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Für Roijakkers ist die Lokhalle ein Auswärtsspiel

BG Göttingen verliert Heimspiel Für Roijakkers ist die Lokhalle ein Auswärtsspiel

Bundesliga-Spiele in der Lokhalle sind begehrt bei den Zuschauern, allerdings weniger bei den Basketballern der BG Göttingen und ihrem Trainer. Für ihn und sein Team wurde es mal wieder nichts mit einem Sieg in der einstmals nahezu uneinnehmbaren Festung. 

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Quelle: Pförtner

Göttingen. Das Heimspiel gegen Aufsteiger Science City Jena verloren die Veilchen mit 76:82 (22:19, 40:46, 58:67).

Während der in Göttingen aufgewachsene Gästecoach Björn Harmsen, dessen 85-jährige Oma unter den 3700 Zuschauern in der ausverkauften Halle gesessen hatte, nach der Pressekonferenz seinen Rucksack schulterte und zum Italiener verschwand, war BG-Trainer Johan Roijakkers der Appetit gründlich vergangen. Er sprach von einem „schlechten Auswärtsspiel“, das für ihn und seine Spieler schon vor der Halle mit der Parkplatzsuche begonnen hatte.

Ein von allen Positionen treffsicherer Julius Jenkins machte im zweiten Viertel den Unterschied. Seine acht Punkte in diesem Abschnitt sowie das engagierte Spiel von Wayne Bernard und Marcos Knight führte zur Wende zu Gunsten der Gäste. Hinzu kamen Pässe, die viel zu oft beim Gegner landeten. Nur weil dieser ebenfalls nicht fehlerfrei blieb (Schrittfehler, verworfene Freiwürfe) wurde der Rückstand zur Halbzeit nicht größer als sechs Punkte.

 Als die BG nach der Pause hellwach aus der Kabine kam und in der 22. Minute bis auf 47:49 herangekommen war, schien die Wende nahe zu sein.  Für den sehr engagierten, sehr viel Verantwortung übernehmenden, aber glücklosen Benas Veikalas (und für einige andere Teamkameraden auch) hätte an diesem Abend die Statistik-Rubrik „Ball tanzt auf dem Ring, fällt aber nicht rein“ einen Sinn gemacht. Wurfpech wird das auch genannt.

Ebenso engagiert, dafür aber um einiges treffsicherer waren dagegen BG-Topscorer Alex Ruoff und erneut Scott Eatherton, der ein starkes Double-Double (16 Punkte, 11 Rebounds) schaffte und sogar einen Dreier am Ende stehen hatte. Mit Darius Carter, der sogar zwei Distanzwürfe versenkte, übernahm ein weiterer Spieler, der eigentlich unter dem gegnerischen Korb für Punkte sorgen soll, Würfe aus der Entfernung. Wohingegen die von dort sonst treffsicheren BGer leer ausgingen.  

 

Beim 70:73 (36.) war noch einmal alles drin, einige seltsame Schiedsrichterentscheidungen brachten die BGer dann aus dem Konzept und die Zuschauer in Rage. Jena ließ sich den – so Roijakkers „verdienten“ Sieg nicht mehr nehmen und sein Gegenüber Harmsen  hatte endlich den ersten Erfolg gegen  ein Göttinger Bundesliga-Team, das am Dienstag die nächste Lokhallen-Chance gegen Tübingen bekommt.

 

Der Liveblog von Timo Holloway:

Die BG unterliegt knapp mit 76:82. In den Schlussminuten gibt es immer wieder lautstarke Pfiffe der Veilchen-Fans. Diese waren mit den Entscheidungen der Unparteiischen im Schlussviertel nämlich so gar nicht zufrieden.

„Ohne Schiri habt ihr keine Chance“, skandierten die Lila-Weißen. Beim 70:73 war die BG auf Tuchfühlung gewesen, doch in der Folge erzielten die Gäste fünf wichtige Punkte in Serie und zogen vorentscheidend davon. Topscorer der Partie war Julius Jenkins mit 23 Punkten. Für die BG traf Alex Ruoff mit 21 Punkten am häufigsten.

Auch Scott Eatherton (16 Zähler) und Benas Veikalas (12) steuerten zweistellige Punktewerte bei. Bereits am kommenden Dienstag hat die BG Göttingen im Heimspiel gegen den Tabellenfünfzehnten WALTER Tigers Tübingen die erneute Chance, Punkte einzufahren. Und vor allem geht es darum, einer unschönen Serie ein Ende zu bereiten: Die vergangenen sechs Spiele in der Lokhalle gingen allesamt verloren.

19.30 Uhr: Der Rückstand hat sich vergrößert, liegt aber nach wie vor bei unter zehn Punkten: 58:67 heißt es aus Sicht der BG vor dem Beginn des Schlussviertels. 

Den Lautstärke-Rekord erreichte die Lokhalle nach rund vier Minuten im dritten Viertel: Scott Eatherton traf per Dunking und anschließend erfolgreich versenktem Freiwurf zum 52:57 – und Lokhöllen-Stimmung kam auf.

Danach hatten die Gäste jedoch einen Lauf und konnten einen 65:52-Vorsprung generieren. Diesen ließen die Veilchen, bei denen nach wie vor Ruoff (14 Zähler) und Scott Eatherton (12) die besten Punktesammler sind, gegen Viertelende immerhin wieder ein wenig kleiner werden. Für Jena haben mit Wayne Bernard, Julius Jenkins und Marcos Knight schon drei Spieler zweistellig gepunktet. 19.07 Uhr:  Die BG liegt zur Pause mit 40:46 hinten. Das Team von Trainer Johan Roijakkers musste die Gäste im zweiten Viertel zwischenzeitlich auf bis zu 31:40 davonziehen lassen.

Zurückzuführen war dieser Umschwung einerseits darauf, dass die BG es in mehreren Szenen verpasste, sich den Defensiv-Rebound zu angeln und Jena dadurch zu einfachen Punkten kam. Andererseits darauf, dass von vier Dreiern kein einziger sein Ziel fand. Was sonst noch Beachtenswertes passierte? In beiden Vierteln sammelten beide Teams die maximale Anzahl von fünf Mannschaftsfouls. Und das im zweiten Viertel sogar bereits, als noch 3:40 Minuten zu spielen waren. Weiterhin lieferten sich das Veilchen Alex Ruoff und Science-City-Spieler Marcos Knight einige sehenswerte Duelle. Topscorer ist aktuell aber ein anderer Jenaer: Julius Jenkins (13 Punkte). Für die Veilchen hat bislang Ruoff (10) die meisten Zähler erzielt. Eine Notiz noch am Rande: Die ersten Punkte der Partie zum 2:0 für Jena gelangen im Übrigen Julius Wolf, der in Göttingen aufgewachsen ist.

18.34 Uhr : Nach dem ersten Viertel liegt die BG Göttingen mit 22:19 in Führung. Topscorer ist Leon Williams mit derzeit sechs Punkten.

Der niederländische Guard hat auch zwischenzeitlich für großen Jubel gesorgt: Nachdem Science City Jena lange Zeit in Führung gelegen – und unter anderem die ersten fünf Punkte des Abends markiert – hatte, sorgte Williams mit einem Dreier zum 10:9 erstmals für eine Veilchen-Führung.

Gleich geht es weiter mit dem zweiten Viertel, aktuell nutzen die Rope-Skipper des TV Rohringen die Viertelpause für eine rasante Seilsprung-Darbietung.

17.55 Uhr: Der Basketball-Bundesligist BG Göttingen empfängt am Sonnabend um 18 Uhr einen Tabellennachbarn zum Heimspiel: Die Partie gegen Science City Jena ist einer von zwei BG-Auftritten in der Lokhalle.

Und dort haben die Veilchen etwas wiedergutzumachen: In der vergangenen Saison verloren die Lila-Weißen in der Spielstätte, die aufgrund der grandiosen Atmosphäre den Namen „Lokhölle“ trägt, nämlich fünf von fünf Spielen.

Während die BG am Sonnabend mit Jena den Tabellenelften empfängt, gastiert am Dienstag der Tabellefünfzehnte WALTER Tigers Tübingen auf dem Göttinger Parkett. Die Lokhalle füllt sich aktuell, um 17.45 Uhr, zunehmend mit Zuschauern. Derweil absolvieren die BG-Spieler mit ihrem Athletiktrainer Domenik Theodorou ein dynamisches Aufwärmprogramm und bringen unter anderem an der Koordinationsleiter die Schuhe durch Tippelschritte zum Quietschen. „Auf geht’s BG – kämpfen und siegen“ stimmen die Veilchen-Fans aus dem BG-Block an. Dem schließen wir uns gern an und hoffen auf spannende 40 Spielminuten.

Von Timo Holloway

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