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198 Trampolinspringer bei Hochschulmeisterschaften in Göttingen

„Einziges Limit ist das Hallendach“ 198 Trampolinspringer bei Hochschulmeisterschaften in Göttingen

Immer wieder wird die Luft in der großen Spielhalle im Institut für Sportwissenschaften (IFS) kräftig durcheinandergewirbelt. Salti, Drehungen und Schrauben sind zu sehen, Eleganz und Spannung. Verantwortlich für den Wirbel sind die 180 Teilnehmer an den deutschen Hochschulmeisterschaften im Trampolinturnen.

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Quelle: Pförtner

Göttingen. „Körperspannung, Körperbeherrschung und Mut sind am wichtigsten, um beim Trampolin-Springen erfolgreich zu sein“, weiß Jana Hülsmeier von der Universität Kassel. Auch die Kraft spiele eine Rolle, betont Julius Strake vom Organisationsteam: „Zehn Sprünge in Folge bis unter die Decke – das schlaucht ordentlich“, sagt der Göttinger, der mit dem Meldeergebnis sehr zufrieden ist: Fast 50 Prozent mehr Starter als in den Vorjahren hat er verzeichnet.

Die Turner, die in den Disziplinen Einzel, Synchron und Mannschaft starten, kommen aus dem gesamten Bundesgebiet. Ähnlich unterschiedlich wie ihre Herkunftsorte sind ihr Alter, ihre Sprunghöhe, ihr Bewegungsfluss und ihre Körperspannung. Und eben auch ihre Erfahrungen im Trampolinturnen. Einige starten schon jahrelang bei Wettbewerben, andere haben den Sport erst während des Studiums für sich entdeckt. Das wird schnell deutlich: Während erstere routiniert mehrfache Salti zeigen, wirken letztere angespannt – und haben vor allem ein Ziel: Dabei zu sein bei dem Event und die Pflichtkür erfolgreich zu meistern.

„Es gibt eine sehr große Leistungsbreite“, verdeutlicht Tobias Palme aus Stuttgart, der früher bei den badischen Meisterschaften geturnt hat, „heute aber eher passiv“ ist. Auch Hülsmeier findet: „Die Leistungsheterogenität ist schon größer als bei anderen Wettkämpfen. Denn dort muss man sich oft über Kreis- oder Bezirksmeisterschaften qualifizieren.“ Demgegenüber ist bei der DHM grundsätzlich jeder Studierende startberechtigt, der das Pflichtprogramm turnen kann. Neben zehn festgelegten Sprüngen gibt es die Kür. Dort ist Kreativität gefragt: „Das einzige Limit ist das Hallendach“, sagt Strake.

Bestplatzierter Göttinger in der Einzelwertung ist Sören Noack ( Platz 39). Bei den Frauen schafft Annalena Schwierzi den Finaleinzug und wird Elfte. Die meisten Medaillen holte Pascal Martin aus München mit zweimal Gold und einmal Bronze. Die Zuschauer, die ständig ihren Kopf auf und ab bewegen mussten, um das Geschehen zu verfolgen, sind vermutlich froh, ihrem Nacken nun eine Ruhepause gönnen zu können.

Von Timo Holloway

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