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Müller kegelt zu Gold

Deutscher Meister Müller kegelt zu Gold

Dietmar Knörenscheid aus Herford begann, nervös zu werden. Der ehemalige Weltmeister hatte bei der Deutschen Kegel-Meisterschaft im Dreibahnenspiel in Braunschweig den Göttinger Klaus-Jürgen Müller zwar auf der Rechnung, aber dass es so eng werden würde, hätte er nicht gedacht.

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Göttingen. Und jetzt, in der letzten Disziplin Classic, zog dieser Müller auch noch gleich. Das war zu viel für Knörenscheid. Die letzten fünf Würfe gingen an den Göttinger, der daraufhin mit Gold dekoriert wurde. Nur eine Person hatte dies vorher gewusst: Müllers Ehefrau, Petra Müller-Plötz, sein größter Fan.

K.-J. Müller

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„Das war ein richtiger Krimi. Knörenscheid hat mir den Sieg gegönnt, bei der Siegerehrung aber auch ziemlich bedröppelt geschaut“, berichtet Müller, der 1986 vom Tischtennis zum Sportkegeln kam und heute in der Klasse Herren B (55 bis 65 Jahre) startet. An den nationalen Titelkämpfen nahm der 59-Jährige, für den Nervosität ein Fremdwort ist, zum sechsten Mal teil und sicherte sich nach Bronze vor zwei Jahren erstmals den Titel.

„Ruhe und Beständigkeit“ zeichneten Müller aus, sagt Gerd Ahlborn, Kegel-Abteilungsleiter bei Grün-Weiß Hagenberg. Für die Grün-Weißen kegelt Müller seit 2009 und ist nun der Stolz des Klubs, der erste Deutsche Meister der Vereinsgeschichte. Außerdem ist der Elektroniker für den GSC Göttingen in der Verbandsliga aktiv.

Seine Petra lernte er beim Kegeln kennen, seit dem vergangenen Jahr sind die beiden verheiratet. Bei Turnieren unterstützt sie ihn mit Ratschlägen und als Schreiberin – das nächste Mal bei den Deutschen Meisterschaften auf Bohle, einer der drei Disziplinen des Dreibahnenspiels, am ersten Juni-Wochenende in Bremen. „Ich rechne mir gar nichts aus, unter die ersten Zwölf zu kommen, wäre schon ein Erfolg“, sagt Müller. „Das schafft er“, ruft Petra aus dem Hintergrund.

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