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Strahlende Kinder und Nationaltrikot zum Abschied

Basketball-Miniturnier Strahlende Kinder und Nationaltrikot zum Abschied

„Ein bisschen Wehmut ist schon dabei“, gesteht BG-Vorsitzender Wessel Lücke nach seiner letzten Siegerehrung als Organisationschef des Basketball-Miniturniers, das er 30 Jahre lang federführend geleitet hat. „Es kann aber bestimmt keinen fröhlicheren Abschied geben, als in die Augen von 1500 Kindern zu schauen“, wischte er den Anflug von Traurigkeit sofort bei Seite.

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Brillanter Techniker: Janik Wetzstein (links) ragte beim 63:41-Finalsieg der U-12-Jungen des BBV Köln-Nordwest über den TuS Lichterfelde um Jan Döring heraus.

Quelle: Theodoro da Silva

Der ohrenbetäubende Applaus, mit dem die jungen Korbjäger in der proppenvollen FKG-Halle Lücke für dessen einzigartiges Engagement für den Nachwuchs-Basketball dankten, bedeutet dem 71-jährigen pensionierten Jugendrichter gewiss mehr als die Komplimente von Betreuern und Trainern etlicher Gästeteams oder das Präsent von U-18-Bundestrainer Kay Blümel: ein Trikot der deutschen Nationalmannschaft als Zeichen der Anerkennung „nicht im Namen des DBB, sondern im Namen des deutschen Basketballs“, betonte Blümel, der das Göttinger Miniturnier als „einzigartig in Deutschland“ bezeichnete. Dessen Besonderheit für Stadt und Region hob Oberbürgermeister Wolfgang Meyer auf der letzten Station seiner olympischen Mission hervor: „Wir dürfen stolz sein, eine solche Menge junger Basketballer zu Gast zu haben. Das zeigt, dass Göttingen eine Basketball-Stadt ist.“ 

Sportlich war die 30. Auflage des größten europäischen Miniturniers erneut eine beeindruckende Leistungsschau des jüngsten deutschen Nachwuchses – mit dem erst 2005 gegründeten BBV Köln-Nordwest, souveräner Sieger der U-12-Jungen in der Leistungsklasse (LK) I, an der Spitze. 

Erfolgsgarant Jugendkonzept 

Im Finale zeigten die jungen Kölner dem mehrfachen Turniersieger TuS Lichterfelde mit 63:41 (43:16) deutlich die Grenzen auf, bestachen durch hervorragende Ballbehandlung, konzentrierte Abwehr, schnelle, präzise Spielzüge und erstaunliche Treffsicherheit. „Unser tolles Jugendkonzept, das auf der Zusammenarbeit mit sechs Grundschulen basiert, trägt Früchte“, freute sich Trainer Theo Markert über den Erfolg des BBV-Teams.

Sichtlich enttäuscht vom vierten Platz der BG-Jungen, die im Halbfinale Lichterfelde und im Spiel um Rang drei dem RSV Stahnsdorf Berlin (47:55) unterlagen, war Coach Aaron Tlate. „Wir haben nicht verteidigt und nicht schnell und hart genug gespielt“, ärgerte er sich. Da tröstete es den Veilchen-Coach, der seinem Team den Einzug ins Finale zugetraut hatte, nicht, dass der Bundesliga-Nachwuchs von Alba Berlin, MTV Gießen und Paderborn Baskets hinter der BG 74 rangierte.

Einziger Göttinger Turniersieger  waren die U-12-Jungen des ASC 46, die die LK II A vor DBC Berlin und DBV Charlottenburg gewannen. Doch auch die zweiten Plätze der BG-Mädchen in der U 10 hinter NB Oberhausen sowie der U-10-Jungen des ASC in der LK II hinter Turnierneuling BC Hamburg Tigers können sich sehen lassen. Ebenso wie der fünfte Rang des Bovender SV in der höchsten Klasse der U-10-Jungen. Mit großem Beifall bedachten die Kinder und Betreuer bei der Siegerehrung die Idee von Wessel Lücke und seinen Mitstreitern, jedem letztplatzierten Team der elf Aleters- und Leistungsklassen einen Ball als Trostpreis zu überreichen.

Michael Geisendorf

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