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Veilchen kalt erwischt: BG unterliegt Kiew 56:68

Basketball-Eurocup Veilchen kalt erwischt: BG unterliegt Kiew 56:68

Am Ende wollten sie nur noch ganz schnell raus aus diesem eisigen Kältehaus, das sich Palast nennt. Mit 56:68 verlor die BG Göttingen gestern Abend im Eurocup im ukrainischen Dnipropetrowsk im Meteor Sportpalast gegen Budivelnik Kiew.

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Dwayne Anderson und die BG Göttingen straucheln in Dnipropetrowsk: Den Veilchen fehlte in der Offensive die Durchschlagskraft.

Quelle: Pförtner

„Schwierig“ seien die Bedingungen gewesen, sagte BG-Headcoach John Patrick nach der Partie. Schon am Dienstag konnte nur eingeschränkt trainiert werden, weil die Halle zu kalt war. Gestern war nur Training auf einen Korb möglich. Aber der große Gegner war neben den Riesen von Budivelnik, mit ihren neun Zweimeterspielern, die Kälte. „Es war richtig kalt“, sagte Patrick. „Das waren perfekte Bedingungen für Eishockey, keine, um ein Gefühl für den Ball zu bekommen.“
Beim Warmmachen konnten viele Spieler ihre Hände kaum fühlen, so eisig war es in dem 10 000 Zuschauer fassenden Sportpalast, in den sich geschätzt 350 Zuschauer verirrten. Mit Jacken und Mützen saßen sie auf den roten, unbequemen Klappstühlen auf den steilen Tribünen der Jahrzehnte alten Halle, die wohl schon manche Großveranstaltung zu Sowjet-Zeiten gesehen hat.

„Aber die Bedingungen sind nur Ausreden“, sagte Patrick. Und auch Robert Kulawick wusste, „auch für Kiew war es nicht wärmer“. Die Veilchen waren eigentlich gut in die Partie gestartet: Schneller Korbleger von Jason Boone, Trenton Meacham erhöhte auf 4:0, und nach einem Dreier durch Lamayn Wilson für Budivelnik traf Louis Dale zum 7:4. Waren die zwei Dreierschützen nach vier Minuten noch auf Augenhöhe, so gingen die Formkurven im Laufe des Spiels in unterschiedliche Richtungen. Dale machte nicht mehr einen Punkt, „brachte keine Impulse und hatte null Energie“, so die harten Worte von Patrick nach dem Spiel. Wilson dagegen traf in der Partie fünf von sechs Dreiern und war mit 19 Punkten der Mann des Spiels.

Basketball Herren Eurocup. Saison 2010/11, Budivelnik Kiew - BG Gšttingen am Dienstag (25.01.11) in Dnipropetrovsk/Ukraine. ID 2011-01-394 - Foto: Swen Pfšrtner

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Nicht nur die schwache Dreierquote von 20 Prozent war ein Grund dafür, dass Göttingen nach gutem Start und trotz guter Verteidigung die Partie aus der Hand gab und kurz vor Ende des ersten Viertels die Führung an Budivelnik abgab. In der Offensive ging mit einmal nichts mehr. Es fehlten die Ideen, der Wille, sich durchzubeißen, und der Mut, den Abschluss zu suchen. Und wenn ein Spieler warf, ging der Ball nicht rein oder prallte am Block ab. Es gab kein Durchkommen. Die Defense Budivelniks schien wie eine undurchdringbare Mauer, an der der Ball stets abprallt.

„Unsere Point Guards waren nervös, Anderson hatte nicht seinen Tag, und Kiews Wilson zu viele offene Dreier“, analysierte Patrick. „Wir haben oft die falschen Entscheidungen getroffen und keinen Teambasketball gezeigt“, war Robert Kulawick selbstkritisch.

Auch wenn die BG dank eines starken Kapitäns John Little nach einem 20-Punkterückstand im vierten Viertel noch einmal auf acht Zähler verkürzen konnten, das Spiel wurde im zweiten und dritten Abschnitt verloren, wo die Veilchen jeweils nur neun Punkte erzielten. Kalt erwischt ging es so schon kurz nach dem Spiel wieder ins Hotel. Denn auch heiße Duschen gab es im kalten Sportpalast nicht.
Punkte BG: Little (14), Meacham (13), Boone (11), Anderson (7), Dale (3), Scott, Waleskowski, Meeks, Jordan (je 2).

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