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Veilchen geht in Drachenhöhle der Mut verloren

Basketball-Bundesliga Veilchen geht in Drachenhöhle der Mut verloren

Erhobenen Hauptes, aber doch unglücklich verließen die MEG-Männer am Sonnabend, 14. März, die Drachenhöhle. Hinter ihnen lagen 40 Minuten Kampf und ein Basketball-Bundesligaspiel auf Topniveau. In den entscheidenden Momenten verließ die Veilchen aber der Mut, und die Dragons freuten sich nach vier Heimpleiten in Serie über den 71:66 (53:53, 35:34,17:23)-Triumph gegen den Zweiten. 

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BG vor Abschluss einer perfekten Saison

Liefert sich besonders mit Artlands Topscorer Adam Hess sehenswerte Zweikämpfe: MEG-Forward Charles Lee (Mitte). 

Quelle: Theodoro da Silva

Die Artland Dragons haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass mit dem Vierzehnten im Kampf um die Playoff-Plätze noch zu rechnen ist. In einem bis in die Schlussminuten spannenden Match haben die von Chef-Trainer Thorsten Leibenath gut eingestellten Drachen die Veilchen am  mit ihrer phasenweise gespielten starken Zonenverteidigung vor große Probleme gestellt. Besonders in diesen Situationen hat den Gästen Souveränität und Genialität ihres wegen einer Achillessehnen-Reizung fehlenden Spielmachers und Kapitäns Kyle Bailey gefehlt. „Wir waren nicht so organisiert und zu passiv im Angriff“, resümierte MEG-Headcoach John Patrick. 20 Ballverluste standen für MEG am Ende zu Buche. Wann Bailey wieder einsatzfähig ist, konnte Patrick nicht beantworten. „Er muss morgen noch mal im MRT untersucht werden. Es ist möglich, dass er länger ausfällt“, seufzte Patrick.  

Artland hatte hingegen mit den unmittelbar vor Ende der Transferperiode verpflichteten Toby Bailey und Ronald Ross gleich zwei Akteure, die mit sehenswerten Szenen für prächtige Stimmung bei den 3000 Zuschauern in der ausverkauften Artland-Arena und für Punkte der Dragons auf der Anzeigetafel sorgten. Beide prägten bei ihrem Heimdebüt das Spiel der Gastgeber und avancierten gemeinsam mit Topscorer Adam Hess (16 Punkte) und dem im Schlussviertel stark verteidigenden Paul Johnson zu den Matchwinnern. Die Erinnerung an Johnsons Monster-Block wird MEG-Guard Ben Jacobson wahrscheinlich in den nächsten Nächten noch des Öfteren aus dem Schlaf reißen. 

„Mit der Leistung, die Göttingen hier gezeigt hat, wird es sicherlich eine gute Rolle in den Playoffs spielen. Wir haben uns viele Gedanken gemacht, wie wir mit dem Druck der Ganzfeldpresse umgehen sollen. Ausschlaggebend war aber unsere Verteidigung im zweiten und im vierten Viertel. Mit Ronald Ross und Toby Bailey sind wir variabler und schneller in der Verteidigung“, resümierte Artlands Coach Leibenath. 

"Überhaupt nicht peinlich"

Trotz der Gala-Vorstellung der Gastgeber und dem Ausfall ihres Kapitäns hatte MEG die Chance, dieses packende und sehenswerte Duell für sich zu entscheiden. Dem Team gelang es allerdings nicht, in den wichtigen Phasen die Big Points zu machen. Hinzu kamen einige zweifelhafte Entscheidungen der Schiedsrichter bei Fouls und Schrittfehlern. So ließ es im dritten Viertel bei neun Punkten Vorsprung – Leibenath war so schockiert vom kopf- und mutlosen auftreten seiner Drachen, dass er bereits nach sechs Minuten seine zweite Auszeit nahm – die Gäste wieder herankommen. Und im Schlussviertel vergaben die Veilchen bei ihrer Aufholjagd gleich mehrfach die Chance, auf zwei Punkte zu verkürzen. „Uns hat leider der Mut verlassen. Wir hatten einige freie Würfe, die wir aber nicht genommen haben“, kritisierte Patrick. Dass sein Team erstmals zwei Niederlagen in Serie hinnehmen musste, sieht der Coach nicht so kritisch: „Die Leistung war gut. Wir können aus diesem Spiel lernen, aber auch Selbstvertrauen aufbauen. Und es ist überhaupt nicht peinlich, hier zu verlieren.“

                                                                                                                Mark Bambey

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