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Porträt: Pascal Witzke-Jenssen vom SC Eichsfeld

Sportler der Woche Porträt: Pascal Witzke-Jenssen vom SC Eichsfeld

Den Titel „Sportler der Woche“ hat Pascal Witzke-Jenssen in erster Linie seinem Cousin Mario zu verdanken. Den Muskelkater, der ihn Anfang der Woche plagte, allerdings auch.

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Eichsfeld. Da Mario, Abwehrspieler bei Fußball-Kreisligist SC Eichsfeld, in der Partie gegen die SVG Göttingen II bereits nach 32 Minuten wegen einer Zerrung ausgetauscht werden musste und die Personaldecke des SC an diesem Tag sehr dünn war, musste sein Cousin, seines Zeichens Spielertrainer bei den Eichsfeldern, fortan auflaufen, und das nach eineinhalb Jahren Wettkampfpause. „Eigentlich hatte ich die Hoffnung, nicht zum Einsatz zu kommen, aber Mario hat mich da schön reingeritten“, sagt Witzke-Jenssen lachend.

Die Einwechslung machte sich jedoch umgehend bezahlt. Kaum in der Partie, erkämpfte sich der 34-jährige ehemalige Oberliga-Spieler (TB Berlin) den Ball und bereitete den 1:2-Anschlusstreffer durch Marcel Bömeke mit einer punktgenauen Flanke vor. „Da war die Luft bei mir auch noch da“, sagt Witzke-Jenssen verschmitzt, der in der Folgezeit durch kluge Pässe und Ballsicherheit gefiel, „auch wenn mir die körperliche Fitness noch fehlt, das weiß ich selber“. Kein Wunder nach einer derart langen Pflichtspielabstinenz und zahlreichen schweren Verletzungen.

Dreimal rissen bei Witzke-Jenssen die Kreuzbänder im linken Knie, auch der Meniskus wurde in Mitleidenschaft gezogen. „Es war alles kaputt, was kaputt gehen kann“, sagt der Spielertrainer, der deshalb jetzt auf dem Platz noch genauer auf seinen Körper achtet: „Natürlich hat man dann Angst, wenn man sich vertritt oder abgegrätscht wird.“

Im Sommer wird Witzke-Jenssen, der in Salzgitter wohnt, in Osterode arbeitet und in Göttingen sein BWL-Studium erfolgreich abgeschlossen hat, den SC verlassen. Schweren Herzens und aus Zeitgründen, denn seine Ehefrau erwartet Nachwuchs. Der Abschied, das weiß er schon jetzt, wird ihm äußerst schwerfallen: „Ich war schon bei vielen Vereinen, aber so einen Zusammenhalt habe ich noch nie erlebt.“

cro

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