Unterstützer des Göttinger Profibasketballs“, sagt Frank Meinertshagen. Der Geschäftsführer des BG-Zweitligalizenz-Inhabers Pro Basketball Göttingen GmbH (PBG) betont: „Es gibt keinen Plan B, den wir aus der Schublade ziehen können. Sponsoren dieser Größenordnung stehen bei uns nicht Schlange und sagen, wenn die Sparkasse Göttingen nicht kommt, dann übernehmen wir das. Profibasketball war, ist und bleibt in Göttingen kein Selbstläufer.“

Keine Einigung trotz beidseitiger Bemühungen

Die Verhandlungen mit dem BG-Management führten für die Sparkasse Michael Rappe, Direktionsleiter Vorstandsreferat und Kommunikation, und Frank Sickora, Abteilungsleiter Öffentlichkeitsarbeit und Marketing. „Als langjähriger Partner freuen wir uns, dass es Spitzenbasketball in Göttingen gibt. Es ist schade und wir bedauern es außerordentlich, dass wir trotz guter und konstruktiver Gespräche nicht zu einem Vertragsabschluss gekommen sind. Beide Seiten waren bemüht, Einigkeit zu erzielen“, sagt Rappe. Die Sparkasse bleibe mit der BG weiterhin in Kontakt. Zudem bekräftigt er, dass die Sparkasse „weiterhin der größte Sportförderer in der Region ist und das Basketball-Jugendprogramm sowie die Damen weiter sponsert“.

Details zu den gescheiterten Vertragsverhandlungen und die Begründung, woran es gelegen hat, dass beide Seiten sich nicht einigen konnten, nannten beide nicht. Rappe: „Die Annäherung hat nicht gereicht, um das Ziel der Gespräche zu erreichen.“ Sowohl BG als auch Sparkasse halten es für möglich, die Verhandlungen zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzunehmen. „Ich hätte die Sparkasse natürlich am liebsten sofort dabei, eventuell passt es noch später. Wir sind nicht im Streit auseinander gegangen“, sagt Meinertshagen. Auch Rappe signalisierte, dass die Tür nicht verschlossen ist.

Kleine Sponsoren sollen helfen

Fakt ist jedoch: Der Wegfall des lange Jahre größten Sponsors der Veilchen reißt ein nicht unerhebliches Loch in den Etatplan des BG-Managements. In den vergangenen Jahren durfte es jährlich auf eine Unterstützung von der Sparkasse Göttingen in Höhe von etwa 80 000 Euro bauen. Nach Tageblatt-Informationen ging die Sparkasse Göttingen mit dem Angebot in die Verhandlungen, die Zweitliga-Basketballer in dieser Spielzeit mit 50 000 zu unterstützen. Das in Fan-Kreisen kursierende Gerücht, dass die Sparkasse dafür Gegenleistungen einforderte, die weit über der Sponsoringsumme liegen, kommentierte weder Meinertshagen noch Rappe.

Das BG-Management hat die Hoffnung, die 50 000 Euro mit zusätzlichen kleinen Sponsoren zu akquirieren. Positiv stimmt Meinertshagen der unerwartet große Zuschauerzuspruch bei Heimspielen in der S-Arena. Die BG Göttingen kalkuliert in ihrem Etat mit 1300 Zuschauern im Schnitt. Bei den ersten beiden Auftritten in Göttingen kamen aber jeweils deutlich mehr als 2000 Veilchen-Fans in die Halle. Das sorgte nicht nur für eine absolut erstligataugliche Atmosphäre, sondern auch für Extraeinnahmen. 

Und was passiert nun mit den  50 000 Euro der Sparkasse? Ob diese nun anderweitig im regionalen Sport eingebracht, anderen Sponsoring-Partnern der Sparkasse zur Verfügung gestellt oder vorerst nicht ausgeschüttet werden, steht noch nicht fest. Rappe: „Das sind Interna. Es gibt keine konkreten Projekte.“

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