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Freiheitsdressur und Lichtgewitter

38. Hardenberg Burgturnier Freiheitsdressur und Lichtgewitter

Etwa 14.000 Zuschauer fanden am Sonnabendabend den Weg auf den Hardenberg, um über die Garten-Ausstellung „Klassika“ zu flanieren, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen, zu verweilen und zu staunen. Staunen über den spannenden Springsport, Showacts und das abschließende Feuerwerk weit nach Mitternacht.

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Wendungen sind ihre Spezialität

Spektakulärer Abschluss des Sonnabendprogramms: das Feuerwerk über der Burgruine.

Quelle: Swen Pförtner

Nörten-Hardenberg. Die Stimmung während des sportlichen Programms war sensationell, gerade in den Stechen und Siegerrunden der ausgeschriebenen Prüfungen. Mit tosendem Applaus wurden herausragende Leistungen bedacht. Ein Publikum, das mitging, laut pfiff und schnalzte, um Reiter und Pferde zu schnelleren Ritten zu animieren. Man bestaunte die siegreichen Paare, feierte sie und auf den Tribünen wurde die Nationalhymne beim Hissen der deutschen Flagge inbrünstig mitgesungen. Stadionatmosphäre eben - vielleicht nicht ganz so laut wie in den Fußballarenen.

Die Menschen auf den Rängen bestaunten während des Showprogramms aber auch sieben Schimmel, die sich vor ihrer Bezugsperson verbeugten, gerade aufgerichtet auf den Hinterbeinen liefen oder in einer Reihe frei nebeneinander her trabten. Freiheitsdressur wird das in der Fachsprache genannt. Eine Form der Pferdedressur, die in Vollendung lediglich mit Körpersprache auskommt.

Nachdem die Zuschauer von den Rängen auf den freigegebenen Reitplatz geströmt waren, wartete inmitten der Menge Mona Seebohm, die mit ihrer Laservioline moderne Dance-Hits und auch Ausschnitte klassischer Musikstücke inszenierte. Dann begann es plötzlich um die Burgruine herum zu qualmen. Aufsteigender Rauch mit goldenen Fontänen und dröhnenden Kanonenschlägen, bevor obligatorisch der brennende Keilerkopf an der Burgmauer erglühte. Dramaturgisch inszeniert und mit klassischer Musik unterlegt, breitete sich über den Zuschauern ein imposantes Lichtgewitter aus, das an diesem Frühsommerabend fulminant in allen möglichen Farben aufblitzte.

Lars Nieberg gewinnt die Gothaer Trophy

Lars Nieberg hat am im Sattel von Nabab de Revel die Gothaer Trophy gewonnen: Die Plätze zwei und drei beim Springen am Sonnabendabend belegten Angelica Augustsson Zanotelli und Markus Beerbaum. Nachdem Beerbaum als erster Teilnehmer der Siegerrunde lautstark empfangen wurde, herrschte angespanntes Schweigen im Publikum. Mitfiebern für eine schnelle und fehlerfreie Runde, die dem gebürtigen Adelebser mit seiner erst achtjährigen Hannoveraner Stute Charmed auch gelang. Seine Zeit von 36,41 Sekunden konnte zunächst niemand toppen. Erst der Schwedin Angelica Augustsson Zanotelli gelang als vorletzter Starterin dieses Kunststück. Mit der zwölfjährigen Holsteinerstute Madame Butterfly fegte sie in 35,71 Sekunden durch den Parcours, die Nieberg auf dem ebenfalls zwölfjährigen Wallach Nabab de Revel allerdings noch unterbieten konnte. Die Knie fest an den Sattel gepresst und die Zügel nach vorne gegeben, riskierte Nieberg kürzeste Wege und engste Wendungen. Alle Routine in die Waagschale geworfen, strich Nieberg wertvolle Weltranglistenpunkte und 6150 Euro Preisgeld ein.

Von Verena Reich

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