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Veilchen verlieren Playoff-Platz vorerst aus Augen

Basketball-Bundesliga Veilchen verlieren Playoff-Platz vorerst aus Augen

Es ist 21.49 Uhr am späten Sonnabend, 12. Februar, die rot gefärbten LED-Lichter der angestrahlten Anzeigetafel in der EWE-Arena in Oldenburg untermauern den Eindruck des schon fast ratlos wirkenden Veilchentrosses. Nach der standesgemäßen Verabschiedung von ihren knapp 40 mitgereisten tapferen Fans trotten die Spieler um BG-Kapitän John Little mit gesenktem Haupt in Richtung Kabine.

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Orientiert sich: Jason Boone und die BG bieten in Oldenburg 35 Minuten eine gute Leistung, gehen am Ende aber wieder leer in der Liga aus.

Quelle: Pförtner

Soeben hat die Mannschaft von Headcoach John Patrick einen möglichen Erfolg gegen den Deutschen Meister von 2009 vor 3148 Zuschauern in den letzten Minuten der Partie aus den Händen gegeben. Mit 70:74 (52:50, 38:33, 19:21) verlieren die Veilchen gegen die EWE Baskets Oldenburg nicht nur ein Spiel, sondern vorerst auch die Playoff-Plätze aus den Augen und rutschen auf den zwölften Platz in der Tabelle ab.

„Es tut schon verdammt weh, das dritte knappe Bundesliga-Spiel in Serie in den Schlussminuten abzugeben. Wir haben gegen die Oldenburger Zonenverteidigung am Ende zu passiv agiert“, resümierte Göttingens Coach John Patrick sichtlich geknickt nach Ablauf der 40 Spielminuten. Die Umstellung des EWE-Trainers Pedrag Krunic in der 36. Spielminute beim Stand von 60:60 von einer Mann-Mann-Verteidigung auf eine kompakte Zonenverteidigung offenbarte erneut das viel zitierte Göttinger Führungsproblem auf dem Parkett. Zwar lieferte Point-Guard Trenton Meacham mit 20 Punkten, drei Rebounds, zwei Assists und zwei Steals eine gute Leistung ab, in den entscheidenden Phasen entstand jedoch immer wieder der Eindruck, dass den Veilchen auf dem Feld klare Ansagen im Spielaufbau und in der Organisation fehlten.

Während John Patrick im dritten Viertel, als sein Team eine zwischenzeitliche Acht-Punkte-Führung (44:36/23.) verspielt hatte und auf einmal mit 44:47 (28.) im Hintertreffen lag, durch zwei Auszeiten noch korrigierend von der Bank eingreifen konnte, präsentierten sich die Veilchen in den letzten fünf Minuten des vierten Viertels nervös und verunsichert. Nachdem BG-Forward Dwayne Anderson, der im ersten Spiel nach seiner Fußverletzung auf 15 Minuten Einsatzzeit kam, für die Göttinger auf 60:55 erhöht hatte, lief bei den Gästen sowohl offensiv als auch defensiv jedoch gar nichts mehr zusammen. Angetrieben von einem treffsicheren Luka Bogdanovic und einem überragenden Rickey Paulding starteten die Gastgeber einen 10:0-Lauf zum 65:60 (38.). Göttingen agierte hingegen in der Offensive zu verhalten und nervös.

„Wir haben leider nur 35 Minuten lang unseren Gameplan eingehalten und es nicht geschafft, am Ende die Big-Plays zu machen. Wir müssen jetzt wieder zu den Grundlagen unseres Spiels zurückkommen und anfangen, die knappen Spiele zu gewinnen und von Match zu Match zu denken“, analysierte Patrick. Ab wann Kyle Bailey bei der Mission „Back to Basics“ wieder eingreifen kann, ist auch nach dem letzten Gesundheitscheck laut dem BG-Coach weiterhin ungewiss und nährt die Spekulationen über eine Verstärkung auf der Aufbauposition, zumal auch Louis Dale in Oldenburg lediglich für drei Minuten das Spielfeld betrat.

Von Daniel Endres

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