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36 Teams baggern im Erlenhofer Sand

Beachvolleyball-Turnier 36 Teams baggern im Erlenhofer Sand

Nachdem Ausrichter „Lokomotive Eichsfeld“ sein Beachvolleyball-Turnier, kurz Bivo-Batu genannt, im Juli wegen schlechten Wetters absagen musste, erwischten die Volleyballer nun das heißeste Wochenende des Jahres, um doch noch im Sand des Gieboldehäuser Erlenhofes um die Plätze zu spielen. 36 Teams waren dabei.

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Voller Einsatz: Beim Beachvolleyball – wie hier auf der Anlage des Gieboldehäuser Erlenhofs –  sind solche Einlagen keine Seltenheit.

Quelle: Schneemann

Gieboldehausen. Sie hatten wirklich alles versucht: Immer wieder stellten sich Superman, Catwoman, Batman und Co. dem Gegner, liefen, hechteten und setzten ihre Kräfte ein, doch am Ende waren 27 Teams besser. Macht nichts, sagten die „Helden in Strumpfhosen“, eine der 36 Mannschaften, die bei der neunten Auflage des von der „Lokomotive Eichsfeld“ ausgerichteten Beach-Volleyball-Turniers auf den Plätzen des Gieboldehäuser Erlenhofs an den Start gingen. Am Ende konnten sich die Superhelden, die sich in ihren selbst angefertigten Outfits tapfer der sengenden Sonne stellten, über den „Kostümpreis“ als best verkleidetes Team freuen.

„Wir sind reine Freizeitspieler“, sagte Teamkapitän Benedikt. Die Superhelden gehören beinahe schon zur Turniertradition: „Wir sind schon seit vielen Jahren dabei, ich glaube seit 2005“, sagt der Kapitän, bevor er sich in seinem Superman-Kostüm einen kühlen Schluck gönnt. Mitspielerin Nina ist besonders tapfer: In ihrer schwarzen langen Hose mit angebrachtem Schwanz und der Maske ist ihr besonders heiß, doch Nina lächelt die Hitze einfach weg – Superhelden sind schließlich hart im Nehmen.

Männer in Tops, Frauen mit Bärten

Auf den Kostümpreis hatten auch „Alkohol im Spiel“ ein Auge geworfen. Als 17. landeten sie im sportlichen Mittelfeld, sicherten sich aber den „Kulturpreis“ für die meist konsumierten Getränke.  Für die insgesamt 240 flüssigen Einheiten, die durch ihre durstigen Kehlen rannen, gab es eben so viele Euros, die dem Förderverein des Zeltlagers Stolle zu Gute kommen. Auch optisch machte die Gruppe einiges her: „Geschlechtertausch“ lautete ihr Motto, und so baggerten und pritschten die Jungs in hautengen Tops und die Frauen mit selbstangemalten Bärten.

Auf alle drei Preise, sprich die Auszeichnungen als best komstümiertes, durstigstes und sportlich bestes Team hatten auch die Jungs von KTV („Das hat keine Bedeutung“) gehofft. Stimmungsvoll machte ihnen jedenfalls keiner was vor, und auch optisch waren die Mitglieder mit ihren Hüten und den künstlichen Hinterteilen ein echter Hingucker. Sportlich reichte es im Endklassement nur zum 34. Platz – vom feiern und singen bei tropischen Temperaturen ließen sie sich trotzdem nicht abhalten. Einen Tapferkeitspreis hatte die „Kleintierklinik Göttingen“ verdient – bei Temperaturen jenseits der 30 Grad traten sie in Original OP-Outfit samt Mundschutz auf. „In dieser Konstellation spielen wir zum ersten Mal“, sagte Teammitglied Julia. „Die Hauptsache ist doch, es macht Spaß.“

Nachdem Ausrichter „Lokomotive Eichsfeld“ sein Beachvolleyball-Turnier, kurz Bivo-Batu genannt, im Juli wegen schlechten Wetters absagen musste, erwischten die Volleyballer nun das heißeste Wochenende des Jahres, um im Sand des Gieboldehäuser Erlenhofes zu spielen.

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Das, bekräftigte Mario Sommer, Präsident des Ausrichtervereins,  sei auch die maßgebliche Prämisse. „Es soll möglichst viel Laune machen“, erklärte Sommer, der sich über Resonanz und Engagement der Teilnehmer gleichermaßen freute. „Es ist beeindruckend, wie viel Mühe sich die Mannschaften gemacht haben. In den Jahren zuvor waren nicht so viele kostümierte Teams am Start.“ Manche hatten sogar eigene kleine Pavillons mitgebracht, um sich vor der Sonne zu schützen. „Das zeigt, wie sehr sich die Leute mit unserem Turnier auseinandersetzen.“

Im Endklassement des nach dem Schweizer System (nach jedem Spiel wurde eine neue Gesamttabelle erstellt und die Tabellennachbarn trafen aufeinander) ausgetragenen Events trudelte Sommers Mannschaft „Speisewagen“ im Mittelfeld ein. „Da treffen wir auf Gegner auf Augenhöhe, das macht mehr Spaß“, schmunzelte Sommer.  Den Sieg sicherte sich am Ende nach einem Tag voller Spaß und Schweiß die „Sex Machines“, Gewinner von 2010, vor „Nimm du“ und der „Hot Line Gang“. Doch sportliche Meriten waren an diesem Sonnabend in Gieboldehausen eher ein Randaspekt.

Endergebnis Mannschaft
1 Sex Machines
2 Nimm du
3 Hot Line Gang
4 Mila Superstars

Von Christian Roeben

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