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„Wenn in Rio alles so gut klappt, wäre ich froh“

260 Kanuten bei 36. Kiesseeregatta „Wenn in Rio alles so gut klappt, wäre ich froh“

260 Kanuten aus sechs Bundesländern haben an der 36. Kiessee-Regatta des Turn- und Wassersportvereins Göttingen (TWG) teilgenommen. Eineinhalb Tage lang herrschten herrliches Wetter und Volksfeststimmung, dann brach die Jury das Event aufgrund des starken Gewitters ab.

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Max Staats ist in den Siegerlisten der Kiessee-Regatta weit vorn zu finden.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. „Das Risiko war zu groß“, so Regattaleiter Gerd Bode, „bei Gewitter soll man Wasser nun mal meiden“. Und so war am Sonntag, 5. Juli, kurz vor 14 Uhr Schluss, eine ganze Reihe von Endläufen fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Schade - aber bis dahin war es eine tolle Veranstaltung gewesen, sowohl für die Teilnehmer, die aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Berlin gekommen waren, als auch für die rund 400 Zuschauer. Gepaddelt wurde im Einer, Zweier und Vierer auf fünf verschiedenen Distanzen: 100, 200, 500, 2000 und 5000 Meter. Bis 200 Meter wird durchgehend mit voller Kraft gepaddelt, bei den anderen Strecken gilt es, sich seine Kräfte einzuteilen. Das heißt, bei den Kurzstrecken ist vor allem Kraft gefragt, bei den Langstrecken Ausdauer, bei der Mittelstrecken eine Kombination von beiden. Beim Start müssen die Juroren genau hingucken, weil einige Kanuten versuchen, zu „klauen“ - das heißt, sie fahren nicht aus dem Stand los, sondern haben bereits leicht Bewegung aufgenommen, wenn das Startzeichen ertönt.

Ansonsten müssen die Schiedsrichter vor allem darauf achten, dass die Athleten auf ihrer Bahn bleiben - wer das nicht tut, kann sogar disqualifiziert werden. Gelegentlich kippt ein Kanu um und ein Paddler landet im Naß - so auch mehrmals an diesem Wochenende.

Was aber nicht schlimm war, schließlich war das Wasser 18 Grad warm. Außerdem fuhr jedes Mal ein Team der DLRG-Gruppen Göttingen und Eichsfeld mit seinem 60 PS starken Motorboot „Alegria“ los, um im Notfall Hilfe leisten zu können, was aber nicht notwendig wurde: „Es gab keine einzige brenzlige Situation“, so Jan Meyer von der DLRG Göttingen. In seinem nördlichen Teil ist der Kiessee allerdings auch äußerst flach, wer kenterte, konnte also in aller Regel im Wasser stehen. Das flache Wasser hat allerdings auch einen Nachteil: Zwischen Kanu-Unterseite und dem Boden des Sees befindet sich wenig Platz, so dass die Paddel das Wasser nicht so gut verdrängen können - Spitzenzeiten zu fahren, ist auf dem Kiessee also praktisch unmöglich. Apropos Spitzenzeiten.

Die fährt Sabrina Hering. Die 24-jährige Hannoveranerin wird bei der Olympiade im Vierer über 500 Meter starten und hofft auf eine Medaille. Bei der Kiessee-Regatta war sie als Zuschauerin zugegen, lobte die tolle Organisation: „Wenn in Rio alles genauso gut klappt, wie hier, wäre ich froh.“

Ergebnisse der TWG-Starter

Sehr zufrieden: Mit den Leistungen der acht Göttinger Starter zeigte sich TWG-Sprecher Gerd Bode „sehr zufrieden“. Als „besonders erfreulich“ bezeichnete er das Abschneiden des mit zwölf Jahren jüngsten aus der Gruppe, Leon Baumann. Schüler-Einer (100 Meter): 1. Leon Baumann (0:34 Minuten). Schüler-Einer (200): 3. Leon Baumann (1:08). Schüler-Einer (500): 3. Leon Baumann (3:02). Schüler-Einer (2000): 1. Leon Baumann (14:14). – Herren/Junioren Einer (500): 4. Sebastian Fischer. Herren-Einer (200): 2. Max Staats (0:38): 6. Till Steffen (0:43). – Herren-Einer (5000): 5. Max Staats (26:41), 8. Alexander Baum (28:44), 10. Till Steffen (30:42). Damen-Einer (5000): 5. Marisa Leißing (30:38). – Damen-Zweier (200): 3. Julia Gierig und Marisa Leißing (0:48). Damen-Zweier (500): 5. Julia Gierig und Marisa Leißing (2:13). Herren-Zweier (500): 2. Till Steffen und Max Staats (1:39). – Herren-Vierer (500): 1. Alexander Baum, Till Steffen, Lars Bode, Max Staats (1:31).

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