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„Wir sind wieder unter den Top Ten der Welt“

Franziska van Almsick über Chancen der deutschen Stars „Wir sind wieder unter den Top Ten der Welt“

Die Schwimmwettkämpfe sind der Höhepunkt der ersten Olympia-Woche. Schwimmlegende Franziska van Almsick (38, zwei Olympiamedaillen) steht als Expertin für die ARD am Beckenrand. Hier spricht sie über die optimale Vorbereitung, das Gefühl fürs Wasser und die Chancen der deutschen Stars im Becken des Olympiaparks Barra.

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Früher selbst im Schwimmbecken, nun als Expertin vor der Kamera: Franziska van Almsick.

Quelle: dpa

Rio de Janeiro. Frau van Almsick, was macht man als Schwimmer noch vor dem ersten Wettkampf?

Ruhe bewahren, sich den örtlichen Situationen anpassen: der Zeitumstellung, den Temperaturen, Mücken. Es ist wichtig, dass man gut schläft, sich einlebt, wohlfühlt.

Und ein Gefühl für das Wasser bekommt?

Vor allem für die Technikorientierten Schwimmer, von denen wir viele haben, ist das Gefühl der Hand im Wasser wichtig. Die, die mehr über die Kraft gehen, brauchen das nicht so.

Welche Chancen haben die deutschen Schwimmer in Rio?

Wir haben drei, vier tolle Chancen. Marco Koch über die 100 Meter Brust, Franziska Hentke über 200 Meter Schmetterling und Paul Biedermann über 200 Meter Freistil. Wenn die 4-mal-200-Meter-Freistilstaffel der Männer sich in Schwung bringt, der eine oder andere über sich hinauswächst, könnten wir auch da eine Medaille holen.

Wo steht denn der deutsche Schwimmsport derzeit?

Die Schwimmer haben in der Vergangenheit gezeigt, dass es einen positiven Trend gibt, dass es vorwärtsgeht, dass sie wieder unter den Top Ten der Welt stehen. Das wird in Rio ein positives Abschneiden. Wir sind schon froh, wenn wir die Leute im Finale sehen. Die Schwimmnation, die wir mal waren, die sind wir noch nicht. Aber da können wir früher oder später wieder hinkommen.

Wenn Sie als Schwimmexpertin für die ARD am Beckenrand stehen, denken Sie manchmal noch: Da würde ich auch gerne noch mal reinspringen?

Das ist komplett raus. Meine Prioritäten haben sich komplett verschoben. Ich habe alles gegeben in meinem Sport, emotional alles, körperlich alles. Ich liebe meinen Sport immer noch, aber ich bin froh, dass ich meinen Sport nicht mehr betreiben muss.

Aber Sie sind ab und zu noch im Wasser?

Ja, das muss noch sein. Rein ins Wasser, da schüttelt man sich mal wieder richtig durch, da mache ich vielleicht auch noch mal einen kurzen Antritt, aber selten.

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Von Redakteur Manuel (GT) Becker