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Schützin Engleder verfehlt Medaille knapp

Olympia Schützin Engleder verfehlt Medaille knapp

Ganz knapp: Um eine Winzigkeit verpasst Barbara Engleder die erste deutsche Olympia-Medaille. Das Tennis-Team kassierte bittere Niederlagen. Und auch die Schwimmer kommen schwer in die Gänge.

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Engleder verpasst knapp die erste deutsche Medaille

Barbara Engleder hat die erste Medaille nur knapp verpasst.

Quelle: Friso Gentsch

Rio de Janeiro. Sportschützin Barbara Engleder hat die erste Medaille für das deutsche Olympia-Team in Rio de Janeiro als Vierte nur knapp verpasst. Schwimmer Jacob Heidtmann wurde disqualifiziert.

Der WM-Fünfte aus Elmshorn blieb über 400 Meter Lagen unter seinem deutschen Rekord und hätte als Fünftbester das Finale erreicht, doch bei der Brustwende machte er statt des einen erlaubten Delfinkick unter Wasser zwei. Bei den ersten Olympia-Vorläufen schieden sechs von sieben deutschen Schwimmer aus.

 

Knapp war es auch bei den Sportschützen. "Noch nicht einmal ein Millimeter hat gefehlt", sagte Engleder nach ersten Medaillen-Entscheidung im Luftgewehr-Wettkampf über die Zehn-Meter-Distanz. Der 33-jährigen Sportsoldatin aus Triftern fehlten am Ende 0,3 Punkte, um Edelmetall sicher zu haben. Erste Olympiasiegerin von Rio wurde die 19-jährige Virginia Thrasher. Die Amerikanerin setzte sich vor den Chinesinnen Li Du und Siling Yi durch. Bei den Männern holte Xuan Vinh Hoang mit der Luftpistole über zehn Meter das erste Olympia-Gold für Vietnam überhaupt.

 

Für das deutsche Tennisteam ging es gar nicht gut los. Einzig Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber gewann. Jan-Lennard Struff, Annika Beck und Andrea Petkovic sowie das Doppel Anna-Lena Grönefeld und Laura Siegemund verloren ihre Auftaktspiele. Auch Ana Ivanovic, die Frau von Bastian Schweinsteiger, scheiterte im ersten Spiel nach der Hochzeit mit dem Fußball-Weltmeister am 12. Juli in Runde eins.

 

Die Fußball-Frauen haben den vorzeitigen Einzug ins Viertelfinale des Olympia-Turniers verpasst. Das Team von Bundestrainerin Silvia Neid kam am Samstag im zweiten Vorrundenspiel in der Gruppe F gegen Australien nur zu einem 2:2 (1:2). Mit einem späten Tor bewahrte Saskia Bartusiak das Team vor einem herben Rückschlag. Nun geht es gegen Kanada.

Turner Fabian Hambüchen wahrte mit einer bravourösen Reck-Show seine Chance auf eine dritte olympische Medaille. Mehrkampfmeister Andreas Toba dagegen zog sich im Vorkampf am Boden nach Verbands-Angaben vermutlich einen Kreuzbandriss zu. Um so eindrucksvoller war, dass der 25-Jährige am Pauschenpferd den Wettkampf fortsetzte, nachdem er von Referees schon aus den Listen gestrichen worden war. "Wenn wir das Team-Finale erreichen und es irgendwie möglich ist, würde ich auch dort noch einmal turnen."

Der Belgier Greg van Avermaet gewann Gold im Straßenradrennen vor dem Dänen Jakob Fuglsang und dem Polen Rafal Majka. Die deutschen Fahrer spielten bei der Entscheidung erwartungsgemäß keine Rolle.

 

Das Rennen wurde von vielen Stürzen überschattet, unter anderem erwischte es Mitfavorit Vincenzo Nibali in aussichtsreicher Position.

Das Doping-Wirrwar geht weiter. Nicht mehr nur die Russen, sondern auch Brasilianer und Griechen stehen im Fokus. Die Gastgeber sind vor dem Auftakt einen Monat lang nicht auf Doping getestet worden, die Welt-Anti-Doping-Agentur forderte Aufklärung. Das IOC sieht dagegen keine Probleme. Sprecher Mark Adams sagte: "Wir vertrauen sehr darauf, dass die Brasilianer ordnungsgemäß getestet wurden."

 

Mit Enttäuschung reagierte Griechenland auf den positiven Dopingtest. Eine Schwimmerin war positiv getestet worden und musste das Olympische Dorf verlassen.

 

Das russische Olympia-Team dagegen wächst weiter. Und es gab sogar das erst Gold: Beslan Mudranow gewann das Judo-Finale in der Klasse bis 60 Kilogramm gegen den Kasachen Jeldos Smetow. Im Achtelfinale ausgeschieden war Tobias Englmaier.

dpa

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