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330 Radler bei 1. Eichsfelder Radsporttag in Esplingerode

Lehrstunde im Windschatten-Fahren 330 Radler bei 1. Eichsfelder Radsporttag in Esplingerode

Mal aufgereiht wie auf einer Perlenschnur, mal als großes Pulk: In wechselnden Formationen haben die Radrennfahrer beim 1. Eichsfelder Radsporttag in die Pedale getreten. Das Ziel der 330 Akteure bei dem von VCE Duderstadt und Tuspo Weende organisierten Tag war klar: Erfolgreich dem Wind zu trotzen, der den acht Kilometer langen Rundkurs mit Start und Ziel in Esplingerode zu einer Herausforderung machte.

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Gemütlichkeit nur vor dem Start:  Die Aktiven beim 1. Eichsfelder Radsporttag in Esplingerode warten auf ihren Einsatz.

Quelle: Pintschak

Esplingerode. Das Hauptrennen des Tages um den Großen Benotti-Straßenpreis über 85 Kilometer gewann Erik Köhler vom OSC Potsdam. Nach zwei Stunden Fahrzeit überquerte er gut zehn Meter vor dem Zweitplatzierten Marek Bosniatzki (Grimma) und in Jubelpose die Ziellinie. Den Vorsprung auf die Konkurrenz gewann Köhler am Anstieg kurz vor dem Ziel. „Ich bin um die Kurve rum, habe alles gegeben – und gehofft, dass es reicht“, sagte der 26-Jährige, der Teil einer zwölfköpfigen Spitzengruppe war. „In der Gruppe war zum Glück auch noch ein Teamkollege von mir. Wäre ich eingeholt worden, hätte er eben um den Sieg fahren müssen“, sagte Köhler nach der Siegerehrung, auf der er neben Pokal und Preisgeld eine Eichsfelder Stracke entgegennehmen durfte. Der Sieger sprach von einer „attraktiven Strecke mit schmalen Straßen, auf denen man stets dem Wind ausgesetzt war“.

 
Der Tuspo Weende blieb im Eliterennen hinter seinen Erwartungen zurück. „Wir sind das erste Renndrittel zu offensiv gefahren und haben unsere Körner verballert“, sagte der Tusporaner Jan Jannsen. Der aktuelle Landesmeister im Zeitfahren verdeutlichte, dass es „kaum Erholungsphasen“ gegeben habe: „Entweder ging es bergauf oder gegen den Wind – und auch die Bergabstrecken wurden richtig schnell gefahren.“ Bis zu 60 Stundenkilometer zeigte der Tacho auf dem Teilstück zwischen Esplingerode und Obernfeld an. Fahrer wie auch Zuschauer erhielten somit unweigerlich eine Lehrstunde zum Thema „Windschatten-Fahren“. Bester Tusporaner wurde mit Platz 19 unter 100 Startern Frieder Uflacker, der tags zuvor beim Eliterennen in Fuldabrück gesiegt hatte. Besser lief es für die Blau-Weißen im Nachwuchsbereich: Hannah Buch siegte im Rennen der U13 nach einem couragierten Auftritt, Franzi Arendt feierte gemeinsam mit Linus Fahrendorff in der U11 einen Doppelsieg. Schnellste im Eliterennen der Frauen war nach 51 Kilometern Stefanie Paul von der RSG Hannover.

 
Das Fazit des Radsport-Fachwarts vom VCE Duderstadt, Michael Kohlrautz, war durchweg positiv. Zumal die Stürze, etwa zehn an der Zahl, glimpflich verlaufen seien – nur ein Fahrer musste am Kinn genäht werden.

 
„Das war ein sehr guter Tag für den Radsport“, resümierte auch Tuspos Abteilungsleiter Holger Buch. Er betonte: „Wir wollen Rennen fahren – deshalb sehen wir uns in der Pflicht, auch selbst welche auszurichten.“ Nicht zuletzt deshalb soll es im kommenden Jahr die zweite Auflage des Eichsfelder Radsporttages geben.

Von Timo Holloway

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