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Göttingen will Speyer als sportlichste Stadt Deutschlands beerben

Mission Olympic Göttingen will Speyer als sportlichste Stadt Deutschlands beerben

"Wir sind ganz heiß drauf, zu gewinnen", unterstrich Bürgermeister Ulrich Holefleisch. Er hatte soeben für Göttingen die Urkunde als "Mission-Olympic-Finalteilnehmer 2009" von Thomas Bach, dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), entgegengenommen. Doch um im kommenden Jahr als Deutschlands aktivste Stadt ausgezeichnet zu werden, hat Göttingen hohe Hürden zu überwinden. Das ist die Erkenntnis der Göttinger Delegation, die am Montagabend in Berlin am Gala-Dinner von DOSB und Coca Cola, den Organisatoren von Mission Olympic, teilgenommen hat.

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Bürgermeister Uli Holefleisch bekommt die Urkunde von Ebru Shikh Ahmad (rechts) überreicht und spricht mit Moderatorin Petra Bindl.

Quelle: SPF

"Die Herausforderung ist riesig", sagte Joachim Pförtner, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Stadtsportbundes. SSB-Geschäftsstellenleiter Hans-Jürgen Mack stimmte ihm zu, strahlt aber viel Optimismus aus: "Wir haben tolle Vereine und viele Initiativen. Wir müssen jetzt alles unternehmen, um die Kräfte zu bündeln." Göttingen gehört neben Lübbenau, Neubrandenburg, Norden und Stuttgart zu den fünf Finalstädten 2009. Ursprünglich hatten sich 56 Kommunen beworben.

Die Urkunde gab Holefleisch übrigens schnell an Pförtner und Mack weiter. "Die gehört dahin, wo die Arbeit geleistet wird", lobte Holefleisch den SSB und die Göttinger Sport und Freizeit GmbH, wo Veit Hesse das Projekt bearbeitet. "Der Abend war wichtig für uns, denn wir haben viele nützliche Tipps bekommen", resümierte Hesse.

Speyer gelingt Premierensieg

Beim Gala-Dinner wurden aber nicht nur die Finalstädte 2009 vorgestellt, sondern auch der aktuelle Sieger der ersten Mission Olympicgekürt: Speyer ist "Deutschlands aktivste Stadt 2008". Beim Finale in Speyer waren mehr als 65000 Bürger jeden Alters sportlich unterwegs mit insgesamt 198176 registrierten Aktivitäten. Mit dem Titel "Deutschlands aktivste Stadt" ist ein Preisgeld in Höhe von 100000 Euro verbunden, das zur Förderung des Breitensports eingesetzt werden soll.

"Alle fünf Finalstädte haben gezeigt, dass in ihrer Stadt das ehrenamtliche Engagement für den Sport eine sehr große Rolle spielt. Wir waren sehr beeindruckt, mit wie viel Einsatz und sportlichem Ehrgeiz die Festivals des Sports umgesetzt wurden", lobte DOSB-Präsident Thomas Bach. Béatrice Guillaume-Grabisch, Geschäftsführerin der Coca-Cola GmbH unterstrich, dass Mission Olympic in den "vergangenen 18 Monaten viel bewegt" habe, so seien zum Beispiel zahlreiche neue "Initiativen und Netzwerke für einen aktiven Lebensstil entstanden".

In Göttingen beginnen nun also die Vorbereitungen, die Jury mit einem großen dreitägigen "Festival des Sports" - das im Juni 2009 stattfinden soll - davon zu überzeugen, dass Göttingen der verdiente Nachfolger von Speyer ist. "Wir müssen beweisen, dass Göttingen innovative, integrative und generationenübergreifende Sportangebote hat. Gelingt es uns, die Göttinger zum Mitmachen zu mobilisieren, dann haben wir gute Chancen zu gewinnen", sagte Holefleisch. Ein Tipp hatte Speyers Bürgermeister Hanspeter Brohm noch parat: "Um eine Siegchance zu haben, muss man Mission Olympic zur Chefsache erklären und die Schulen mit einbinden."

Von Mark Bambey, 12.11.2008

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