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Veilchen verwöhnen Fans mit Offensivfeuerwerk

Basketball Bundesliga Veilchen verwöhnen Fans mit Offensivfeuerwerk

Der Sonntagskrimi hat in Deutschland Tradition. Einen echten Thriller erlebten gestern Abend jedoch 2650 Zuschauer in der Lokhalle schon vor dem Beginn des Tatorts in der ARD.

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Machte gegen Ulm sein bisher bestes Match im Veilchen-Dress: Antoine Jordan führte sein Team mit 24 Punkten zum Sieg.

Quelle: Pförtner

In einem packenden und intensiv umkämpften Duell bezwang die BG Göttingen den direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoff-Plätze Ratiopharm Ulm verdient mit 103:91 (85:85, 64:62, 46:32, 21:15). Während die Veilchen nach diesem wichtigen Sieg auf Rang elf klettern und mit zwei Punkten Rückstand in Reichweite der Playoff-Ränge liegen, hat Ulm mit vier Zählern Rückstand den Anschluss als 13. vorerst ein wenig verloren.

Nach vier Niederlagen in Serie in der Basketball-Bundesliga ist es der BG geglückt, Intensität und Konzentration aus den begeisternden Auftritten im Eurocup auf das Lokhallen-Parkett zu zaubern. Dabei knüpften die Veilchen beinahe nahtlos an die 74:55-Gala gegen Aris Thessaloniki an. Endlich, werden sich viele Besucher gedacht haben, denn zu oft haben die Veilchen in der Meisterschaft nicht die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt. Gestern belohnten sie ihren Anhang allerdings reichlich mit spektakulären Aktionen, sehenswertem Team-Basketball und besonders mit Punkten, denn die Veilchen haben erstmals in dieser Saison die 100-Punkte-Marke geknackt.

Für Menschen mit schwachen Nerven war dieses Duell am gestrigen Abend allerdings nichts: Obwohl die BG gegen die stark spielenden und immens engagiert arbeitenden Ulmer das komplette Match über führte, bekamen die BG-Akteure in den letzten zwei Minuten der regulären Spielzeit zitterige Hände. Nach tollem Anspiel von Dwayne Anderson hatte der stark spielende Jason Boone mit einem krachenden Dunk seine Veilchen zwar mit 85:73 (38.) in Front gebracht, doch dies war der letzte Punkt der BG in der regulären Spielzeit. In der Offense agierte der Gastgeber nun teilweise kopflos, machte vieles falsch, was in den 38 Minuten zuvor wie selbstverständlich richtig gemacht wurde. Ballverluste und eine schlechte Wurfauswahl waren die Folge.

Bei Ulm hingegen drehte nun der zuvor schon überragend agierende deutsche Nationalspieler Per Günther noch ein wenig mehr auf. Mit zwei Drei-Punkt-Spielen und sehenswerten Assists führte er Ulm heran und strapazierte so die Nerven der Veilchen-Fans. Der beste Mann auf dem Parkett war von keinem BG-Akteur zu stoppen. Mit einer unglaublichen Energieleistung rettete sich Ulm so noch in die Verlängerung.

Die kurze Pause hat dann allerdings den Veilchen geholfen, sich neu zu fokussieren. Ulm wirkte hingegen, als habe die Aufholjagd sämtliche Kraftreserven aufgezehrt. Angeführt von Spielmacher Louis Dale, der acht Assists verteilte, und BG-Topscorer Antoine Jordan dominierte die BG die Verlängerung, weil sie wieder zu ihrer Intensität fand. Als Mike Scott, der sich sehenswerte Duell mit Ex-Veilchen Rocky Trice lieferte, das 93:87 markierte, waren die Ulmer geschockt und als Anderson zum 100:91 punktete ihr Widerstand gebrochen. „Das war ein fantastisches Spiel. Ich bin stolz, dass wir nach diesen selbst-zerstörerischen zwei Minuten in der Verlängerung wieder zu unserem Teamspiel gefunden haben“, resümierte BG-Headcoach John Patrick: „Jetzt möchten wir für ein paar Stunden diesen Sieg genießen, ehe wir uns auf den Eurocup am Dienstag in Le Mans vorbereiten.“

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