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Deutschland-Achter unterliegt starken Briten

Olympia Deutschland-Achter unterliegt starken Briten

Das Ziel war Gold, doch der Deutschland-Achter muss sich wieder einmal den britischen Ruderern geschlagen geben. Bei den Olympischen Spielen in Rio gibt es für das deutsche Paradeboot Silber.

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Der Deutschland-Achter hat sich auf den zweiten Platz gekämpft.

Quelle: Yoan Valat

Rio de Janeiro. Die ersten Gratulationen von IOC-Chef Thomas Bach zu Olympia-Silber vor der Siegerehrung nahmen die Ruderer des Deutschland-Achters noch mit einem eher gequälten Lächeln entgegen.

Nur sehr langsam wich bei ihnen die Enttäuschung über den entgangenen Olympiasieg in Rio de Janeiro der Erkenntnis, dass der Erzrivale aus Großbritannien wieder einmal zu stark war.

"Wenn man den Rennverlauf ansieht, dann waren die Briten einfach besser. Und da muss man dann auch mal mit Silber zufrieden sein", sagte Schlagmann Hannes Ocik. Sein Trainer Ralf Holtmeyer sah es ähnlich. "Die Briten sind superstark gefahren. Das war ein  Gold-Rennen", meinte er. "Aber Silber ist auch was. Die Gegner sind ja keine Pappkameraden."

"Go for Gold" hieß das Motto des Paradeboots des Deutschen Ruderverbandes (DRV) vor dem Rio-Finale. Nach den Niederlagen bei den Weltmeisterschaften 2013, 2014 und 2015 gegen die Briten sollte bei Olympia die Revanche gelingen und der Gold-Coups von London 2012 wiederholt werden. Doch die Briten machten schnell klar, warum sie derzeit den derzeit besten Achter stellen.

"Nach 1000 Metern haben wir schon gesehen, dass wir die Briten vergessen können. Es ging nur noch darum, nach hinten abzusichern", meinte Ocik. Auch der bekannte Schlussspurt von Ocik und seinen Teamkollegen Maximilian Munski, Malte Jakschik, Andreas Kuffner, Eric Johannesen, Maximilian Reinelt, Felix Drahotta, Richard Schmidt sowie Steuermann Martin Sauer hatte gegen die dominierenden Briten diesmal nichts gebracht. 

Immerhin wehrten die Deutschen den Angriff der Bronze-Gewinner aus den Niederlanden auf den letzten Metern ab. Bei und nach der Siegerehrung konnten sie allmählich wieder lächeln, umarmten Freunde und Familie und machten Privatfotos mit der Medaille.

Für den DRV war es das dritte Olympia-Silber im Achter nach 1964 und 1996. Gold gab es 1960, 1968, 1988 und 2012. 1976 und 1980 wurde die DDR Olympiasieger. Mit den beiden Goldmedaillen für die Doppelvierer und Silber für den Achter beendete der DRV die Spiele in Rio mit der gleichen Medaillenausbeute wie in London 2012. Vor vier Jahren gab es Gold für den Achter und den Männer-Doppelvierer sowie Silber für die Frauen im Doppelvierer.

dpa

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