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Erkan Coskun vom Bovender SV

Sportler der Woche Erkan Coskun vom Bovender SV

Da war er wieder. Der Dauerläufer, der Mann mit dem Auge für die Situation, der Abräumer vor der Abwehr – und der Torjäger. Erkan Coskun, früher für den RSV 05 in der Fußball-Oberliga am Ball, stellte beim 2:2 im Bezirksliga-Derby zwischen dem Bovender SV und dem SCW seine Klasse unter Beweis.

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Erkan Coskun

Quelle: ef

Göttingen. Der 28-jährige glich vor 200 Zuschauern auf dem Bovender Kunstrasenplatz für seinen abstiegsgefährdeten BSV zweimal die Führung des Spitzenreiters aus Weende aus und hätte kurz vor dem Abpfiff fast noch den Siegtreffer erzielt.

Die Bovender waren mit dem letzten Aufgebot angetreten, in dem der Stammtorwart Dennis Koch neben Coskun im defensiven Mittelfeld agierte. Coskun, der mit Koch beim RSV 05 zusammengespielt hat, luchste vor dem 1:1 einem SCW-Verteidiger den Ball ab, vor dem 2:2 lief er in die Schnittstelle der Weender Abwehr. Die meisten gefährlichen Anspiele kamen beim BSV jedoch von ihm selbst. Wenn er bei einem von Andreas Dellemann in der 90. Minute eingeleiteten Konter nach Hereingabe von Moritz Gieße auch noch das 3:2 gemacht hätte, wäre er auf Händen vom Platz getragen worden. Doch Coskun verpasste am langen Pfosten knapp.

„Er hat schon oft sehr gute Spiele für uns gemacht. Es macht ihm anscheinend Spaß bei uns“, sagt BSV-Abteilungsleiter Wolfgang Hungerland. Dass der drahtige Allrounder Coskun noch mal so auftrumpft, hat ihm kaum einer zugetraut. Bereits sein Bruder Emrah hatte seine Karriere wegen einer Knieverletzung aufgeben müssen, und ein Kreuzbandriss bedeutete 2012 nicht nur Erkans Ende beim RSV 05, sondern auch den Bruch mit dem Klub, weil es Probleme mit der Unfallversicherung gab. In der Internet-Spielerbörse transfermarkt.de wird er nach wie vor unter „Karriereende“ geführt.

Im vergangenen Sommer tauchte Coskun dann wieder auf, stand kurz vor einer Einigung mit dem Landesligisten SVG, schloss sich dann aber doch dem Bovender SV an. Nach seinem Fußball-Feuerwerk gegen den SCW bleibt nur zu sagen: Schön, dass er wieder da ist. Und hoffentlich hält das Knie.

Von Eduard Warda

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