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Veilchen stutzen Albatrossen mit 80:65 die Flügel

Basketball-Bundesliga Veilchen stutzen Albatrossen mit 80:65 die Flügel

Als endlich die letzte Minute angebrochen ist und die BG nach zwei verwandelten Freiwürfen von Michael Meeks immer noch mit zwölf Punkten führt, fangen die 3800 Zuschauer in der ausverkauften Lokhalle erst leise und vorsichtig, dann immer lauter an zu feiern.

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Mit unbändigem Willen: Jason Boone punktet per Dunking.

Quelle: Pförtner

Die zweite Hälfte des letzten Heimspiels ist gegen Alba Berlin noch einmal viel Arbeit. „Am Ende wurden wir müde und unkonzentriert“, sagt Veilchen-Headcoach John Patrick nach dem Spiel. Aber am Ende steht auch dieser sensationelle 80:65-Sieg (65:44, 51:26, 29:14) gegen den hohen Favoriten aus Berlin.

Göttingen muss diese Partie gewinnen, um sich noch die Chance auf die Playoffs offen zu halten. Und wie sehr die BG-Spieler dies wollen, zeigen sie von Beginn an. Nach einer kurzen Abtastphase zieht die BG von 5:4 (3.) auf 13:4 (6.) davon. Vor allem die gute Mannverteidigung (zehn Blocks) bringt die Berliner zur Verzweiflung. Die aggressive Defense, die Alba-Trainer Muli Katzurin nach der Partie als „exzellent loben wird“, ist dabei der „Schlüssel zum Sieg“, meint Patrick. Immer wieder zwingen die Veilchen die müde wirkenden Berliner zu Fehlern und Ballverlusten. Und dann wird blitzschnell umgeschaltet und das Fastbreak ein ums andere Mal perfekt abgeschlossen.

Wer an diesem Tag eine Sitzplatzkarte ergattert hat, hätte sich diese – zumindest in der ersten Hälfte – sparen können. Immer wieder springt das Publikum auf, jubelt frenetisch und ist mitgerissen von der temperamentvollen Galavorstellung der BG. Vor drei Tagen in Tübingen noch schwach und ohne Struktur in der Offensive, stutzen Boone, Bailey und Co. den lahmen Albatrossen schon in der ersten Halbzeit mit 51 Punkten (in Tübingen waren es 20) die Flügel.

Kurz vor der Pause als der selbstbewusst aufspielende Jermain Raffington nach Offensivrebound zum 50:23 trifft, ist der Jubel auf den Rängen ohrenbetäubend. Bei den Berlinern herrscht dagegen Frust: Trainer Katzurin, zuckt ratlos mit den Schultern, Bryce Taylor – im Spiel gegen Gießen mit 21 Punkten Matchwinner – hat noch nicht getroffen, Derrick Allen, der frei unter dem Korb stehend daneben wirft, schüttelt nur mit dem Kopf, und Nationalspieler Heiko Schaffartzik starrt resigniert an die Decke. Und Heimkehrer Taylor Rochestie? „Der hat heute eine Halbzeit für Göttingen gespielt, eine für uns“, sagte Gästecoach Katzurin und stöhnt auf der Pressekonferenz über die „vielleicht schlimmste erste Hälfte“.

Göttingen kann nach dem Basketballfest weiter von den Playoffs träumen. Dass die Veilchen unter die ersten Acht gehören, haben sie gestern eindrucksvoll bewiesen. – BG-Punkte: Anderson (14), Boone, Bailey (je 13), Raffington (9), Little (8), Kulawick, Dale, Meeks (je 7), Jordan (2).

Von Manuel Becker

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