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Schüler knacken Hip-Hop-Weltrekord

Mission Olympic Schüler knacken Hip-Hop-Weltrekord

Besser hätte das dreitägige Festival des Sports nicht enden können: 3533 Schüler haben im Jahnstadion einen neuen Weltrekord im Massen-Hip-Hop aufgestellt. Als nach dem zehnminütigen Tanz klar war, dass die Vorgabe von 2289 weit übertroffen wurde, gab es kein Halten mehr. Es wurde laut gejubelt, immer wieder fielen sich Kinder in die Arme.

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Konzentriert: Ein Teil der 3533 Schüler beim Hip-Hop-Weltrekordtanz im Jahnstadion.

Quelle: Pförtner

Kaum waren die letzten Bässe aus den Boxen verklungen, fing es an zu tröpfeln. Klaus Brüggemeyer, Sportlehrer beim Stadtsportbund (SSB) und verantwortlich für diesen Tag der Schulen, hatte wohl einen guten Draht zum Wettergott. Ein Sportspektakel dieser Größenordnung zu organisieren, bei dem alle Schulen und Kindergärten der Stadt involviert waren, ist schon Arbeit genug. An deren Ende dann auch noch eine Massenchoreographie zu stellen, die einen Weltrekord und den damit verbundenen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde bringen soll, ist mutig.

Der Mut und das Engagement wurden belohnt. Daniel Decavele und Mario Saldana von der Dance Academy waren in den vergangenen Wochen durch die Schulen getingelt und hatten mit den Schüler der fünften und sechsten Klassen in 20 Workshops eifrig geübt. Gestern standen sie und vier weitere „Vortänzer“ auf kleinen Bühnen vor den Schülern, um mit diesen gemeinsam zehn Minuten zu tanzen. „Ihr müsst immer in Bewegung sein, sonst zählt es nicht“, hatte Saldana die jungen Tänzer motiviert. Gestylte Schülerinnen, Mädchen mit Kopftuch, coole Nachwuchsfußballer im Bayern-München-Trikot – sie alle ließen sich das nicht zweimal sagen und tanzten Hip Hop. 

Brüggemeyer hatte das Startsignal gegeben, das – laut Notar Michael Frey – ebenso wie die Schlusssirene und noch einige andere Dinge zu den Regularien zählte. Damit die Kondition für zehn Minuten reichte, steigerte sich das Tanztempo allmählich. Gänsehaut-Feeling hatten nicht nur die vielen Eltern, die ihre Videokameras und Fotoapparate ständig im Einsatz hatten. Auch SSB-Vorsitzender Andreas Gruber kam aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. „Das ist doch wahnsinnig“, sagte er mehr als einmal. Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, der während des Tanzes immer wieder mit dem Fuß zur Musik gewippt hatte, nannte den Weltrekord-Versuch „das Beste, was ich in diesem Stadion je gesehen habe“. 

Auch Brüggemeyer konnte durchatmen. „Dieser Abschluss war die Krönung. Es war total emotional.“ Er war zufrieden mit der Veranstaltung und lobte die Zusammenarbeit mit den Schulen, Lehrern und älteren Schülern. „Wenn es noch kurzfristig etwas zu regeln gab, waren das nur Kleinigkeiten. Und die haben sich schnell beheben lassen.“ Dafür hat sich das Schlafdefizit des SSB-Verantwortlichen allemal gelohnt.

Zufriedene Lehrer

Dem Finale im Jahnstadion war ein abwechselungsreiches Sportfest – an allen Göttinger Schulen – vorausgegangen. Hierbei ging es nicht mehr – wie an den beiden Tagen zuvor – um Aktivitätspunkte. Dennoch fließt auch diese Aktion in die Gesamtbeurteilung ein, weil eben auch das Konzept bewertet wird. 

Im Freibad am Brauweg tummelten sich auf Einladung der Waspo 08 Schüler der Albani- und Bonifatiusschule. „Der Verein unterstützt uns auch im Unterricht. Wir hatten die Idee eines Schwimmfestes schon im vergangenen Jahr. Da hat uns Mission Olympic natürlich in die Karten gespielt“, erzählte Albani-Sportlehrerin Ute Krieger.

Ursula Paschereit, Lehrerin der Godehardschule und Jüngstenwartin der Tennisregion Süd, hat mit Helfern aus verschiedenen Vereinen das Streettennis organisiert. „Wir sind schon drei Tage dabei. Die Felder waren kontinuierlich besetzt. Am Sonntag gab es sogar Wartezeiten.“ Mehr als 2400 Kinder und Erwachsene waren an drei Tagen bei der BG 74 aktiv. Sie hatten auch Gelegenheit mit dem neuen Bundesliga-Akteur Wolfgang Gieler zu spielen. „Er war an allen Tagen dabei“, freute sich Vicky Cohen-Müller. Die Praktikantin der Starting Five  hätte gern alle Kooperationsschulen der Aktion „veilchen@school“ dabei gehabt. „Aber mit den Schulen im Landkreis holen wir das nach“, versprach sie.

Wie viele andere Mütter hat auch Ina Stiemerling, deren Tochter die Hölty-Schule besucht, bei der Grundschulaktion im SVG-Stadion vorbeigeschaut. „Ich wollte gucken, ob ich irgendwie helfen kann. Aber das ist ja alles so toll organisiert.“ Darüber waren sich auch Ulrike Ladiges und Ulla Kramer, Lehrerinnen einer fünften Klasse des Otto-Hahn-Gymnasiums einig. „Das ist schon außergewöhnlich. Mit Teamarbeit kann man einiges erreichen.“

Zwei Videos vom Schulsport-Festival finden Sie hier.

Von Kathrin Lienig

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