Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Veilchen schlagen Würzburg 79:67

Basketball Veilchen schlagen Würzburg 79:67

Revanche geglückt: Die BG Göttingen hat sich für die 86:87-Niederlage am zweiten Weihnachtsfeiertag in Würzburg rehabilitiert. Angeführt vom überragenden Alex Ruoff bezwangen die Veilchen vor 3312 Zuschauern in der S-Arena s.Oliver Würzburg mit 79:67 (39:29). Damit vermasselten sie auch Ex-Nationaltrainer Dirk Bauermann das Bundesliga-Comeback.

Voriger Artikel
Bauermann-Comeback in Göttingen
Nächster Artikel
Mangold zu Gast in Hardegser Grundschule

Göttingen. Die Veilchen mussten ohne ihren Kapitän in den Ring treten. Wie die BG kurz vor dem Spiel bekanntgab, hatte sich Dominik Spohr beim Spiel in Ulm einen Mittelhandknochen gebrochen. Frisch operiert, verfolgte der 27-Jährige die Partie mit blauem Gips und noch vom Desinfektionsmittel orange gefärbten Fingern der linken Hand das Match. Doch auch ohne das Kämpferherz gingen die zuletzt in Ulm und Würzburg teilweise behäbig agierenden Gastgeber die hohe Würzburger Intensität locker mit.

So entwickelte sich von Beginn an das erwartete Kampfspiel. Dass sich die Würzburger mit höchster Intensität in die Partie werfen würden, war ebenfalls klar. Nach dem vergangenes Wochenende vollzogenen Trainerwechsels beginnen alle Akteure bei Bauermann von null und müssen um Einsatzzeit kämpfen.

Geprägt von knochenharter Verteidigung prallten beide Teams aufeinander. Die Veilchen wollten nicht noch einmal denselben Fehler wie im Hinspiel begehen. So entwickelte sich kein schönes, dafür aber ein packendes Duell. Die Göttinger wirkten mit einer sehr kleinen Aufstellung bissiger und gewannen das erste Viertel knapp mit 15:11.

In den zweiten zehn Minuten ließ die defensive Intensität ein wenig nach. Den gewonnenen Raum nutzte besonders Ruoff mit sehenswerten Vorlagen. Vorzugsweise bediente der 30-Jährige Scott Eatherton. Gleich sechs solcher Assists genannte direkte Korbvorlagen gelangen Ruoff in diesem Abschnitt, und die BG ging mit einem Zehn-Punkte-Polster in die Halbzeitpause.

Vor dem Spiel der easyCredit Basketball-Bundesliga (BBL) zwischen BG Göttingen und s.Oliver Würzburg, 06.01.2017, Göttingen. Foto: Swen Pförtner

Zur Bildergalerie

Ruoff baute den Vorsprung dann sogar auf zwölf Punkte aus, doch Würzburg kämpfte sich zurück, war nach einem Dreier von Neuverpflichtung Elijah Johnson wieder bis auf einen Punkt dran (46:47/29.). Dann sorgte ausgerechnet Bauermann für Rhythmusstörungen. Weil er wiederholt auf dem Spielfeld stand, bekam er ein technisches Foul. Ruoff verwandelte den Freiwurf und lief nun als Punktesammler heiß, schoss sein Team mit 54:48 ins Schlussviertel.
Doch auch hier musste die BG noch einmal um den Erfolg zittern. Mit drei Dreiern von Jake Odum, Lamonte Ulmer und Maurice Stuckey verkürzten die Mainfranken auf 59:60 (35.). Besonders Top-Akteur Odum wurde vorzugsweise von Leon Williams und Mathis Mönninghoff weitgehend aus dem Spiel genommen. Nun zeigte sich die Variabilität des Gastgebers. Es war nicht etwa Spezial-Agent Ruoff 007, der nun glänzte, sondern Darius Carter, Eatherton und Williams. So konterte die BG auch diesen fränkischen Ansturm. 

Einen überragenden Auftritt legte Ruoff hin. Dabei schrammte der auf vier Positionen eingesetzte Allrounder mit 22 Punktem, elf Rebounds und acht Assists nur haarscharf an einem seltenen Triple-Double vorbei. So werden im Basketball zweistellige Werte in drei verschiedenen Kategorien bezeichnet. Roijakkers lobte im Stil von Miss Moneypenny: „Alex kann alles. Ich bin von solchen Statistiken nicht überrascht.“ Bauermann war mit dem Spiel seines Teams nicht unzufrieden, sprach von einem eingespielteren Gegner.

Statistiken

Ergebnis: 79:67 (15:11, 24:18, 15:19, 25:19)
BG: Ruoff (22 Punkte/1 Dreier/11 Rebounds/8 Assists), Eatherton (19/0/2/0), Sanders (4/0/1/3), Mönninghoff (7/1/1/2), Veikalas (1/0/3/3), Carter (11/0/3/1), Williams (8/2/2/3), Waleskowski (4/0/5/4), Schwarz (3/1/1/1).
Teamwerte BG: Feldwürfe: 32/60 (53%), Dreier: 5/22 (23%), Freiwürfe: 10/16 (63%), Rebounds: 29 (7 Off./22 Def.), Assists: 25. Ballverluste: 9. Fouls: 14.

Würzburg: Ulmer (13 Punkte/3 Dreier/10 Rebounds/3 Assists), Odum (5/1/2/5), Loncar (13/0/5/3), Stuckey (11/3/4/1), Powell (7/1/0/1), Lane (10/0/7/2), Johnson (6/2/1/3), Hoffmann (2/0/1/0), Barton (0/0/0/1), Ugrai (0/0/0/0).
Teamwerte: Feldwürfe: 27/59 (46%), Dreier: 10/21 (48%), Freiwürfe: 3/5 (60%), Rebounds: 34 (10 Off./24 Def.), Assists: 19. Ballverluste: 17. Fouls: 19.

Live-Bericht von Rupert Fabig

21:00

BG vermasselt Dirk Bauermann das Bundesliga-Comeback

Göttingen. Revanche geglückt: Die BG Göttingen hat sich für die 86:87-Niederlage am zweiten Weihnachtsfeiertag in Würzburg rehabilitiert. Angeführt vom überragenden Alex Ruoff bezwangen die Veilchen s.Oliver Würzburg mit 79:67 (39:29). Damit vermasselten sie auch Ex-Nationaltrainer Dirk Bauermanns Bundesliga-Comeback. Beste Punktesammler der Gastgeber waren vor 3321 Zuschauern in der S-Arena Ruoff (22), Scott Eatherton (19) und Darius Carter (11).

20:45

BG besiegt Würzburg

Alex Ruoff vermasselt Dirk Bauermann seine Premiere als Würzburger Trainer. Mit einer herausragenden Allround-Leistung führt der US-Amerikaner seine Veilchen zum 79:67-Sieg. Am Ende war es ein hart erkämpfter, die Partie war in erster Linie defensiv geprägt. Damit halten die Göttinger den Kontakt zu den Playoffrängen. Topscorer des Spiels war - natürlich - Ruoff mit 22 Punkten, die er mit elf Rebounds und acht Assists garniert. Der ebenfalls überzeugende Eatherton setzt zum Schluss das Ausrufezeichen mit einem weiteren krachenden Dunking über Lane. Mit Standing Ovations feiern die begeisterten Zuschauer ihre Mannschaft.
Einen ausführlichen Spielbericht lesen Sie noch am Freitagabend sowie in der gedruckten Tageszeitung am Sonnabend. Ihnen ein schönes Wochenende!

20:37

Die Weichen sind auf Sieg gestellt

Eine Vorentscheidung? Williams netzt von der Dreierlinie zum 70:62 ein. Würzburg zieht die Reißleine und nimmt die Auszeit. 

20:34

Auszeit Würzburg

Carter und Eatherton bringen den Donner und stopfen in aufeinanderfolgenden Angriffen. Das war in dieser Phase besonders wichtig, denn Würzburg war bis auf einen Zähler herangekommen. Jetzt steht es 64:59 für die BG.

20:29

Ruoff könnte Außergewöhnliches leisten

Statistisch Herausragendes zu leisten im Stande ist heute Alex Ruoff. Der BG-Star ist auf dem besten Weg ein Triple Double aufzulegen. Auf Deutsch: zweistellige Werte in drei Kategorien. Aktuell schafft der Point Forward 14 Punkte und je sieben Rebounds und Assists. Fehlen also noch drei Abpraller und drei Vorlagen. In Europa gelingt ein Triple Double nur extrem wenigen Spielern, in der NBA übrigens auch, sofern - Google-Befehl - der Spieler nicht auf den Namen Russell Westbrook hört.

20:28

Hallensprecher ausgepfiffen

Ein gellendes Pfeifkonzert muss Hallensprecher Nils Leunig in der Viertelpause über sich ergehen lassen. Beim Big-Shot, einem Gewinnspiel, will er den blutjungen, gerade erst den Babyspeck abgelegten Teilnehmer von der Dreierlinie werfen lassen. Auf Nachdruck des Publikums lässt er den Jüngling dann doch von der Freiwurflinie ran, allerdings ohne Erfolg. Der Trostpreis: eine Flasche Sekt. In puncto Alkoholprävention bei Kindern ist die BG offenbar Vorreiter.

20:21

Offenes Kräftemessen vor Schlussviertel

Beinahe alles futsch! Innerhalb eines Viertels hatte die BG ihre Führung zunächst komplett verspielt. Offensiv geht nichts mehr, Würzburg ist extrem bissig in der Defensive. Für den besten Angriff der Veilchen sorgt ausgerechnet Bauermann, da er ein technisches Foul kassiert und Ruoff dadurch einen einfachen Korb von der Freiwurflinie schenkt. Die BG-Fans feiern den Erfolgstrainer dafür mit Sprechchören. Anschließend leistet sich Felix Hoffmann noch ein unsportliches Foul. Nutznießer ist abermals Ruoff, der Feuer gefangen hat und den Vorsprung wieder auf 54:48 in die Höhe schraubt. Topscorer sind die üblichen Verdächtigen: Ruoff und Eatherton mit je 14 Zählern. 

20:13

Starke Ersatzspiele r

Gute Impulse kommen bei der BG immer wieder von den Auswechselspielern, offensiv von Carter, defensiv von Waleskowski, Schwarz und Williams. Auch das sorgt für die inzwischen knappe Führung. Dagegen ist die Würzburger Bank so mies wie das zahlungsunfähige italienische Finanzhaus Monte dei Paschi. Mieser ist nur die Freiwurfquote von Carter.

20:08

Timeout Göttingen

Eahtertons Druckkorbleger hin oder her: So kann es nicht weitergehen, findet Roijakkers. In viereinhalb Minuten lässt die BG mehr Zähler zu als im gesamten ersten Viertel. Wenn mal alle Spieler so motiviert zu Werke gehen würde wie Maskottchen Zuffi, dass die in der Auszeit auftretende Hip-Hop-Tänzerin Huckepack vom Parkett befördert.

20:06

Gefährliche Phase

Die BG läuft zu Beginn der zweiten Hälfte Gefahr, ihren Vorsprung zu verspielen. Würzburg spielt nun deutlich befreiter auf und agiert offensiv nicht mehr so starr. Allerdings gestattet Göttingen dem Gast auch freie Würfe. Zum Glück hat Eatherton die passende Antwort parat. Mit einem krachenden Dunking tätowiert er Lamonte Ulmer den auf dem Ball befindlichen Spalding-Schriftzug auf die Stirn. Das reißt das Publikum von seinen Sitzen.

19:46

Die BG liegt zur Halbzeit mit 39:29 vorn

Die Dinge entwickeln sich gut für die Veilchen. Vor allem von der Dreierlinie überzeugen die Göttinger im zweiten Viertel. Am eindrucksvollsten ist allerdings die exzellente Defensivarbeit gegen Würzburgs Spielmacher Jake Odum. Der effektivste Akteur der Liga sieht keinen Stich. Einer der Hauptgründe für den schon recht komfortablen Vorsprung zur Pause. Erzwingen die Hausherren weiterhin so viele Fehler, stehen die Chancen sehr gut, zumal Alex Ruoff inzwischen aufgetaut ist. Als beste Punktesammler sticht das Quartett Eatherton (10), Mönninghoff, Ruoff und Carter (alle 7) hervor. Bei Würzburg ist Loncar (13) Dreh- und Angelpunkt.
Einziger Kritikpunkt: Das Parkett muckt mal wieder auf. Das BBL-Logo hatte sich während des Spiels gelöst und musste wieder angeklebt werden.

19:33

Auszeit Göttingen

Zwischen Eatherton und Loncar entwickelt sich ein Privatduell, beide zeigen sich extrem treffsicher. Aber so ist das nun mal: Männer aus den USA und vom Balkan können schon historisch gesehen gut schießen... Die BG liegt mit 27:22 in Front.

19:27

Auszeit Würzburg

Toller Start für die BG ins zweite Viertel. Erst trifft Malte Schwarz einen Dreier - die Flugkurve hierbei war flacher als die Topographie des Heimatlandes von Veilchen-Coach Roijakkers -, dann legt Eatherton mit einem Block gegen Lane und dem folgenden Korbleger nach: 20:11. 

19:23

Ende des ersten Viertels: 15:11 für Göttingen

Zum Ende des ersten Spielabschnitts setzen sich die Göttinger leicht ab. Jeden Zähler muss sich die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers aber hart erarbeiten. Die Partie ist nicht gerade Augenzucker, was auch daran liegt, dass beide Kontrahenten nicht gerade die innovativste Offensive spielen. Auf Seiten der Veilchen sticht Adam Waleskowski am defensive Ende des Parketts hervor. Ihm gelingt es gut, s.Oliver-Center Brendan Lane im Zaum zu halten. Topscorer sind bis dato Darius Carter und Kresimir Loncar mit je vier Pünktchen.

19:16

Es ist ein dreckig-defensives Match

Neu im Land, und will sich nicht anpassen: Würzburgs von Bauermann kurzfristig geholter Neuzugang Elijah Johnson ist offensichtlich nicht mit den landesüblichen Kleidungsregeln vertraut. In Deutschland wird das Trikot akkurat in die Hose gesteckt. Der US-Amerikaner lässt es dagegen schluderig darüber baumeln. Kein Stil, der Junge. Danke, Bauermann! 

Derweil haben die Veilchen die erste Führung erobert: 8:7 - es ist ein dreckig-defensives Match.

19:12

Das war zu erwarten

Würzburg verteidigt sich die Seele aus dem Leib. Was für die BG, die immer wieder versucht, zum Korb zu gelangen, aber auch positive Auswirkungen hat: So ist Marshawn Powell, einer der Stars der Gäste, bereits mit drei Fouls belastet. Was aus Göttinger Sicht dagegen noch besser werden muss, ist die Verteidigung gegen Kreso Loncar. Der 2,08 Meter-Bulle aus Kroatien wird konsequent unter dem Korb angespielt. Eatherton muss Schwerstarbeit verrichten.

19:02

Relativ kleine Aufstellung

Jesse Sanders, Benas Veikalas, Alex Ruoff, Mathis Mönninghoff und Scott Eatherton starten für die BG. Eine relativ kleine Aufstellung. Darius Carter muss dafür zunächst die Bank drücken.

Die Stimmung in der S-Arena steht der in der benachbarten Lokhalle, wo das internationale Hallenfußballturnier für A-Junioren ausgetragen wird, in nichts nach. Die BG-Fans machen ordentlich Radau, was die zahlreich mitgereisten Gäste-Anhänger,50 sind es mit Muss, lautstark beantworten. An sich cool - wenn die Trommeln nicht unmittelbar hinter den Presseplätzen platziert wären. 

Kleiner Fakt zu Bauermann: Er wäre Ende der 1980er-Jahre beinahe mal als Trainer in Göttingen gelandet. Stattdessen ging er nach Leverkusen und wurde dort sieben Mal Deutscher Meister. Klingt nach Exklusivwissen, ist es aber nicht. Die Story wird rausgekramt, wann immer Bauermann mit einem seiner Teams in Göttingen gastiert.

18:53

Der Medienrummel ist deutlich größer als gewöhnlich

Das liegt abermals am Neuen der Würzburger: Dirk Bauermann, der von A bis Z Interviews geben muss und ein beliebtes Fotomotiv ist. Dabei sieht er aus wie eh und je: schwarzer Anzug, schwarzes Hemd, Kurzhaarfrisur, Dreitagebart. Interessanter ist da vielleicht der Blick auf einer der "Bauermänner", der heute ebenfalls debütiert: Elijah Johnson. Der international erfahrene Guard wurde erst vor zwei Tagen verpflichtet. Es ist davon auszugehen, dass er heute bereits zum Einsatz kommt.

18:36

Der Kapitän ist nicht an Bord

Auf die Dienste von Dominik Spohr muss die BG Göttingen im Aufeinandertreffen mit s.Oliver Würzburg verzichten - aber nicht nur heute. Spohr hat sich beim Spiel in Ulm die Hand gebrochen und wurde bereits operiert. Voraussichtlich fällt der Forward sechs bis acht Wochen aus. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Leon Williams ist von seiner Bauchmuskelzerrung genesen und kann spielen. Die Dienste des Backup-Point-Guards dürften wichtig werden, da davon auszugehen ist, dass Würzburg vor allem auf den kleinen Positionen extrem bissig verteidigen wird. Warum? Eine knallharte Verteidigung ist das Markenzeichen des neuen starken Manns an der Seitenlinie der Franken. Und das ist niemand Geringeres als der neunmalige Meistertrainer und Ex-Nationalcoach Dirk Bauermann, der vor einer Woche des gechassten Doug Spradley abgelöst hat. Damit ist dem letztjährigen Playoffteilnehmer wahrscheinlich ein großer Coup gelungen. 

Tickets gibt es ab 17.30 Uhr an der Abendkasse. Aufgrund verstärkter Sicherheitskontrollen und damit verbundener längerer Wartezeit bittet die BG die Besucher frühzeitig (eine Stunde vor Spielbeginn) an der Arena zu sein.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Wer auf die Live-Atmosphäre bei den Bundesligapartien der BG Göttingen verzichten muss, hat trotzdem die Möglichkeit einen Blick in das aktuelle Spieltagsheft zu werfen. Schon vor Öffnung der Halle ist es auch online als E-Paper zu lesen. mehr

BG Göttingen - Das Team 2016/17
Spielplan der BG

Teamlogos

Die Logos der Beko-Basketball-Teams aus der aktuellen Saison 2016/17.