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Olympia-Talk mit Bundestrainer und Olympiasieger

Burgturnier Olympia-Talk mit Bundestrainer und Olympiasieger

Die Olympischen Spiele im August in Rio de Janeiro waren Thema bei einem Pressetalk am Freitag auf dem Burgturnier. Bundestrainer Otto Becker, Vielseitigkeits-Olympiasieger Michael Jung und Breido Graf zu Rantzau, Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), tauschten sich über das deutsche Team und die Konkurrenz aus.

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Olympiatalk: Michael Jung (links) und Otto Becker

Quelle: CH

Nörten-Hardenberg. „Bei der Nominierung ist für mich wichtig zu sehen: Die sind fit, die Rittigkeit ist da. Man muss jedes Mal ein Puzzle zusammensetzen“, sagte Becker. Das bedinge auch eine gehörige Portion Flexibilität. Eins sei jedoch klar: „Wer gut ist, kommt da rein.“

„Der Reitsport ist professioneller geworden“, sagte FN-Chef Graf zu Rantzau. So seien die Reiter heute „großen Versuchungen ausgesetzt“ - Versuchungen finanzieller Art. Der Bundestrainer müsse seine Spitzenleute vor der Nominierung mittlerweile bei großen Turnieren rund um den Globus in Augenschein nehmen. „Die Araber haben reiten gelernt.“ Überhaupt sei der Reitsport ein „riesiges Geschäft geworden, vom Pferdeanhänger bis zum Tierarzt“.

Man müsse jedoch nicht traurig sein, dass die „obersten Fünf im Ausland an den Start gehen und nicht in Nörten“. Denn die zweite Garde sei genauso gut. Andererseits hätten Traditionsturniere wie Balve, Münster oder Nörten einen großen Vorteil: „Man muss den Familien dankbar sein, dass sie diese Turniere ausrichten. Die halten durch, wenn es eng wird. Wie sich die Agenturen in solchen Situationen verhalten, weiß man nicht“, stellte der FN-Chef klar.

Jung, der auf einen Start in Lohmühlen verzichtet, bestätigte, dass die Preise der Pferde momentan durch die Decke gehen: „Die Angebote bei jungen Pferden sind sehr hoch“, sagte er. Die Springreiterei sei für den Vielseitigkeitsreiter lediglich ein Hobby, sein Ehrgeiz gebiete ihm jedoch, so gut wie möglich zu sein. Ein kleines Fragezeichen setzte er hinter sein Vielseitigkeitspferd Fischer Takinou: Die Stute sei noch nicht in Top-Form.

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