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Veilchen brauchen jetzt ein kleines Wunder

Basketball-Bundesliga Veilchen brauchen jetzt ein kleines Wunder

Jetzt wird es ganz eng für die Göttinger Basketballer. Gestern Abend verlor die MEG in der mit 3474 Zuschauern ausverkauften Lokhalle gegen die Brose Baskets Bamberg mit 60:72 (51:49, 34:40, 23:26) und liegt in der Serie 1:2 zurück. Um das Ausscheiden aus den Playoffs zu verhindern, müssen die Veilchen am Dienstag unbedingt in Bamberg gewinnen. Das gelang ihnen nie zuvor.

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Enttäuschte Gesichter: die MEG-Basktballer nach der Heimniederlage gegen Bamberg.

Quelle: Pförtner

„Do or die“ – machen oder sterben. Das waren die Worte von Starting-five-Geschäftsführer Marc Franz unmittelbar nach Spielende. Und diese drei Wörter bringen die Lage auf den Punkt. Die Brose Baskets Bamberg haben sich gestern Abend in der Lokhalle als das routiniertere Team präsentiert und sich so nicht unverdient den ersten Matchball zum Einzug in die Semifinals um die deutsche Basketballmeisterschaft erspielt. 

„Die Spieler und ich sind nicht zufrieden. Bamberg war besser und hat mit mehr Herz gespielt. Unser Teamplay war schlecht, es waren wieder zu viele Einzelaktionen“, resümierte MEG-Headcoach John Patrick. Wie bereits in Bamberg hatten die Veilchen erhebliche Probleme mit der aggressiven Mannverteidigung der Baskets. Die Hausherren erspielten sich nur selten freie Würfe – oft versuchten sie mit Eins-gegen-Eins-Situationen den Korberfolg zu erzwingen. Die Trefferquote lag bei schwachen 32 Prozent.

Bamberg scheint sich auch besser auf die Göttinger Spielweise einzustellen. Brose leistete sich zwar erneut 23 Ballverluste, die meisten Angriffe führten aber zu freien Würfen. 

„Wir habend das Spiel gut kontrolliert und uns bis zur Halbzeit einen Vorsprung herausgearbeitet. Den Unterschied haben dann Tadda und Garrett auf den Flügeln gemacht. Besonders Tadda hat uns in dieser schwierigen Phase zum Sieg geführt“, sagte Brose-Coach Chris Fleming. Der 20-jährige Tadda erzielte acht seiner 13 Punkte im Schlussviertel. 

Lediglich im dritten Viertel konnten die Veilchen dem Gegner ihr System aufdrücken und das Spiel schnell machen. Der Erfolg stellte sich prompt ein. MEG gewann das Viertel 17:9 und ging mit einem kleinen Hoffnung machenden Vorsprung ins Schlussviertel. Doch da fehlte der Führungsspieler. 

Trotz der Niederlage und der eher mäßigen Leistung der Veilchen blickt Patrick optimistisch auf das kommende Match am Dienstag (21 Uhr) in Bamberg. „Obwohl wir heute so schlecht gespielt haben, hatten wir die Chance – im dritten Viertel – das Spiel sogar zu gewinnen. Wir können uns steigern. Deswegen können wir auch in Bamberg gewinnen. Die Serie ist noch nicht vorbei“, macht Patrick Mut.  Mark Bambey

Ein Video und ein Kurzinterview mit MEG-Guard Ben Jacobson finden Sie hier.

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