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37. Burgturnier: Drei Reiter haben Chance auf die Goldene Peitsche

Graf Hardenberg und der Rechenschieber 37. Burgturnier: Drei Reiter haben Chance auf die Goldene Peitsche

„Dieses Jahr geht die Peitsche weg“, hatte Carl Graf von Hardenberg noch am Montag betont. Am Dienstagabend präsentierte er bei der Abschlusspressekonferenz zum 37. Burgturnier überraschend eine Rechnung, nach der die begehrte Trophäe sicher nicht in den Besitz eines Reiters übergehen wird.

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Fiebern dem Burgturnier entgegen: Graf Carl von Hardenberg und Olympiasieger und potenzieller Peitschen-Besitzer Lars Nieberg.

Quelle: Pförtner

Nörten-Hardenberg. Von Donnerstag bis Sonntag werden bei der internationalen Tour um Weltranglistenpunkte 47 Reiter die Zuschauer begeistern.

Insgesamt werden fast 200 Springreiter in verschiedenen Wettbewerben im Parcours in Nörten zu sehen sein. Doch Chancen, die legendäre Wandertrophäe mit einem Sieg ihr Eigentum nennen zu dürfen, haben weniger als eine Hand voll Elite-Springreiter.

Was macht Graf Hardenberg also plötzlich so sicher, dass er zur 38. Auflage im nächsten Jahr keine neue Peitsche für den Großen Preis in Auftrag geben muss? „Ich habe mal ein wenig nachgerechnet. Dabei habe ich einen gewissen Rhythmus bei den Siegen erkannt“, witzelte der sichtlich gut gelaunte Graf Hardenberg.

Die Anzahl der Reiter, die die Goldene Peitsche mit einem Sieg am Sonntagnachmittag im Preis der Gräflich von Hardenberg‘schen Kornbrennerei & des Glaswerkes Ernstthal ihr Eigentum nennen dürfen, ist verschwinden gering: Drei! Nur Vorjahressieger Denis Lynch sowie die bisher je zweimal triumphierenden Lars Nieberg (Sendenhorst) und Holger Wulschner (Groß Viegeln) kommen in Betracht.

Der von einem Turnier in Peking angereiste Nieberg nahm sich ein wenig aus der Favoritenliste heraus: „Ich war sechs Tage in Peking, bin gestern zurück gekommen. Bein Reiten meiner Pferde hab‘ ich schon ein wenig Zweifel bekommen, ob ich sie für Nörten fit bekomme“, sagte der 51-jährige Olympiasieger.

Bisher gelang es nur Altmeister Hans Günter Winkler, die Peitsche zu besitzen. Er siegte 1955, 1957 und 1978. Und da setzt der Graf auch seinen Rechenschieber an. „Wulschner hat 2006 und 2008 gewonnen. Wie bei Winkler lag ein Jahr dazwischen, dann dauerte es 21 Jahre bis zum dritten Triumph. Wulschner ist also 2029 dran. Nieberg gewann 2001 und 2013. Er gewinnt also nur alle zwölf Jahre, muss sich also noch bis 2025 gedulden“, sagt der Graf und lächelt breit und zufrieden.  

Die Idee für die Wandertrophäe Goldene Peitsche entstand im November 1954. „Anlässlich seines Geburtstags hatte mein Vater zu einem Jagdabend geladen“, berichtet Graf Hardenberg. Gemeinsam mit Reitsport-Legende Winkler sei die Idee geboren worden, das 1955 erstmals ausgerichtete Burgturnier mit  dieser besonderen Trophäe zu schmücken.

„Mein Großvater hat die Peitsche gestiftet. Winkler hat später mal gesagt, dass er nicht geglaubt habe, dass es so schwierig ist, diese Trophäe sein Eigentum nennen zu dürfen“, so Graf Hardenberg. Dazu sind zwei Siege in Folge oder insgesamt drei Triumphe nötig.

Am Sonntag wird der Graf nun wegen der veränderten TV-Zeiten ein wenig später wissen, ob er doch die dritte Goldene Peitsche in Auftrag geben darf. Und damit wohl auch einen neuen Rechenschieber.
Der NDR überträgt am Sonnabend (15.55 Uhr) und Sonntag (15.45 Uhr) live im Fernsehen.

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