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Wellness für den Pferderücken

38. Hardenberg Burgturnier Wellness für den Pferderücken

Nicht nur Menschen freuen sich über eine wohltuende Massage, auch Pferden tut das Wellnessprogramm gut – und kann sogar den letzten Feinschliff für den Erfolgsritt bei Olympia geben. Reinhold Garbe massiert seit 25 Jahren Pferde, vom Freizeitpony bis zum Olympiateilnehmer.

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Wellness für Pferde beim Hardenberg Burgturnier

Quelle: SPF

Sanft streicht er dem Pferd über den Rücken und tastet ihn nach Pickeln, Dellen, Verspannungen oder anderen Auffälligkeiten ab. „Palpieren“ nennt Tierheilpraktiker und Pferdemasseur Garbe das Vorgehen, das man vor jeder Behandlung machen müsse. Anschließend kommt es darauf an, ob es sich um reine Wellness für das Pferd oder um eine therapeutische Behandlung handelt.

 

„Man kriegt einen super Kontakt zu den Pferden, wenn man sie viel berührt“, erklärt Garbe die Vorteile solch einer Massage, auch wenn keine akuten Probleme vorliegen. In Kursen bringt er Pferdebesitzern sechs Griffe bei, mit denen sie das eigene Pferd locker machen können. Dazu gehöre unter anderem das Drücken mit Zeige- und Mittelfinger am Rücken entlang oder das Klopfen mit der hohlen Hand auf den Rücken, erklärt Grabe, und demonstriert auf dem Aktionszirkel des Hardenberg Burgturniers die Techniken an Hengst Lucky.

 

„Eine Massage fördert die Durchblutung der Muskulatur“, erzählt Garbe. Außerdem könne sie beispielsweise bei einer Schiefstellung des Pferdes oder bei Problemen im Gangbild helfen. „Die Pferde werden mit dem Gewicht auf der Vorhand geboren“, erzählt Garbe. Der Reiter müsse die Rückenmuskulatur des Pferdes dann so trainieren, dass es mehr Last auf der Hinterhand aufnehme. Der lange Rückenmuskel sei dabei das Entscheidende. Deshalb haben Pferde aber auch so oft Rückenprobleme – die zum Teil auch aus einem schiefen Sitz des Reiters resultieren. So bietet Garbe nicht nur Pferdemassagen an, sondern auch Kurse für den richtigen Sitz des Reiters. Ein Zeichen dafür, dass ein Pferd schief sei und Rückenprobleme habe, sei zum Beispiel ein schief getragener Schweif. „Ein gesundes Pferd muss den Schweif mittig tragen“, erklärt Garbe.

 

Mittlerweile lassen viele Pferdebesitzer ihre Pferde massieren, vor 25 Jahren sei das noch anders gewesen. „Da haben die Leute darüber gelacht und gedacht, dass ich spinne“, erzählt Garbe. Heute werden nicht nur Pferde mit Rückenproblemen massiert, sondern auch solche, bei denen die Probleme vorgebeugt werden sollen. Bei Profireitern spricht Garbe da von einer „Feineinstellung“, für den Olympiasieg müsse alles perfekt sein, das Pferd bestens gepflegt werden – dazu gehöre auch die Massage. „Ich arbeite zum Beispiel für das Team von der ukrainischen Olympiareiterin Inna Logutenkova“, erzählt Garbe stolz.

Von Hannah Scheiwe

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