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Birte Bencker vom Damenbasketball-Zweitligisten BG 74

„Wir sind alle Kämpfertypen“ Birte Bencker vom Damenbasketball-Zweitligisten BG 74

Die Entwicklung von Birte Bencker ist das markanteste Beispiel dafür, dass der Erfolg des Damenbasketball-Zweitligisten BG 74 längst nicht mehr von der Tagesform der beiden US-Amerikanerinnen Monique Smalls und Nicole Jones abhängt.

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Birte Bencker

Quelle: Pförtner

Göttingen. Zuletzt hat die 19 Jahre alte, 1,76 Meter große  Aufbau- und Flügelspielerin beim 68:51-Heimsieg gegen Wolfenbüttel, mit dem die Göttingerinnen ins Meisterschaftsfinale gegen Osnabrück eingezogen sind, gezeigt, wie wichtig sie für die Mannschaft ist. Als der Gegner zu Beginn davonzuziehen drohte, nahm Bencker das Heft in die Hand, griff in der Verteidigung die Rebounds ab, zog furchtlos gegen zwei, drei körperlich deutlich überlegene Wolfenbüttelerinnen zum Korb und sorgte mit zehn Punkten maßgeblich für die 23:14-Führung der Veilchen nach dem ersten Viertel.

„Das war schon immer meine Spielweise, egal wer mir gegenübersteht. Ich brauche allerdings einige Zeit, bis ich meinen Level erreicht habe“, erklärt Bencker, warum der Knoten bei ihr erst in der Rückserie geplatzt ist. „Das gesamte Team ist aber in den letzten Monaten immer besser geworden und immer mehr zusammengewachsen. Wir sind alle Kämpfertypen, hechten nach jedem Ball“, beschreibt sie die hervorstechende Qualität der Veilchen, mit der sie zunehmend mehr Zuschauer in den Bann ziehen.

Coach Ondrej Sykora gebe jeder Spielerin die Chance zu zeigen, was sie kann, während Vorgängerin Jennifer Kerns meistens auf einige Leistungsträgerinnen gesetzt habe, sagt Bencker, die 2013 zur BG 74 und zum Studium (Sport und American Studies) nach Göttingen gekommen ist. Bis dahin hatte sie ab dem sechsten Lebensjahr beim TSV Hagen und später bei Phoenix Hagen gespielt – im U-17-Bundesligateam, mit dem sie sogar einmal das Meisterschaftsfinale erreicht hatte und mit nur zwei Punkten an Berlin gescheitert war, und eine Saison in der 2. Liga. „Göttingen ist eine ganz andere Welt.

In Hagen hatten wir in der Regel um die 20 Zuschauer und hier zuletzt 850. Das ist sensationell“, staunt Bencker. Dass sie sich größtenteils vom Bafög und einem Kneipenjob finanziert, stört sie nicht: „Ich spiele ja nicht Basketball, um Geld zu verdienen.“

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