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Eine Stadt in sportlicher Mission

"Mission Olympic" Eine Stadt in sportlicher Mission

"Wenn wir schon mitmachen, wollen wir auch Gold holen." Die Zielvorgabe von Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) ist eindeutig. Beim Städtewettbewerb "Mission Olympic", bei dem alljährlich "Deutschlands aktivste Stadt" gesucht wird, hat Göttingen die Finalrunde erreicht, und nun sollen auch noch die letzten vier Konkurrenten aus dem Feld gestochen werden. Das machte Meyer am Mittwoch beim Informationsabend im Alten Rathaus deutlich.

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Gesucht: Deutschlands aktivste Stadt 2009. Die Mixed Pickles während einer Showeinlage vor dem Publikum im Alten Rathaus.

Quelle: SPF

Der Andrang war enorm - rund 300 Göttinger, vor allem Vertreter von Vereinen und Sportinitiativen, nahmen teil. "Erstaunlich, wieviele Menschen hier sind", sagte Jürgen Schröder, Vorsitzender des Stadtsportbundes (SSB), in seiner Begrüßungsansprache. Ernst wird es für Göttingen im Frühsommer, wenn vom 13. bis 15. Juni in den Worten von Moderator Andreas Lindemeier "ein echtes Gemeinschaftswerk ansteht": Mit einem "Festival des Sports" sollen möglichst viele Bürger der Leinestadt die Konkurrenten Lübbenau/Spreewald, Neubrandenburg, Norden und Stuttgart aus dem Feld stechen (Tageblatt berichtete). In die Bewertung fließen die Vielfalt der angebotenen Sportarten und die Anzahl der Menschen ein, die "bewegt" werden, also teilnehmen. Schließlich werden gesammelte "Aktivitätspunkte" in Relation zur Größe der Stadt gesetzt.

Die Göttinger Präsentation beginnt am Sonnabend, 13. Juni, mit einem sogenannten Stadtsport-Festival. Motto ist "Alles ist möglich" - aufgebaut werden soll ein innerstädtischer Bewegungsrundkurs. Am Sonntag ist in und um das Jahnstadion ein Familiensport-Festival geplant, unter anderen soll ein Eiskletterberg entstehen. Der Montag gehört den Schulen, die mit Fackellauf, "Bergsteigen" an Kletterwänden oder dem gemeinschaftlichem Anheben der vier Tonnen schweren Kugel an der Erdbebenwarte zum Sieg beitragen wollen.

100000 Euro Preisgeld

Einen Vorgeschmack auf ein "Sportfestival, wie es die Stadt noch nicht gesehen hat" (Meyer) boten am Mittwochabend Sportler aus drei Göttinger Vereinen. Vorführungen gab es von der Gruppe Hara Göttingen, die Selbstverteidigungstechniken zeigte, einer als Bierfahrer verkleideten Turnriege vom Tuspo Weende unter der Führung von Christoph Hannig und dem Ballett des ASC 46.

Nach der guten Resonanz beim Informationsabend gehen die regionalen Organisatoren SSB, Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) und Stadt optimistisch in die laut Meyer "Schlusskurve" des Wettbewerbs: "Ziel muss sein, alle Göttinger in Bewegung zu bringen, das wären rund 130000 Menschen." Viele Ideen für das Festival seien bereits gesammelt worden, sagte GoeSF-Chef Alexander Frey, "aber die Mehrzahl muss noch kommen" - nämlich von den Bürgern selbst. Bis Ende Februar wird gesammelt. Eine ganz andere Frage stellt sich bei einem Göttinger Erfolg: In welche sportlichen Projekte soll das Preisgeld in Höhe von 100000 Euro investiert werden? Erste Vorschläge wurden bereits am Mittwochabend eingeholt.

Für alle, die sich informieren und beteiligen möchten, ist eine Internetseite eingerichtet worden: www.mission-olympic-goettingen.de.

Von Eduard Warda, 23.01.2009

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