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Veilchen bejubeln erstmals Sieg in Bremerhaven

Basketball-Bundesliga Veilchen bejubeln erstmals Sieg in Bremerhaven

Angeführt vom erneut stark aufspielenden Ben Jacobson hat Basketball-Bundesligist MEG erstmals in Bremerhaven gewonnen. Die Veilchen bezwangen das Schlusslicht verdient und ungefährdet mit 89:73 (66:45, 40:27, 22:13). Besonders erfreut war Headcoach John Patrick darüber, dass sein Team endlich eine große Schwäche abgelegt hat.

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Trotz Verletzung einen starken Auftritt hingelegt: Rocky Trice (links) erzielt leicht angeschlagen 15 Punkte, zudem holt er sich zehn Rebounds.

Quelle: Pförtner

Die Veilchen haben einen neuen Leader auf dem Feld. Diese Erkenntnis ist sicherlich genauso wichtig, wie die, das die Göttinger Basketballer erstmals in dieser Saison eine gute Offense-Leistung gegen eine Zonen-Verteidigung gezeigt haben. Wie bereits beim Triumph über die Köln 99ers präsentierte sich Ben Jacobson als adäquater Ersatz für den bis Saisonende verletzt ausfallenden MEG-Kapitän Kyle Bailey. Vor 2960 Zuschauern in der Bremerhavener Stadthalle glänzte der smarte Guard nicht nur als Topscorer (21), sondern er führte vor allem umsichtig Regie und fand gegen die verschiedenen Verteidigungssysteme der Eisbären immer die richtigen Mittel. "Ben ist jetzt unser Führungsspieler auf dem Feld, er gibt die Richtung vor. Es ist gut und wichtig, dass er so viel Selbstvertrauen in der Offense hat, bemerkenswert ist aber, dass er 33 Minuten Full-Court-Druck in der Defense gespielt hat", lobte Patrick.

Der 20. Saisonsieg der Veilchen war nicht so bitter und hart umkämpft, wie es im Vorfeld von vielen vermutet wurde. Zu souverän und dominant agierten die Gäste, lediglich in den ersten acht Minuten hielten die Eisbären mit, dann setzte sich die mannschaftliche und individuelle Klasse der Veilchen durch. Mit gleich zwei spektakulären Dunkings in Folge initiierte Rocky Trice, der trotz seines dicken Veilchens am rechten Auge den Durchblick hatte und mit 15 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double schaffte, einen 15:0-Lauf der Veilchen. So setzten sich die Göttinger Basketballer zwischen der 7. und 14. Minute auf 32:14 ab.

Umjubelter Schlusspunkt

Im dritten Viertel kamen die Gastgeber durch Drei-Punkte-Würfe kurzzeitig noch einmal auf neun Zähler heran, doch Jacobson, Trice und Little hatten die richtigen Antworten parat. Das Schlussviertel geriet erneut zum Schaulaufen, die letzten zwei Minuten spielten erneut alle fünf Deutsche.

"Wir haben heute zwei verschiedene Qualitäten gesehen", bilanzierte Bremerhavens Coach Algirdas Milonas nüchtern: "Göttingen war in der Defense, der Offense und mental einfach stärker. Es hat jederzeit Selbstvertrauen ausgestrahlt." Sechs Punkte beträgt der Rückstand der Eisbären nun auf den rettenden 16. Platz, da Köln und Gießen gewonnen haben. "Wir geben alles, aber vier Spiele gegenüber Köln aufzuholen, gegen das wir den direkten Vergleich verloren haben, wird bei sieben ausstehenden Spielen sehr schwer", sagte Eisbären-Pressesprecher Boris Butschkadoff.

An alter Wirkungsstätte lieferte Robert Kulawick eine ordentliche Partie ab, auch Chris Oliver und John Little sorgten dafür, dass das Team überzeugte. In der Defense bewies Jason Boone seine Qualitäten. Nicht so stark wie gewohnt agierten hingegen Clif Brown und Charles Lee. Umjubelter Schlusspunkt war Peer Wentes erfolgreicher Dreier nach Assist von Marco Grimaldi.

Von Mark Bambey

Bremerhaven - MEG

MEG

Lee (8 Punkte/1 Dreier/6 Rebounds/2 Assist/2 Steals), Kulawick (6/2/2/0/0), Welzel, Trice (15/0/10/2/0), Little (11/1/1/1/1), Jacobson (21/3/1/4/1), Wente (3/1/0/0/0), Grimaldi (1/0/1/1/0), Dill (0/0/1/0/0), Boone (7/0/9/1/0), Oliver (14/0/3/1/0), Brown (3/0/5/0/0).

Bremerhaven

Reiner (15(0/8/2/0), Callahan (13/2/8/3/0), Lipke (10/0/6/3/0).

Teamstatistik

Feldwürfe: MEG: 32/76 (42%), Bremerhaven 25/63 (40%); Dreier: MEG 8/27 (30%), Bremerhaven 8/22 (36%), Def.-Rebounds 25:30, Off.-Rebounds 16:13, Assists 12:16, Steals 4:4: Turnover 6:16.

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