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Gieboldehäuser Benotti unterstützt Ex-Profi Marcel Wüst

„Uns verbindet die Passion Radsport“ Gieboldehäuser Benotti unterstützt Ex-Profi Marcel Wüst

Bevor Marcel Wüst das Mikrofon ergriff, gönnte er sich erst mal sichtlich gut gelaunt einen Schluck Kaffee. Angespannt wirkte der Kölner nicht: Als ehemaliger Profi-Radrennfahrer, der unter anderem Etappen bei der Tour de France und dem Giro d´Italia gewann, und einstiger ARD-Experte ist der Kölner schließlich das Rampenlicht gewöhnt.

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Beschreiten ab sofort gemeinsame Wege: Ex-Profi-Radrennfahrer Marcel Wüst (rechts) und Benotti-Geschäftsführer Bernd Nolte.

Quelle: Schauenberg

Gieboldehausen. Freudig gestimmt waren auch Bernd Nolte und Horst Kraus vom Fahrrad-Fachgeschäft Benotti in Gieboldehausen.

Die interne Weihnachtsfeier nutzten Geschäftsführer Nolte und Kraus nur allzu gerne, um in deren Rahmen offiziell zu verkünden, was bereits Wochen zuvor festgezurrt worden war: Ab sofort unterstützt das Eichsfelder Rad-Spezialgeschäft Wüst und sein Team „Casa Ciclista“.

Das eigens für den Ex-Profi angefertigte Rad wiegt gerade einmal sechs Kilogramm, ist aus speziellem Carbon gefertigt und hat einen Wert von rund 5300 Euro. Der Vertrag ist auf drei Jahre befristet – vorläufig. „Vielleicht werden es ja auch 30“, schmunzelte Wüst, der seit einem Sturz im Jahr 2000 auf dem rechten Auge erblindet ist und derzeit auf Mallorca in seinem Haus „Casa Ciclista“ Radsporttrainingslager und -seminare für alle Leistungsgruppen anbietet.

Berührungsängste hat der 47-Jährige dabei nicht. „Die Leute wohnen bei mir im Haus, ich mache Frühstück und koche für sie. Dabei sind echte Freundschaften entstanden. Wir reden nicht nur über Radsport, sondern auch über Politik und Privates und manchmal nach der vierten Flasche Rotwein auch über lustigere Sachen.“

„Wir alle sind für den Radsport unterwegs“

Das „mutige Vorpreschen“ Noltes, der „die Chance einfach genutzt hat“, Wüst bei einem Rennen in Bremen auf eine mögliche Zusammenarbeit anzusprechen, hat sich für beide Seiten gelohnt. „Uns verbindet die Passion Radsport“, unterstrich Wüst, der sich mittags auf die Autobahn begeben hatte, um die gut 320 Kilometer lange Autofahrt von Köln ins Eichsfeld anzugehen.

„In der Region war ich schon, in Gieboldehausen jedoch noch nicht“, erzählte der Rheinländer, der sich unkompliziert und volksnah gab, leger gekleidet in T-Shirt, Jeans und Turnschuhen. „Wir alle sind für den Radsport unterwegs. Ob Profi oder Hobbyfahrer, alle sind bodenständig“, betonte der ehemalige Träger des Grünen Trikots bei der Tour de France und belegte seine Worte durch sein eigenes Auftreten.

Wüst nutzte die Gelegenheit, um den kompletten Sonnabend in Gieboldehausen zu verbringen und sich erst am Sonntag wieder auf den Heimweg zu machen.

„Die Organisatoren haben sogar für Kölsch-Bier gesorgt. Solche Kleinigkeiten finde ich toll“

Geht es nach Benotti-Geschäftsführer Nolte, dann soll der Besuch nicht der Letzte gewesen sein. „Wir wollen nichts Kurzfristiges. Unser Ziel ist es, über viele Jahre hinweg gemeinsam zu planen.“ Auch die anderen Mitglieder der „Casa Ciclista“ erhalten individuell angefertigte Räder.

Mit denen werden sie – und auch Wüst – unter anderem bei der nächsten Göttinger Tour d‘Energie im Jahr 2015 an den Start gehen. Generell stehe für sein Team „das Erlebnis und nicht das Ergebnis im Vordergrund“, verdeutlichte Wüst, der sich in Gieboldehausen sichtlich wohl fühlte: „Die Organisatoren haben sogar für Kölsch-Bier gesorgt. Solche Kleinigkeiten finde ich toll.“

Von Christian Roeben

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