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37. Burgturnier: Denis Lynch verteidigt als erster Reiter die Goldene Peitsche erfolgreich

Triumph fürs Geschichtsbuch 37. Burgturnier: Denis Lynch verteidigt als erster Reiter die Goldene Peitsche erfolgreich

Denis Lynch hat beim 37. Burgturnier Geschichte geschrieben. In der 60-jährigen Geschichte des internationalen Spring-Turniers zu Füßen der Burgruine Hardenberg gelang es dem Iren als erstem Reiter, die Goldene Peitsche zweimal in Folge zu gewinnen. Damit darf er sie sein Eigentum nennen. Der 39-Jährige ist erst der zweite Springreiter, der die Peitsche besitzt.

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Stevens und Corlanda zünden die Rakete auf der Siegerrunde

Nörten-Hardenberg. Das gelang zuvor lediglich Altmeister Hans-Günter Winkler, der 1955, 1957 und 1978 triumphierte. Carl Graf von Hardenberg darf nun eine neue Peitsche in Auftrag geben und muss Wettschulden begleichen.

„Ich bin stolz, denn wir sind hier angereist, um etwas zu erreichen“, sagte Lynch und schnaufte erst einmal tief durch. Sechs Wochen hat er sich mit seinem Top-Pferd Abbervail van het Dingeshof vorbereitet, um am Hardenberg als erster Reiter die Peitsche zweimal in Folge gewinnen zu können.

„Wir haben sogar auf Shanghai verzichtet, auch wenn es da sehr viel Geld zu gewinnen gibt. Wir hatten ein Ziel, und das hieß die Goldene Peitsche“, betonte der Ire.  

Im ausverkauften Stadion sahen die Zuschauer ein packendes Finish. Sieben der 38 im Normalparcours gestarteten Reiter hatten sich mit Null-Fehler-Ritten für das Stechen der mit 50 000 Euro dotierte Prüfung qualifiziert. Mitorganisator Kaspar Funke von der Escon-Marketing sprach vom besten Finale der vergangenen Jahre.

Mario Stevens musste mit Brooklyn vorlegen, und das gelang dem Sieger von Mannheim mit Bravour. Fehlerfrei und in der guten Zeit von 39,41 Sekunden verließ er die Arena mit einem breiten Lächeln auf den Lippen. Doch der 32-Jährige hatte da so eine Vorahnung. „Ich wusste, dass es schwierig wird, denn die Banausen kamen ja noch alle“, sagte der Drittplatzierte während der Pressekonferenz breit schmunzelnd.

Einer davon war der bereits zuvor im Preis der südniedersächsischen Wirtschaft siegreiche Brasilianer Marlon Modolo Zanotelli. Mit seinem elfjährigem Hengst Zerlin setzte er sich in 38,48 Sekunden an die Spitze.

Als fünfter von sieben Reitern im Stechen war es dann jedoch an Lynch, mit seinem 15-jährigen Top-Pferd die Konkurrenz zu schocken. Bisweilen wild und gefühlt quer in der Luft liegend die Hindernisse überfliegend raste das Duo der Bestzeit entgegen. 37,59 Sekunden sollten auch von den zwei folgenden Paaren nicht zu schlagen sein. So herrschte um 16.59 Uhr Gewissheit: Die Goldene Peitsche geht an Lynch. Genau 15 Minuten später übergab Carl Graf von Hardenberg die legendäre Trophäe. „Wir freuen uns“, sagte der Graf und betonte: „Ich habe sie eben das letzte Mal geküsst. Du bist großartig geritten und du hast sie dir verdient.“

Verdient hat sich Funke 500 Euro, weil er eine Wette mit Graf Hardenberg gewonnen hat. Funke tippte auf Lynch als Sieger und will das Geld nun spenden. Der Graf hatte eine mathematische Gleichung aufgemacht, die belegen sollte, dass die Peitsche in diesem Jahr nicht von Lynch oder seinen Hauptkonkurrenten Holger Wulschner oder Lars Nieberg gewonnen werden kann.

Neben der neuen Peitsche gibt es also vermutlich auch einen neuen Rechenschieber. Den benötigt der Graf wohl auch, um die Zuschauer zuZuschauermassen richtig zu érfassen. „Mit 38 000 Besuchern haben wir das VVorjahresergebnis bestätigt“, sagte Funke.

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