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Turniere statt Urlaub

Christine Becker Turniere statt Urlaub

„Es war eine Punktlandung“, so beschreibt Christine Becker ihren Sieg in der Seniorinnen-B-Klasse bei den Deutschen Bowling-Meisterschaften in Berlin. Einen Pin hatte die ASC-46-Spielerin in der Endabrechnung mehr als ihre Konkurrentin.

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Mit links aus elf Metern

Göttingen . Nach zwei Vorrunden hatte sie mit nicht allzu großem Vorsprung als Führende das Sechser-Finale erreicht. Hier schmolz ihr Vorsprung und schien nach der letzten Runde aufgebraucht zu sein.

„Im letzten Spiel war ich ganz schlecht“, gibt Becker zu. „Es sind aber nicht mehr die Nerven“, fügt die 62-Jährige, die seit 30 Jahren Bowling spielt und sich als Routinier bezeichnet, an. Schuld an der schwachen Leistung im letzten der 17 Spiele seien vielmehr die Bahnverhältnisse gewesen. „Es war sehr warm in der Halle, das belastet den Körper und verändert auch das Ballmaterial.“

Becker trainiert zwei- bis dreimal wöchentlich ohne Trainer, dafür aber mit ihren Teamkolleginnen, mit denen sie im Trio Silber bei der Deutschen Meisterschaft geholt hatte. „Wir betreuen uns gegenseitig. Außerdem kennt jeder seine Schwächen genau.“ Außerdem kümmert  sie sich um drei jugendliche Bowlingspieler. Trainer seien rar in der Szene, zudem kaum erschwinglich.

Überhaupt ist Bowling ein sehr kostspieliges Hobby. „Normalen Jahresurlaub mache ich selten“, sagt die Bauzeichnerin, die sich in einem Architekturbüro auch um Abrechnungen und Ausschreibungen kümmert. Schließlich müssen die Trainingsspiele auf der kommerziellen Bahn selbst bezahlt und das Ballmaterial regelmäßig ausgetauscht werden.

Die nächsten drei Urlaubstage hat Becker, die als Jugendliche Radsport betrieben und Basketball gespielt hat, bereits eingereicht. Ab Montag startet sie mit ASC-Teamkameradin Barbara Karnasch bei den Deutschen Doppelmeisterschaften der Aktiven (Ü 23) in Wildau bei Königswusterhausen. „Da sind unsere Chancen aber nicht so groß.“

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