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2. D&T-Futsal-Cup: Zwei Tore von Adrian Koch bringen FC auf Siegerstraße

FC Grone siegt bei SCW-Turnier 2. D&T-Futsal-Cup: Zwei Tore von Adrian Koch bringen FC auf Siegerstraße

Fußball-Bezirksligist FC Grone hat dem Gastgeber und Ligakonkurrenten SCW den Sieg beim D&T-Futsalcup in der Weender Sporthalle vor der Nase weggeschnappt. Im Endspiel besiegten die Groner den SCW I mit 3:1 und sicherten sich damit bei der zweiten Auflage des Cups vor rund 100 Zuschauern den Wanderpokal.

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Julian Kratzert (M.) vom SCW I im Vorrundenspiel gegen die Gladebecker Antonio Zilic (l.) und Dustin Marek.

Quelle: Pförtner

Weende. Adrian Koch hatte Grone im Finale in Führung gebracht, bevor André Weide der umjubelte Ausgleich für den SCW I gelang. Doch schließlich war Koch noch einmal vom Penaltypunkt aus zehn Metern erfolgreich, und Rinor Murati machte mit dem 3:1 alles klar. Murati war mit sieben Treffern auch der beste Torschütze des Turniers.

In den Halbfinalspielen hatte Grone das Team von Grün-Weiß Hagenberg souverän mit 5:2 besiegt und der SCW I den SV Moringen 07 mit 3:2 (1:1) nach Penaltyschießen. Dieses wurde als Besonderheit des Turniers wie beim Eishockey ausgetragen: Ein Spieler startete mit dem Futsalball am Fuß vom Anstoßpunkt aus und hatte einen Versuch, um den Ball am Torhüter vorbei im Gehäuse zu versenken.

„Das Penaltyschießen hat mir gefallen, die vielen Auszeiten haben mich genervt“, sagte der Hagenberger Teammanager Jan Steiger. Auch die Spieler schwankten bei der Frage, ob sie Futsal besser finden als Hallenfußball. „Es ist anstrengender, weil man den Torwart nicht anspielen darf. Aber der Ball wird ruhiger gepasst, und der Spielaufbau ist durchdachter“, sagte etwa Murati. In den Augen des Weenders Mike Strauß „wird fairer gespielt, und es gibt weniger Bolzerei“. Neben der größeren Anstrengung fielen jedoch wegen der kleineren Tore nur dann Treffer, „wenn der Ball quer gelegt wird“. Auf die Frage, ob er Hallenfußball bevorzugt, antwortete Strauß: „Ich bin froh, wenn es draußen los geht.“

„Wir hatten zwei Mannschaften mehr und auch mehr Zuschauer als bei der Premiere“, resümierte SCW-Abteilungsleiter Niko Hense, für den es in der Halle keine Alternative zum Futsal gibt. „Zeit schinden funktioniert nicht, und Futsal hat eine wesentlich größere Dynamik“, sagte er. Dieser Meinung schloss sich auch SCW-Hallensprecher Gerhard „Beppo“ Balzer an: „Es ist sehr gut, wenn die Leute nicht so aufs Tor knallen.“

Ergebnisse: SCW I – Gladebeck 4:1, Hagenberg – Wolbrechtshausen 2:1, SCW II – NSC 0:1, Grone – Moringen 2:1, Wolbrechtshausen – SCW I 2:3, Gladebeck – Hagenberg 0:5, NSC – Grone 2:5, Moringen – SCW II 1:1, Gladebeck – Wolbrechtshausen 4:2, SCW I – Hagenberg 4:0, SCW II – Grone 3:3, NSC – Moringen 2:4. – Halbfinale: SCW – Moringen 3:2 (1:1) n. P., Hagenberg – Grone 2:5. – Finale: SCW – Grone 1:3.

Von Eduard Warda

„Die getanzte Variante“

In seinem Beitrag „Futsal – die getanzte Variante des Fußballsports“ macht sich der RSV-Jugendtrainer Dietmar Skusa, der im Tageblatt-Fußballportal Sportbuzzer unter dem Pseudonym Jatzek Tiriac schreibt, sehr gekonnt über die offizielle Hallenspielart des Weltverbandes Fifa lustig. Der satirische Text zeigt anhand von Erlebnissen bei den Hallenkreismeisterschaften der A-Junioren Schwachpunkte der Futsalregeln auf. Im folgenden drucken wir Auszüge ab:
„Unter den Zuschauern machte ich einen Herren aus, der durch seinen Habitus ein ausgemachter Befürworter des Futsals zu sein schien. ,Warum wird hier Futsal gespielt‘, fragte ich freundlich an. ,Das hat der DFB so bestimmt‘, gab er zurück.

Ich sah, wie der Schiedsrichter einen harmlosen Rempler pfiff, das Spiel unterbrach und sich ein Tross aus Spielern und Schiedsrichtern wandernd in die andere Hälfte des Spielfeldes begab. ,Der Sinn hinsichtlich der Vorteile des Futsals erschließt sich mir nicht so ganz‘, gab ich zu bedenken. ,Das Spiel wird durch die Vier-Sekunden-Regel schneller.‘ ,Aber durch ständige Wanderbewegungen auch wieder langsamer. Und durch den Wegfall der Bande ist doch der Ball ständig im aus. Es ist, als wenn ich an einem Flipperautomaten stehe und die seitliche Begrenzung abmontiert wurde. Was ist denn jetzt schon wieder los?‘ ,Ein Trainer hat die Greencard für eine einminütige Spielunterbrechung gezogen. Futsal ist einfach attraktiver und technisch anspruchsvoller.‘ Die Attraktivität wurde leicht gemindert, weil dann auch der zweite Trainer die Greencard zog.

Irgendwie erscheint mir die Pfeiferei beim Futsal etwas fußballfremd und weichereirig. ,Du Malte, Joschua möchte jetzt nicht, das du ihn anrempelst.‘ Es erschien mir so, als ginge ich zum Tennis und sollte plötzlich Badminton spielen. Sind ja für sich beides schöne Sportarten...“

Der gesamte Text ist unter gt-sportbuzzer.de zu finden

Kommentar: Besser freiwillig

Die einen stehen auf Futsal, die offizielle Hallenfußball-Spielart der Fifa, die anderen lehnen ihn kategorisch ab. Einige Kritikpunkte hat Sportbuzzer-Autor Jatzek Tiriac in seinem satirischen Text aufgezählt: zu viele Pausen, die den Rhythmus stören, zu wenig Körperkontakt, zu komplizierte Regeln. Für einen Futsal-Novizen kann das den Eindruck einer arg verkopften Gemengelage machen.

Wer selbst mal in der Halle gekickt hat, vielleicht als Kind im Schulunterricht, der weiß, wie viel Spaß es macht, mit der Bande Doppelpass zu spielen. Wer Kindern, Fußball-Einsteigern, zu komplizierte Regeln vorgibt, verdirbt ihnen damit den Spaß am Spiel. Wichtig aber ist, dass das Gebolze aufhört, dass der Hallenfußball nicht von Torhütern und Fernschüssen dominiert wird – und damit ein Schritt in Richtung Futsal gemacht wird. Dass der DFB Futsal bei Verbandsturnieren mittlerweile vorgibt, ist jedoch nicht der richtige Weg.

Eduard Warda

Eduard Warda

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05.12.2016 - 18:11 Uhr

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