Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
15. Eichsfelder Silvesterlauf: Reichert siegt

Spickhoff und Artmann holen Titel 15. Eichsfelder Silvesterlauf: Reichert siegt

Auch der Nieselregen konnte der guten Stimmung, die beim 15. Eichsfelder Silvesterlauf rund um den Seeburger See herrschte, nichts anhaben. Mit insgesamt 1074 Teilnehmern waren sogar noch mehr Sportler am Start als bei der vorherigen Auflage. Im Zehn-Kilometer-Lauf der Herren setzte sich Favorit Florian Reichert vom Theodor-Heuss-Gymnasium in Göttingen durch, bei den Damen gab es dagegen eine durchaus überraschende Gewinnerin.

Voriger Artikel
Tuspo 61 und Waspo 08 werden Turn- und Wassersportverein Göttingen
Nächster Artikel
Wasserball in Göttingen im Dornröschenschlaf

Läufer, soweit das Auge reicht: Knapp 630 gehen alleine über die Fünf-Kilometer-Distanz an den Start.

Quelle: Richter

Bernshausen. Als Florian Reichert (Theodor-Heuss-Gymnasium) mit langen Schritten dem Ziel entgegenstürmte, konnte auch der Nieselregen nicht das Grinsen aus dem Gesicht des Göttinger Lehrers wischen.

Als Favorit war der 32-Jährige in das hochkarätig besetzte Zehn-Kilometer-Rennen des 15. Eichsfelder Silvesterlaufs gegangen, und dieser Rolle wurde Reichert vollauf gerecht.

Am Ende setzte er sich in einer Zeit von 32:05,70 Minuten vor Sebastian Hanelt (LG Göttingen/ 32:35,90) und dem Vorjahressieger Andreas Gerrits (LG Göttingen/ 33:05,70) durch – seine Premiere beim Wettkampf, der die Läufer um den Seeburger See führte, war geglückt.

„Ein bisschen habe ich die Berge vermisst“, flachste der Streckenrekordhalter der Brocken-Challenge hinterher. Dass Reichert die im Jahr 2006 von Dirk Schwarzbach (TSV Kirchdorf) aufgestellte und bis heute gültige Bestzeit nicht geknackt hatte, führte er auf „ein bisschen schwere Beine“ zurück – in der vergangenen Woche hatte Reichert ein Trainingspensum von 180 Kilometern abgespult.

Eine unerwartete Siegerin gab es bei den Damen – Gabriele Artmann (PSV Holzminden) verwies Yvonne Ittershagen (1. Eichsfelder Sportclub) und die schnellste Frau der vergangenen Auflage, Sanna Almstedt (ASFM Göttingen), auf den Silber- und Bronzerang. Ihre erzielten 38:52,70 Minuten, die zuletzt 2006 unterboten worden waren, überraschten Artmann selber ein bisschen.

Impressionen vom Eichsfelder Silvesterlauf 2014. © Richter

Zur Bildergalerie

„Ich wusste gar nicht, dass ich so schnell laufen kann. Eigentlich wollte ich nur versuchen, knapp unter 40 Minuten zu bleiben“, erklärte Artmann, die zum ersten Mal beim Eichsfelder Silvesterlauf antrat und sich sofort heimisch fühlte: „Ich fand die Strecke einfach super.“

Ein paar glitschige Passagen mussten die insgesamt 1074 Sportler zwar meistern, doch insgesamt sei alles problemlos verlaufen, versicherte Olaf Waida vom Organisationsteam.“Die Strecken sind gut zu bewältigen“, hatte Waida kurz vor dem Startschuss des Fünf-Kilometer-Laufs beteuert. Als die rund 630 Männer und Frauen um 13.06 Uhr den ersten Wettbewerb eröffneten, war es zwar bewölkt, aber immerhin trocken bei knappen Plusgraden.

Dass später die ersten feinen Tröpfchen herabrieselten, konnte Bjarne Friedrichs (LG Göttingen) und Anne Spickhoff (LG Göttingen) in ihrem Tatendrang nicht bremsen. Friedrichs, der bereits 2013 triumphiert hatte, gab nach 16:58,50 Minuten stolzen 404 männlichen Konkurrenten das Nachsehen und verbesserte seine letztjährige Zeit um rund 25 Sekunden.

In einem spannenden Finish hatte sich der Gewinner gegen Chris Lemke (Pedo Schweißtechnik Running Team) durchgesetzt. „In den letzten Wochen war ich verletzt und krank, deshalb hätte ich damit nicht gerechnet“, gestand der Titelverteidiger, bevor er sich die wohlverdiente Eichsfelder Mettwurst abholte.

Mit Anne Spickhoff hatte diesmal eine Debütantin die Nase am letzten Tag des Jahres 2014 vorne.Die Göttingerin kam in 18:38,30 und damit genau 13 Sekunden vor der vierfachen Titelträgerin Cathrin Cronjäger (CC Sport) ins Ziel. „Das war ein perfekter Jahresabschluss“, jubelte die 17-Jährige nach ihrem ersten Silvesterlauf-Sieg, der energisch erkämpft war, denn „Cathrin saß mir die ganze Zeit im Nacken“.

„Es wird ja auch Zeit, dass mir die Jüngeren die Krone abnehmen“

Dass es für Cronjäger mit dem fünften Titel über die fünf Kilometer nichts geworden war, nahm diese ganz gelassen hin: „Es wird ja auch Zeit, dass mir die Jüngeren die Krone abnehmen“, schmunzelte die erfahrene Athletin.

Doch nicht nur die Aktiven auf den Podiumsplätzen hatten viel Spaß. Die Schüler – die jüngsten Kinder waren gerade einmal drei Jahre alt – flitzten in bunten Schuhen, mit glühenden Wangen und manchmal auch mit Hilfe einer unterstützenden Hand über den Zielstrich, Andreas Koch (Göttinger Laufschule) unterbrach kurzzeitig sein Zehn-Kilometer-Rennen, um ein Selfie mit Moderator Frank Neumann zu schießen, und Thomas Werner (CVJM Göttingen) ging gemeinsam mit seinem Hund auf die Strecke.

Nicht fehlen durfte auch Otto Claus – der Walker vom TSV Ebergötzen, der einen Tag vor dem Silvesterlauf seinen 80. Geburtstag gefeiert hatte, ist bei jeder Auflage dabei und regelmäßig der älteste Teilnehmer im Aktivenfeld.
Gleich mit sechs Läufern war Familie Reimers aus Göttingen ins Eichsfeld gereist.

Bei den Vereinen hatte die VSSG Sudershausen mit 33 Meldungen am kräftigsten zugesagt. Nur knapp dahinter rangierte die KGS Gieboldehausen, die 31 Sportler auf die Strecken sandte.

Von Christian Roeben

Voriger Artikel
Nächster Artikel
09.12.2016 - 17:47 Uhr

Borussia Mönchengladbachs Trainer André Schubert zeigt sich nach der Misserfolgsserie des Clubs kämpferisch.

mehr
Hardenberg Klassika Gartenmarkt