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Felix Haßmann gewinnt die Goldene Peitsche

Hardenberg Burgturnier Felix Haßmann gewinnt die Goldene Peitsche

Felix Haßmann hat den Großen Preis des 38. Burgturniers gewonnen. Im Stechen setzte sich der Berufsreiter im ausverkauften Stadion zu Füßen der Burgruine Hardenberg mit seinem elfjährigen Schimmelhengst Cayenne WZ gegen vier Konkurrenten durch.

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Felix Haßmann hat die Goldene Peitsche 2016 des Hardenberg Burgturniers gewonnen.

Quelle: SPF

Nörten-Hardenberg. Haßmann ist somit der erste Reiter, der die von Carl Graf von Hardenberg junior gestiftete neue Goldene Peitsche gewonnen hat. Der 30-jährige Westfale wurde somit die prägende Figur des 38. Burgturniers. Haßmann hatte bereits am Sonnabend da Championat gewonnen und  Weltranglistenpunkte gesammelt. Mit dem Gewinn des Großen Preises um die Goldene Peitsche krönte er sich zum König am Hardenberg. „Ich habe vier Prüfungen gewonnen, besser kann es nicht laufen. Ich bin super glücklich“, jubelte Haßmann. Er verwies Jens Baackmann (0/35,18) und Gerrit Nieberg (0/43,69), Markus Brinkmann (4/37,87) und den Iren Cian O‘Connor (4/39,64)  auf die Plätze.

Parcours-Chef Frank Rothenberger hatte den 45 Teilnehmern eine schwere Prüfung gebaut. Besonders eine doppelte Kombination forderte die Paare zum Abschluss des 410 Meter langen Umlaufs mit seinen 15 Sprüngen noch einmal immens. Viele Starter waren der Herausforderung nicht gewachsen und leisteten sich einen Abwurf am keine Berührung erlaubenden Abschluss-Oxer. Der im Vorfeld als Top-Favorit gehandelte Marlon Modolo Zanotelli sammelte sogar acht Strafpunkte. „Ich hatte schon befürchtet, dass kein Reiter fehlerfrei bleibt. Es hat ja auch bis zum 29. Paar gedauert, bis es die erste fehlerfreie Runde zu bejubeln gab“, sagte Haßmann.
Er war schließlich einer von nur fünf Reitern, die sich fürs Stechen qualifizierten. Im auf acht Sprünge reduzierten Stechen spielte Haßmann Geschwindigkeit und Wendigkeit des von ihm selbst  ausgebildeten Holsteiner-Henstes voll aus und riss das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Besonders mit einer waghalsigen Wende nach der doppelten Kombination machte er wichtige Sekunden auf die Konkurrenz gut – so manchem Zuschauer stockte der Atem. Sein fehlerfreier Ritt in 33,88 Sekunden war von keinem Konkurrenten zu toppen. So stand Haßmann um 15.26 Uhr als umjubelter Sieger fest. Kaspar Funke, Chef von Turnier-Organisator Escon-Marketing, hält es für recht wahrscheinlich, dass die Grafenfamilie von Hardenberg schon für 2018 eine neue Goldene Peitsche in Auftrag geben muss. „Wenn Cayenne bei Felix bleibt, sind sie kaum zu schlagen. Das Pferd weckt aber sicherlich Begehrlichkeiten“, so Funke. Haßmann sieht das gelassen. „Es gehört zwar nicht mir, aber der Besitzer hat versprochen, dass ich ihn mein Leben lang reiten kann.“

36.200 Zuschauer am Hardenberg

Kaspar Funke von Turnier-Organisator Escon-Marketing hat ein positives Fazit des erstmals dreitägigen Burgturniers gezogen. Gemeinsam mit Turnier-Veranstalter Graf von Hardenberg verzeichnete das Ausrichter-Duo 36.200 Zuschauer bei Klassika und Burgturnier.  „Das sind mehr Besucher, als wir realistisch erwarten durften“, sagte Funke, der von einer sehr hohe Frequenz an allen drei Tagen sprach. Aufgrund der Pfingstfeiertage und dem Turnier in Wiesbaden sei das 38. Burgturnier frühzeitig als drei- und nicht mehr als viertägige Veranstaltung geplant worden. „Vor allem der Freitag ist enorm aufgewertet. Freitagabend war richtig Leben in der Bude“, betonte Funke, der von einem „riesigen Sprung im Vergleich zu den Vorjahren“ sprach. Das 39. Burgturnier werde vermutlich wieder als dreitägiges Event geplant, als Termin kämen das zweite oder dritte Maiwochenende in Betracht.

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